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03.12.2009

UniCredit Group veröffentlicht Kapitalmarktausblick für 2010

Aus Sicht der UniCredit Group wird das Umfeld für die Aktienmärkte in das nächsten Jahr hinein freundlich bleiben. Für 2010 geht sie von leicht höherern Kursen im Euro STOXX 50 sowie im ATX aus. Die UniCredit Group erwartet, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar weiterhin auf hohem Niveau verharren wird. Die EZB wird die Zinsen voraussichtlich erst in 2011 erhöhen.

EUR-USD tendiert in Richtung 1,60
"Positive Nachrichten, aus welchem Teil der Welt auch immer, sorgen für eine EUR-USD Befestigung. Negative Nachrichten ziehen hingegen eine EUR-USD Abschwächung nach sich. Was auf den ersten Blick seltsam erscheint, wird klar, wenn man versucht, die Frage zu beantworten, ob eher der US-Dollar oder ein synthetischer Euro eine Depression überleben würde", sagt Michael Rottmann, Leiter Zins- und Währungsstrategie bei der UniCredit Group. Bislang fiel die Antwort klar zugunsten des US-Dollars aus, was dessen Befestigung in den beiden Krisenquartalen viertes Quartal 2008 und erstes Quartal 2009 erklärte. Ab dem zweiten Quartal 2009 setzte dann der Boom in risikoreichen Assetklassen und Konjunkturoptimismus ein und im Umkehrschluss festigte sich der Kurs des
EUR-USD-Wechselkurses bei einem Niveau von 1,50. Da die UniCredit Group zumindest bis Mitte 2010 einen optimistischen Grundton erwartet, spricht vieles für die Fortsetzung des Trends. Der zweite Aspekt für einen festen Euro: Eine neue Weltordnung muss letztlich mit einer weiteren Liberalisierung und Internationalisierung der chinesischen Währung einhergehen. Die Internationalisierung beziehungsweise Befestigung des chinesischen Yuans dürfte dabei in erster Linie zu Lasten des US-Dollars gehen. Dennoch rechnet die UniCredit Group nach einer Spitze im Bereich von 1,55 bis 1,60 trotzdem mit einer Trendumkehr des EUR-USD-Wechselkurses im zweiten Halbjahr 2010. So dürfte nahe der bisherigen Höchstkurse auch für europäische Exporteure die Schmerzgrenze überschritten sein. Zwar liegen die letzten konzertierten Interventionen im EUR-USD-Wechselkurs bereits gut neun Jahre zurück, bei einem EUR-USD-Wechselkurs über 1,55 dürfte sich aber zumindest die Rhetorik gegenüber einer global zu einseitigen EUR-Aufwertung deutlich verschärfen und eine weitere EUR-USD-Befestigung verhindern. Zudem wird die US-Notenbank die Leitzinsen früher als die EZB anheben, womit sich die im US-Dollar abgeschlossenen Refinanzierungen verteuern. Ob diese Carry Trade Positionierungen dann aufgelöst werden, oder die Refinanzierung lediglich auf den Schweizer Franken oder Yen verlagert wird, sei dahingestellt. Jedenfalls dürfte dies zu einer Befestigung des Dollars im späteren Jahresverlauf 2010 führen.

Behutsame Leitzinsnormalisierungen lassen die Renditen in einem überschaubaren Rahmen ansteigen
Angesichts der Unsicherheit über die Nachhaltigkeit der konjunkturellen Erholung dürften auch die EZB, BoE und Fed sehr umsichtig agieren, um weder das optimistischere Konjunktursentiment zu ruinieren, noch die Finanzmärkte zu schocken. „Die US-Notenbank wird wohl frühestens im zweiten Halbjahr 2010 erste Leitzinsanhebungen vornehmen. Die EZB dürfte sogar bis in das Jahr 2011 hinein abwarten“, sagt Michael Rottmann, Leiter Zins- und Währungsstrategie bei der UniCredit Group. Allerdings wird die EZB in 2010 mit hoher Sicherheit die Vollzuteilung in den Tendergeschäften beenden, was quasi einer indirekten Leitzinsanhebung gleichkommt. Daher sollte sich auch der 3-Monats-Euriborsatz von aktuell knapp 0,70% (30 Basispunkte unter dem offiziellen Leitzinsniveau von einem Prozent!) auf ein Level von 1,3% bis Ende 2010 erhöhen. Diese vorsichtige Vorgehensweise wird dann auch den Anstieg von langlaufenden Renditen im Zaum halten. Der zehnjährige Swapsatz sollte von derzeit 3,40% lediglich auf ein Niveau von 4,20% steigen.

