21.11.2005

Umfrage der BA-CA Private Equity zur Unternehmensfinanzierung:
Der Kredit ist nicht mehr genug

  • Unternehmen sehen Private Equity, Leasing, Factoring und Anleihen im Aufwind
  • BA-CA Private Equity Gruppe setzt erste Schritte nach CEE

Nur acht Prozent der österreichischen Unternehmen glauben, dass der klassische Bankkredit in Zukunft in der Unternehmensfinanzierung an Bedeutung gewinnen wird. Dagegen meint die Hälfte der Befragten (48%), dass Leasing wichtiger wird. Ein Drittel (35%) sieht Beteiligungsfinanzierungen wie Private Equity und Venture Capital zulegen. Jeder Fünfte (21%) erwartet sich einen Zuwachs bei Anleihen und Factoring.

Dies sind Ergebnisse einer Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Brainstudio im Auftrag der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) durchgeführt hat. Befragt wurden 500 Geschäfts-führer und Finanzverantwortliche von Klein- und Mittelbetrieben sowie Konzernen. Insgesamt erwarten dieser Studie zufolge die Firmen, dass der Kredit als Basis bestehen bleibt, viele neue Instrumente aber hinzukommen. 

Derzeit nutzen die Firmen neben dem Bankkredit vor allem Leasing. Die Eigenkapital einbringenden Finanzierungsinstrumente Private Equity und Mezzaninkapital werden dagegen weit weniger stark eingesetzt. In Zukunft wird sich dies der Umfrage zufolge ändern, da sechs von zehn Befragten (63%) in den nächsten zwei Jahren ihre Eigenkapitalbasis stärken wollen, und sogar sieben von zehn (69%) erklären, die Finanzierungsstruktur ihres Unternehmens verbessern zu wollen. Diese Entwicklung wird vor allem durch Basel II, der zukünftigen Eigenkapitalrichtlinie der Banken, vorangetrieben.

Ein zweiter Treiber für Eigenkapitalprodukte liegt darin, dass unternehmerisches Wachstum heute rascher geschehen muss und mehr Kapitaleinsatz fordert. So nennen die Befragten als Ziele so investitionsintensive Punkte wie den Ausbau der Marktposition (83%), Expansion in neue Märkte (58%), Entwicklung neuer Produktsparten (45%), Umsetzung eines großen Investitionsprojektes (30%), Regelung der Unternehmensnachfolge (23%) und (Teil-) Akquisition eines Unternehmens (21%).

Mezzanin AG: Als erster Mezzaninfonds drei Deals in CEE getätigt.
Innerhalb der BA-CA Private Equity Gruppe führt die Mezzanin AG das Geschäft mit der Vergabe von Mezzaninkapital, also nachrangigen, unbesicherten Darlehen mit Eigenkapital-charakter. Die Mezzanin AG hat 2005 bislang acht Deals mit einem Investitionsvolumen von 18 Millionen Euro gemacht. Drei Abschlüsse wurden in Ungarn und Tschechien getätigt – die ersten Investments eines österreichischen Mezzaninfonds in Zentral- und Osteuropa (CEE). Für 2006 hat sich die Mezzanin AG ein Investitionsvolumen von 20 Millionen Euro vorge-nommen. Sie will im kommenden Jahr zudem ihre Aktivitäten in CEE weiter ausbauen.

Der Private Equity-Fonds EK Fin hat 2005 bislang zwei Investments mit einem Volumen von sieben Millionen Euro getätigt. Für 2006 strebt die EK Fin an, Buyout- und Expansionsfinan-zierungen im Wert von zehn Millionen Euro einzugehen. Seit Beginn des Fonds 2002 hat die EK Fin rund 16 Millionen Euro in Wachstumsfirmen investiert.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Pressestelle Österreich
Christian Kontny, Tel. +43 (0)50505 DW 52483
E-Mail: christian.kontny@ba-ca.com

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