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11.12.2009

UniCredit Private Banking Asset Allocation und Ausblick 2010:
Bleibt uns das Tauwetter an den Börsen erhalten?

  • Liquidität treibt Rallye
  • Risikoreichere Assets wieder gefragt, Aktien daher weiter auf "übergewichten"
  • Rückschläge nach deutlichen Anstiegen aber jederzeit möglich

Nachdem die Aktienindizes vieler westlicher Staaten mehr als 60 Prozent vom Tief im März zugelegt haben, wächst derzeit die Skepsis, wie lange die Party an den Börsen noch anhält. Gleichzeitig muss man aber auch anerkennen, dass die derzeit reichlich vorhandene Liquidität den Zuzug in risikoreichere Anlageklassen begünstigt. In Summe stellen wir uns daher dem Trend nicht in den Weg und bleiben bei risikoreichen Assets (Aktien, Unternehmensanleihen) derzeit übergewichtet. Dennoch scheint es uns plausibel, dass 2010 in Summe schwieriger verläuft als 2009. Der schnelle Rebound von den Tiefs nach der Krise liegt hinter uns, jetzt geht es nicht mehr um den Schritt zurück vom Abgrund (wie heuer der Fall), sondern um die Nachhaltigkeit des Aufschwungs. Sollten hier Zweifel auftreten oder die Zinswende seitens der westlichen Notenbanken stärker in den Fokus rücken, dann könnte der Aktienmarkt sehr wohl wieder in Nervosität verfallen.

Aktien: Weiter übergewichten! Ohne Frage haben die meisten Aktienmärkte seit dem Tief im März ein sensationelles Comeback gefeiert, aber man sollte auch nicht vergessen, wie schnell und tief der Fall davor erfolgte. Zwischen September 2008 und April 2009 befanden sich die Anleger auf einer Hochschaubahn. Zunächst waren die Märkte sicher, dass eine tiefe und lange Depression unvermeidlich sei; dann aber verlegten sie sich in weniger als sechs Monaten auf das Szenario einer soliden Konjunkturerholung. Unserer Meinung nach spricht die Kombination aus niedriger Inflation, tiefen Zinsen, reicher Liquidität und hoher Produktivität für steigende Aktienkurse.

2010 sollten die Aktienindizes in den entwickelten Ländern das Niveau, das sie vor Lehman hatten, wieder erreichen, wenn auch kaum ohne zwischenzeitliche Konsolidierung.

Wir bekräftigen unsere Bevorzugung der Eurozone, die als zyklischer Markt eine Übergewichtung verdient. Die Emerging Markets könnten kurzzeitig eine Korrektur erleiden. Dennoch sind wir von ihren langfristigen Wachstumsaussichten überzeugt und würden daher Rückschläge als Kaufgelegenheit betrachten.

Anleihen: Wir glauben, dass die Geldpolitik sowohl in den USA als auch in der Eurozone wenigstens bis zum Ende des 3. Quartal 2010 unverändert bleiben wird. Bei Staatsanleihen bevorzugen wir europäische Peripherieländer, da wir der Meinung sind, dass sich die Spreads noch verengen können.

Innerhalb der Anleihenquote bleiben Unternehmensanleihen bester Bonität (Investment Grade Corporate Bonds) allerdings unsere erste Wahl, obwohl wir uns bewusst sind, dass die zukünftige Performance wahrscheinlich nicht mehr so gut ausfallen wird wie die bisherige.

Rückfragen:
Monika Rosen, Chefanalystin im UniCredit Private Banking
Tel. +43 (0) 50505 – 40104
E-Mail: monika.rosen@unicreditgroup.at

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