Aktienmärkte weltweit: Weiterhin auf eine mittelfristige Verbesserung setzen
Das Umfeld für die Aktienmärkte wird in das nächste Jahr hinein freundlich bleiben. Sich zunächst noch weiter aufhellende konjunkturelle Frühindikatoren werden die Perspektive auf eine fortgesetzte Verbesserung des Umfelds für die Unternehmensgewinne unterstützen. "Wir erwarten daher, dass das Vertrauen in das für die nächsten Quartale prognostizierte, deutliche Gewinnwachstum zunehmen wird und davon positive Impulse für den Aktienmarkt ausgehen werden", sagt Gerhard Schwarz, Leiter globale Aktienstrategie bei der UniCredit Group. Die Bewertungsindikatoren dürften daher den Spielraum zu den im letzten Zyklus markierten Hochpunkten ausschöpfen. Für den europäischen Aktienmarkt erwarten wir einen Anstieg des KGV von aktuell 12,6 Punkten auf 13,5. Die sehr günstige relative Bewertung von Aktien gegenüber Staatsanleihen spricht darüber hinaus für begrenzt bleibende Rückschläge in den nächsten Monaten. So liegt die Dividendenrendite für den Euro STOXX 50 derzeit bei rund 3,8% und somit nur knapp unter der Rendite 30-jähriger Staatsanleihen von 3,95%. Der Euro STOXX 50 dürfte in diesem Umfeld Niveaus von rund 3250 Punkten erreichen (DAX: 6500 Punkte).

Mit dem Erreichen eines zyklischen Hochpunktes der Frühindikatoren im Verlauf des ersten Halbjahrs 2010 dürfte die Anfälligkeit der Aktienmärkte gegenüber negativen Nachrichten jedoch allmählich wieder zunehmen. Insbesondere die ab dem zweiten Quartal 2010 von den Notenbanken zu erwartende deutlichere Rückführung der Liquiditätsversorgung für den Bankensektor könnte an den Finanzmärkten zu einer erhöhten Volatilität führen, was negative Rückwirkungen auf die Risikobereitschaft der Anleger erwarten lässt. Vor diesem Hintergrund erwartet die UniCredit Group, dass im Verlauf des Frühjahrs 2010 eine mehrmonatige Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten einsetzen wird, in deren Verlauf eine Kurskorrektur um mehr als 10% wahrscheinlich ist.

Bereits zur Jahresmitte dürften die Aktienindizes unter den im ersten Halbjahr 2010 markierten Hochpunkten notieren (Euro STOXX 50: 3100 Punkte). Im Anschluss daran ist mit gemischt bleibenden Impulsen zu rechnen, wobei in einigen zentralen Einflussfaktoren sowohl positive als auch negative Überraschungen denkbar sind. Aufgrund der aus heutiger Sicht noch sehr begrenzten Visibilität geht die UniCredit Group daher für das zweite Halbjahr 2010 von einer per saldo flachen Entwicklung an den Aktienmärkten aus.

Finanztitel bewirken Outperformance der Wiener Börse
Der ATX, der Leitindex der Wiener Börse, setzte im zweiten Halbjahr 2009 seine Aufwärtsbewegung fort und liegt aktuell um etwa 40% über dem Niveau von Ende 2008. Damit hat der Index wesentliche westeuropäische Indizes outperformt. Beflügelt wurde der ATX vor allem von den Finanzwerten Raiffeisen International, Erste Bank, Vienna Insurance Group und dem Ölwert OMV.

Aufgrund der Finanzkrise und der hohen Unsicherheit an den internationalen Märkten führten eher defensiv ausgerichtete Unternehmen beziehungsweise Unternehmen mit einer sehr soliden Bilanzstruktur im ersten Quartal 2009 die Liste der Kursgewinner an. Ab Beginn des zweiten Quartals drehte die Stimmung. Die Verbesserung der Frühindikatoren begünstige die Kursbewegung der zyklischen Unternehmen, der Bankwerte sowie der Bau- bzw. baunahen Werte zu. Defensive Aktien wie z.B. Verbund oder Österreichische Post verloren mehr als 10% im zweiten Halbjahr. Unübertroffen waren seit Jahresbeginn aber die Kursaufschwünge von Immoeast, Immofinanz sowie von Bwin.

