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28.04.2005

BA-CA EinkaufsmanagerIndex im April:
Industriekonjunktur driftet in den roten Bereich

  • Erstmals seit drei Jahren meldet die Industrie einen Produktionsrückgang
  • Jobabbau beschleunigt sich
  • Konjunkturrisken für Österreich deutlich gestiegen 

Der BA-CA EinkaufsmanagerIndex fiel im April von 51,0 auf 49,7 und lag damit erstmals seit 2 ½ Jahren wieder unter der Wachstumsmarke von 50. "Die von uns erwartete Konjunktur-abkühlung in Österreichs Industrie nimmt immer konkretere Formen an", fasst Marianne Kager, Chefvolkswirt der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), die aktuelle Entwicklung zusammen. Befragt nach der Produktion im Vergleich zum Vormonat, gaben die Einkaufsmanager seit mehr als drei Jahren erstmals einen Rückgang an: Der entsprechende Wert ging von 51,2 deutlich auf 49,4 zurück. "Österreichs Industrie kann sich nun endgültig nicht mehr gegen die negativen Konjunktureinflüsse in unseren wichtigsten Exportmärkten, allen voran Deutschland, stemmen", meint Stefan Bruckbauer von der BA-CA. Die Auftragseingänge aus dem Ausland wurden im April mit einem Wert von 47,2 deutlich schwächer als noch im März (49,4) beurteilt. 

Erstmals kam es auch zu einem Rückgang der Auftragseingänge aus dem Inland. Die Industrieunternehmen haben die  Einkaufsmenge, die bereits seit Februar rückläufig ist, im April nochmals reduziert. Der entsprechende Index fiel auf 47,6 - dem niedrigsten Wert seit mehr als drei Jahren. Entsprechend der schwächeren Produktionsdynamik und der Abkühlung der Auftragslage reduzierten die Unternehmen auch ihre Beschäftigung: Hier beschleunigte sich im April der Rückgang, der Wert fiel von 49,1 auf 47,0.

Trotz der schwächeren konjunkturellen Dynamik zeigen die Einkaufspreise aufgrund der Rohstoffpreisentwicklung weiterhin deutlich nach oben. Das Ausmaß der Preissteigerungen hat mit 57,5 gegenüber dem Höhepunkt im Oktober mit 75,9 jedoch deutlich abgenommen. Bei den Verkaufspreisen bewirkte die schwächere Nachfrage bereits einen Rückgang. Erstmals seit 1 ½ Jahren sinken die Verkaufspreise – vom Wert 51,4 auf 47,8.

"Rückläufige Beschäftigung, weniger Einkäufe und sinkende Verkaufspreise sind deutliche Signale der Stagnation bei Österreichs Industrie", so Bruckbauer. Das Produktionsniveau lag auch im April noch deutlich über jenem des Vorjahres, und dies wird nach Meinung der BA-CA Ökonomen voraussichtlich über den Sommer so bleiben. Es wird jedoch nur mehr wenig über dem Niveau zu Jahresbeginn zu liegen kommen. "Ohne zusätzliche Impulse gegen Jahresende wird das Produktionsniveau der Industrie Ende 2005 kaum über jenem Ende 2004 liegen", so Kager. Zwar gehen die Ökonomen der BA-CA davon aus, dass sich die Auslandsnachfrage, ausgehend von der deutschen Konjunktur, gegen Jahresende wieder beleben wird - konkrete Anzeichen fehlen derzeit aber noch. Nach Meinung der BA-CA sind damit die Konjunkturrisken für Österreich erneut gestiegen.

 Charts zur Presseaussendung



Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com