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25.02.2005

BA-CA EinkaufsmanagerIndex im Februar:
Wachstumstempo der Industrie sinkt von Monat zu Monat

  • Vor allem der Export lässt nach 
  •  Industriekonjunktur soll im 2. Halbjahr 2005 neue Impulse aus Europa erhalten 

Der BA-CA EinkaufsmanagerIndex fällt mit aktuell 51,8 gegenüber dem Jänner (Wert: 52) leicht zurück. Werte über 50 weisen auf Wachstum hin. Diese Entwicklung bestätigt die erwartete Abschwächung der Industriedynamik nach dem starken Jahr 2004, urteilen die BA-CA Ökonomen. "Die Industrie wächst weiter, das Tempo nimmt jedoch von Monat zu Monat ab", fasst Marianne Kager, Chefvolkswirtin der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) das Ergebnis des aktuellen BA-CA Einkaufsmanagerindex zusammen.

Der Anteil der Unternehmen, die noch steigende Auslandsaufträge meldeten, ist erneut leicht - von 51,4 auf 51,2 - gesunken und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresschnitt von 54,2. "Hier setzt sich ein Trend leider fort: Die Nachfrage aus dem Ausland kühlt ab", analysiert Stefan Bruckbauer von der BA-CA die jüngste Umfrage. "Nach der sehr hohen Exportdynamik 2004 ist für 2005 mit deutlich schwächeren Zuwächsen zu rechnen."

Der gesamte Auftragseingang aus dem In- und Ausland steigt mit 50,8 nur mehr leicht - nachdem im Jänner noch 51,7 erreicht wurde. Entsprechend der nachlassenden Exportauftragsdynamik der letzten Monate hat sich auch die Produktionsdynamik im Februar erneut reduziert: Dieser Wert ging von 52,7 auf 52,0 zurück und erreichte damit den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren. Entsprechend dieser Entwicklung meldeten die befragten Unternehmen auch eine geringere Zunahme des Beschäftigungsniveaus.

Trotz dieser Anzeichen einer konjunkturellen Abschwächung meldeten die Industrie-unternehmen weiterhin stark steigende Einkaufspreise, vor allem im Metallbereich. Der Index für die Einkaufspreise stieg sogar wieder leicht auf 66,0 an. Dementsprechend hat auch die Mehrheit der Unternehmen die Verkaufspreise wieder angehoben, wenngleich deutlich weniger stark als die Einkaufspreise.

"Trotz der abnehmenden Dynamik sehen wir für 2005 keinen Einbruch in der Industrie", so Kager. Die Industrieproduktion wächst auch im ersten Quartal, nimmt man den Vergleich zu den vorhergehenden Monaten her. Dieses Wachstum ist nach Meinung der BA-CA jedoch nur mehr halb so hoch wie zuletzt. Im Jahresvergleich dagegen zeigen sich nach wie vor hohe Wachstumsraten. Dieses Wachstum beträgt aktuell rund acht Prozent.

Die Ökonomen der BA-CA gehen davon aus, dass die sich abzeichnende Schwäche der europäischen Industriekonjunktur nicht in einer Rezession endet, sondern es im zweiten Halbjahr 2005 zu Impulsen aus der Binnenkonjunktur in Europa kommen wird. "Vor allem von Deutschland erhoffen wir uns einen Wachstumsimpuls", so Bruckbauer.

 Charts zur Presseaussendung

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com