29.09.2005

BA-CA EinkaufsManagerIndex im September:
"Auslandsaufträge retten die heimische Industriekonjunktur"

  • Starker Kostendruck sorgt für anhaltenden Personalbbau
  • 1,5 Prozent Wachstum für 2005 erwartet


Der BA-CA EinkaufsManagerIndex lag im September mit 50,9 über der Wachstumsmarke von 50 und damit wieder im positiven Bereich. "Die leicht steigenden Exportaufträge lassen die Industrie wachsen. Es geht aber langsamer voran als zu Jahresbeginn", so Marianne Kager, Chefvolkswirt der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA). Der Index für die Auslandsaufträge stieg von 50,2 im August auf 51,5 im September. "Die Auslandsaufträge retten die heimische Industriekonjunktur", so Stefan Bruckbauer von der BA-CA. "Jetzt lässt aber das Inland an Dynamik vermissen." Trotzdem reicht die bessere Auftragslage so weit aus, dass die Industrie ihren Output wieder etwas stärker erhöhen konnte als im August. Der Teilindex für die Produktionsleistung stieg von 50,2 auf 51,3. 

Seit mehr als einem halben Jahr registrieren die Industriebetriebe erstmals wieder leicht steigende Verkaufspreise. Allerdings melden sie auch einen deutlich stärkeren Preisanstieg bei den Einkaufspreisen. Hier steigt der entsprechende Index seit Juli ganz deutlich an und erreicht im September einen Höchststand von 62,2. "Der starke Kostendruck bei verhaltener Nachfrage führt auch im September zu einem weiteren Beschäftigungsabbau – der noch dazu kräftig ausfällt", analysiert Kager. Zwar ist der entsprechende Wert von 47,4 auf 48,2 gestiegen, er bleibt jedoch im roten Bereich.

"Österreichs Industrie entwickelt sich im zweiten Halbjahr positiv. Die Dynamik bleibt aber zu schwach, um deutliche gesamtwirtschaftliche Impulse zu setzen", so Bruckbauer. Die Ökonomen der BA-CA gehen daher davon aus, dass die gesamtwirtschaftliche Dynamik zwar im zweiten Halbjahr höher als im ersten Halbjahr sein wird, mehr als 1,5 Prozent Wachstum erwarten sie für 2005 jedoch weiterhin nicht. Die aktuelle Entwicklung des BA-CA EMI bestärkt die Ökonomen der BA-CA jedoch auch darin, dass für Österreichs Wirtschaft derzeit keine Gefahr einer Rezession besteht.


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