Der ATX erholte sich vom Tiefststand von Anfang März um ca. 75% und ist damit ca. 50% von seinem Höchststand entfernt. Aufgrund der gefallenen Kursniveaus liegen die Umsätze an der Wiener Börse deutlich unter dem Niveau des Jahres 2008, was aber auch die verringerte Risikobereitschaft der Investoren reflektiert. "Nach mehreren Revisionen der Gewinnprognosen erwarten wir nun einen Gewinnrückgang bei den ATX-Werten von rund 47%, da die Kapazitätsauslastung der Unternehmen nach wie vor gering sind und zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen anfallen“, sagt Peter Bauernfried, Analyst für österreichische Aktien bei der UniCredit Group. „Für 2010 rechnen wir aufgrund der geringeren Basis des Jahres 2009 mit einem Gewinnplus von 42%. Die Kosteneinsparungs-programme sollten Wirkung zeigen. Außerdem gehen wir auch von einem verhaltenen Umsatzwachstum im Jahr 2010 aus.“

Die Bewertung des Marktes liegt aufgrund der Gewinnrevisionen auf hohem Niveau. Auf Basis der Gewinnschätzungen für 2010 sieht UniCredit den Markt derzeit mit einem KGV von etwa 13,5 bewertet. Die generell positive Tendenz am Wiener Markt sollte nach Ansicht der UniCredit Group in den nächsten Monaten noch anhalten. Das Kurspotenzial des ATX bis Mitte 2010 liegt bei rund 15%. Die Prognose für den ATX lautet auf 2,850 Punkte. Für die zweite Jahreshälfte ist die Visibilität hinsichtlich der Entwicklung der Unternehmens-ergebnisse noch gering. Die UniCredit Group erwartet daher sehr verhaltene Kursbewegungen der ATX Werte. Gegen Ende des Jahres 2010 könnte der ATX bei 2,900 Punkten stehen.

Die UniCredit-Analysten sehen aber die Gefahr, dass die operativen Gewinnentwicklungen im Jahr 2010 derzeit zu positiv eingeschätzt werden. Auf der Kaufliste befinden sich unter anderem die Immobilienwerte Immoeast und CA Immo Anlagen und der Bauwert Strabag, der von den diversen Konjunkturprogrammen profitieren sollte. Darüber hinaus empfehlen die Analysten in Andritz, Bwin, Mayr-Melnhof, Semperit und in OMV und SBO zu investieren.

Die Marktprognosen im Überblick:

Mitte 2010

Jahresende 2010

ATX

2 850

2 900

DAX

6 200

6 200

Euro Stoxx 50

3 100

3 100

S&P 500

1175

1175

Dow Jones

11 100

11 100

Topix

880

880

Nikkei 225

10 000

10 000

Aussichtsreiche Regionen:

Bis Frühjahr 2010: Emerging Markets, Euroland, Pacific ex Japan
Ab Frühjahr 2010: USA, Europa ex Euroland

Wirtschaftswachstum EWU 0,8%

Mitte 2010

Jahresende 2010

Euro-USD

1,57

1,48

USD-Yen

93

100

3M Euribor

1,10%

1,30%

10jährige Rendite

4,05%

4,20%

Über die UniCredit Group
UniCredit ist ein großes internationales Finanzinstitut, das mit mehr als 10.200 Niederlassungen und ca. 174.000 Mitarbeitern (Stand 31. Dezember 2008), in 22 europäischen Ländern stark verwurzelt und auf 27 weiteren Märkten vertreten ist. In den CEE-Ländern unterhält UniCredit das größte internationale Bankennetz mit über 4.000 Niederlassungen und Filialen. Die Unternehmensgruppe ist in folgenden Ländern tätig: Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Estland, Italien, Kasachstan, Kirgistan, Kroatien, Lettland, Litauen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, der Türkei, der Ukraine und Ungarn.

Ansprechpartner für die Presse:
Nicole Rappl, Tel. +49 89/378-26001, nicole.rappl@unicreditgroup.de
Tiemon Kiesenhofer, Tel. +43 (0)50505-52819, tiemon.kiesenhofer@unicreditgroup.at

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