01.04.2009

UrlaubsEuro Ostern 2009:
"UrlaubsEuro" ist in Europa mehr, in Übersee weniger wert

  • Stärkster Wertzuwachs für Reisen nach England und Ungarn
  • England so günstig wie noch nie
  • Asien und Nordamerika sind teurer, Südamerika billiger
  • Teuerste Urlaubsländer sind die Schweiz, Japan und Irland

"Anders als vor einem Jahr hat sich heuer zu Ostern der Wert des UrlaubsEuros in vielen europäischen Destinationen erhöht, Ferndestinationen sind hingegen teurer geworden," fasst Stefan Bruckbauer, stellvertretender Chefvolkswirt der Bank Austria, die aktuellste Berechnung des UrlaubsEuros zusammen. Insgesamt ist damit der Wert des UrlaubsEuros zu Ostern 2009 rund 2 Prozent höher als im Vorjahr. "Als eine der Folgen der Wirtschaftskrise haben einige Urlaubsländer in den letzten Monaten deutliche Abwertungen hinnehmen müssen, allen voran das Vereinigte Königreich, Ungarn und die Türkei," so Bruckbauer weiter. Dies gilt auch für einige Länder, die nicht zu den Topdestinationen der Österreicher zählen, wie etwa Schweden, Rumänien oder Polen.

In Ungarn ist Aufgrund der deutlichen Abwertung seiner Währung der Wert des UrlaubsEuros erstmals seit drei Jahren mit 165 wieder der höchste unter den Topdestinationen, gefolgt von der Türkei und Kroatien. Dann folgt bereits das Vereinigte Königreich. "In England erhält man derzeit für 100 Euro Waren und Leistungen im Wert von 126 Euro, 15 Prozent mehr als im Vorjahr," so Bruckbauer weiter und ergänzt: "Aufgrund der Abwertung des Pfund ist England, relativ zu Österreich, so günstig wie noch nie." Am meisten verloren hat der UrlaubsEuro heuer zu Ostern unter den Top Urlaubsdestinationen in den USA. Der UrlaubsEuro ist dort aufgrund der deutlichen Aufwertung rund 15 Prozent weniger wert als noch vor einem Jahr, allerdings bekommt man mit 115 noch immer mehr als in Österreich.

Erneut  weniger als in Österreich erhält man - unter den beliebtesten Destinationen - in Italien und vor allem in der Schweiz, trotz Abwertung in den letzten Wochen.

Anders als für die meisten Destinationen in Europa führt die Abwertung des Euro gegenüber Asien oder Amerika heuer zu Ostern dazu, dass im Durchschnitt der Wert des UrlaubsEuro in Übersee deutlich gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, insgesamt um 12 Prozent. "Für Überseereisende liegt der Wert des UrlaubsEuros heuer deutlich niedriger, allerdings gibt es auch Ausnahmen wie Südamerika, Neuseeland oder Australien," so Bruckbauer. Deutlich an Wert verloren hat der UrlaubsEuro in Afrika, wo die hohe Inflation auch noch von einer Aufwertung begleitet wurde. Dies gilt auch für Asien, wo der Wert des UrlaubsEuros gegenüber Ostern vor einem Jahr um rund 11 Prozent gesunken ist, dabei besonders stark in Japan und China mit einem Minus von rund 20 Prozent. Insgesamt dürften Japan, die Schweiz und Irland derzeit die teuersten Urlaubsdestinationen für Österreicher sein.

Abschließend weisen die Ökonomen der Bank Austria darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Das Preisniveau bezieht sich auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern, einzelne Produkte (speziell für Touristen) können davon deutlich abweichen. Daher wurde auch für die Ferndestinationen kein Wert, sondern nur dessen Veränderung angegeben. Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern soviel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Würde Österreichs Preisniveau niedriger liegen, wäre auch das Einkommensniveau geringer - wir könnten uns Urlaube oft gar nicht leisten.

 charts (PDF; 144 KB)

Rückfragen: Bank Austria  Economics and Market Analysis
 Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0) 50505 DW 41951
 e-mail: stefan.bruckbauer@unicreditgroup.at

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