18.12.2009

UrlaubsEuro Winter 2009:
"UrlaubsEuro" in einigen Überseedestinationen deutlich verteuert

  • Trotz wieder leicht gestiegenem Dollar ist USA und Asien heuer etwas günstiger als vor einem Jahr
  • England und Schweden wieder etwas teurer
  • Deutlicher teurer wurden einige Überseedestinationen, wie Südafrika, Brasilien oder Australien
  • Günstig erneut Türkei, Ungarn, teuer bleibt die Schweiz

„Der UrlaubsEuro in den nahen europäischen Destinationen hat sich heuer im Winter gegenüber dem Vorjahr wenig verändert ,“ fasst Stefan Bruckbauer,  Chefvolkswirt der Bank Austria, die aktuellste Berechnung des UrlaubsEuros zusammen. Die Preisentwicklung innerhalb der Euroländer war nicht besonders unterschiedlich zu Österreich und außerhalb des Euroraum haben sich Preisentwicklung und Wechselkurs teilweise ausgeglichen. Insgesamt ist der Wert des UrlaubsEuros im Winter 2009 in etwa gleich wie im Vorjahr. Auch in Überseedestinationen blieb im Durchschnitt der Wert des UrlaubsEuros ähnlich wie im vergangenen Jahr, dahinter steckt jedoch eine zum Teil sehr unterschiedliche Entwicklung je nach Region. „Der Urlaub in den USA, aber auch in großen Teilen Asiens ist heuer etwas günstiger als vor einem Jahr, sehr verteuert hat sich jedoch der Urlaub in Südafrika, Brasilien aber auch Australien,“ so Bruckbauer weiter. Unter den weniger stark frequentierten Regionen in Europa hat sich Schweden verteuert, Rumänien wurde günstiger.

Unter den Top-Urlaubsdestinationen der Österreicher hat sich im Vergleich zum Winter 2008 wenig verändert, dementsprechend ist auch 2009 die Türkei und Ungarn am günstigsten, dann folgt Kroatien. „Trotz Dollaraufwertung in den letzten Tagen ist ein USA Urlaub heuer im Winter erneut günstiger als vor einem Jahr und der UrlaubsEuro ist knapp über 20% mehr wert als zuhause.“ Wenig verändert hat sich an der Tatsache, dass die Schweiz eine der teuersten Urlaubsdestinationen ist, auch Irland ist weiterhin teuer.

Innerhalb der Überseedestinationen kam es im Vergleich zum Vorjahr zu sehr unterschiedlichen Entwicklungen je nach Region. Neben der starken Verteuerung in Südafrika und Brasilien, fällt der Urlaub auch in Neuseeland oder Australien im Vergleich zum Vorjahr großteils deutlich teurer aus. Schuld daran ist im Wesentlichen eine deutliche Aufwertung gegenüber dem Euro, aber auch die Preisentwicklung. „Die aus Urlaubssicht günstige Situation zum Jahresende des Vorjahres, als viele Länder in Folge der Krise deutlich abwerteten, ist nun wieder vorbei. Länder wie Südafrika, Brasilien aber auch Australien und Neuseeland haben inzwischen wieder deutlich aufgewertet und sind somit wieder teurer geworden“, meint Bruckbauer. Im Gegensatz dazu ist der Urlaub in Asien, neben den USA, heuer günstiger als vor einem Jahr, im Durchschnitt rund 6%. Dies gilt besonders für China und Hongkong, eingeschränkt auch für Japan. Allerdings ist der UrlaubsEuro in Japan weiterhin deutlich weniger wert als zu hause, auch wenn er sich im Jahresvergleich etwas erhöht hat.

Abschließend weisen die Ökonomen der Bank Austria darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Das Preisniveau bezieht sich auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern, einzelne Produkte (speziell für Touristen) können davon deutlich abweichen. Daher wurde auch für die Ferndestinationen kein Wert, sondern nur dessen Veränderung angegeben. Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern soviel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Würde Österreichs Preisniveau niedriger liegen, wäre auch das Einkommensniveau geringer - wir könnten uns Urlaube oft gar nicht leisten.

 Tabellen und Charts (PDF; 137 KB)

Rückfragen: Bank Austria  Economics and Market Analysis
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-mail: stefan.bruckbauer@unicreditgroup.at

 

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