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19.09.2005

BA-CA Konjunkturindikator:
Drittes Quartal brachte wenig Beschleunigung, Aussichten 2006 haben sich verschlechtert

  • Industriestimmung stabilisiert sich auf niedrigerem Niveau
  • Konsumentenstimmung geht kontinuierlich zurück
  • 2006 durch Ölpreis und schwächere Euroraumkonjunktur belastet

Der Konjunkturindikator der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA ) für den August entsprach mit 1,8 genau dem Wert der letzten drei Monaten. "Die leicht verbesserte Stimmung der Industrie reicht gerade aus, um die Stimmungsverschlechterung bei den Konsumenten auszugleichen. Eine zusätzliche Dynamik sehen wir derzeit nicht.", sagt Marianne Kager, Chefvolkswirtin der BA-CA. Die BA-CA Ökonomen sehen daher Österreichs Wirtschaft auch im dritten Quartal nur sehr verhalten wachsen, wenn auch etwas schneller als im zweiten. "Nach 0,3 Prozent im zweiten Quartal 2005 rechnen wir zumindest mit 0,4 Prozent im dritten Quartal", so Stefan Bruckbauer von der BA-CA. Trotz dieser Beschleunigung des Wachstums ergibt sich damit eine Jahreswachstumsrate für das dritte Quartal, die unter den 1,8 Prozent des zweiten Quartals bleiben wird. "Damit bestätigt sich unsere Prognose vom Juni, dass 2005 das Wirtschaftswachstum lediglich 1,5 Prozent betragen wird", so Marianne Kager.

Die Belastung durch den Ölpreis schätzen die Ökonomen für heuer auf 0,6 Prozentpunkte des BIP, aber auch die schwächere internationale Konjunktur im Vergleich zu 2004 kostet Österreich etwa 0,6 Prozentpunkte an Wachstum. Gleichzeitig bringen die um rund 1 Prozentpunkt niedrigeren langfristigen Zinsen und das höhere Budgetdefizit, nicht zuletzt aufgrund der Steuerreform positive Impulse. In Summe wird daher das Wachstum 2005 fast 1 Prozentpunkt unter dem Wert des Vorjahres liegen.

Die Prognose für 2006 wird auf 1,8 Prozent statt 2 Prozent Wachstum revidiert. "Nicht so sehr eine Überraschung beim Ölpreis, den haben wir bereits bisher mit über 60 US-Dollar für 2006 angenommen, sondern die sich mehrenden Anzeichen einer erneuten Konjunkturenttäuschung im Euroraum 2006 sind der Grund für unsere Prognoserevision nach unten", meint Marianne Kager von der BA-CA. Der Euroraum dürfte nach Meinung der BA-CA Ökonomen 2006 nur wenig zusätzliche Dynamik im Vergleich zu 2005 zeigen. Mit Ausnahme von CEE, wo die Ökonomen der BA-CA erneut mit einem relativ robusten Wachstum rechnen, dürfte auch die restliche Weltwirtschaft 2006 weniger dynamisch verlaufen als 2005.

Lediglich die anhaltend niedrigen Zinsen und eine niedrige Kerninflation (ohne Energie) wirken 2006 positiv auf die Konjunktur. So erreicht nach Meinung der BA-CA das Wachstum 2006 erneut nicht sein Potenzial. Anzeichen einer beginnenden Rezession sehen die Ökonomen der BA-CA jedoch weiterhin nicht. "Auch wenn wir für 2006 unsere Prognose auf 1,8 Prozent nach unten revidiert haben, gehen wir von keiner Rezession in Österreich aus, vielmehr befindet sich Österreichs Konjunktur seit Jahresbeginn in einer Delle", so Stefan Bruckbauer. Eine Trendwende erwarten die Ökonomen der BA-CA  zwar bereits wieder im Verlauf des ersten Halbjahres 2006, trotzdem bleibt das Wachstum im Jahresdurchschnitt 2006 unter 2 Prozent.

 Charts zur Presseaussendung


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt  Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com