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01.12.2005

EZB startet maßvollen Zinsanhebungszyklus

Rückkehr zu durchschnittlichen Wachstumsraten für 2006 und 2007
Renditen bleiben auf niedrigem Niveau
EUR gegenüber USD vorerst seitwärts

Die Europäische Zentralbank hat heute wenig überraschend den Leitzinssatz von 2% auf 2,25% angehoben. Die in den vergangenen Wochen veröffentlichten Daten und die Prognosen der EZB rechtfertigen diese leichte zinspolitische Straffung. Erstens zeichnet sich eine moderate wirtschaftliche Erholung im zweiten Halbjahr 2005 ab. Danach erwartet die EZB eine Rückkehr zu Potenzialwachstum (2006: 1,9%; 2007: 2,0%). Zweitens haben auf der Inflationsseite aufgrund des deutlich angestiegenen Ölpreises die Risiken von Überwälzungs- und Sekundärrundeneffekten zugenommen. Tatsächlich geht die EZB von einer Beschleunigung der Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) aus (2006: 1,6%; 2007: 2,1%).

Unter der Annahme, dass die EZB-Projektionen für Wirtschaftswachstum und Inflation halten, erwarten die Zins- und Währungsanalysten der Bank Austria Creditanstalt einen maßvollen Zinsanhebungszyklus. Im Jahr 2007 könnte ein neutrales Zinsniveau von rund 3,25% erreicht werden. Die Risiken sind allerdings nach unten gerichtet: Erstens ist die Kerninflationsrate nach wie vor niedrig (Oktober: 1,4% p.a.) und die Hinweise auf eine erhöhte Preissetzungsmacht der Unternehmen sind weiterhin dünn gesät. Zweitens besteht nach wie vor das Risiko, dass der aktuelle Aufschwung, wie auch schon im ersten Halbjahr 2004, nur ein Strohfeuer ist.

Insgesamt bleiben die Zinsen über das gesamte Laufzeitspektrum sehr niedrig, d.h. auf einem unterstützenden Niveau für Wirtschaft und Finanzmärkte. So sieht die BA-CA den Zinssatz der 10jährigen deutschen Bundesanleihe für Ende 2005 bei 3,50%. Auf der Währungsseite wird der EUR gegenüber dem USD dann wieder etwas an Boden gewinnen können: nämlich dann, wenn die Märkte Zinssenkungen in den USA (frühestens im zweiten Halbjahr 2006) einzupreisen beginnen und die EZB den Zinszyklus fortsetzt (Ende 2006: EUR vs. USD 1,25). Vorerst dürfte sich der Wechselkurs zwischen 1,15 und 1,20 bewegen.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt International Markets 
Veronika Fischer-Rief, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 82833;
 E-Mail: veronika.fischer-rief@ba-ca.com