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28.10.2005

BA-CA EinkaufsManagerIndex im Oktober:
Industrie mit starkem Herbst

  • Weitere Beschleunigung der Industriekonjunktur im Herbst zu erwarten
  • Exporte bestimmen Dynamik
  • Wirtschaftswachstum im dritten Quartal dynamischer als erwartet

Der EinkaufsManagerIndex der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) lag im Oktober mit 52,5 nicht nur deutlich über der Wachstumsmarke von 50, sondern auch deutlich höher als im September (50,9) und erreichte den höchsten Wert in diesem Jahr. Die Einschätzung für die Produktion stieg von 51,3 auf 53,5. „Die Industrie meldet im Oktober den stärksten Anstieg ihres Produktionsvolumens in diesem Jahr“, so Marianne Kager, Chefvolkswirtin der BA-CA. Hintergrund der starken Produktionsentwicklung ist die Beschleunigung der Auftragseingänge, wobei wesentliche Impulse für den Anstieg von 50,8 auf 53 erneut von den Auslandsaufträgen kamen, die mit einem Wert von 53,9 von den Befragten Industrieunternehmen als sehr dynamisch eingeschätzt wurden. „Die gestiegene Auslandsnachfrage beschert Österreichs Industrie einen starken Herbst“, meint Stefan Bruckbauer von der BA-CA.

Der Erfolg der österreichischen Industrie zeigt sich auch daran, dass Österreichs Industrie mit einem bisherigen Wachstum von rund 3 Prozent seit Jahresbeginn zu den dynamischsten Ländern des Euroraumes zählt. Allerdings zeigte sich die Industrie in Deutschland nach dem schwachen Jahr 2004 seit Jahresbeginn 2005 dynamischer als Österreich, wovon Österreichs Industrie profitiert. Dynamisch zeigen sich auch die Exporte in andere große Euroraumländer wie Frankreich und Spanien und die Exporte in die Schweiz. Auch die Exporte in die Länder Osteuropas tragen zur hohen Dynamik bei.

Gleichzeitig mit der dynamischeren Produktion verlangsamte sich auch der seit Monaten anhaltende Beschäftigungsabbau, der entsprechende Wert stieg von 48,2 auf 49,6, blieb jedoch unter der 50er Marke. Die Einkaufspreise steigen weiter, wenn auch etwas schwächer als noch im September, die stärkere Nachfrage erlaubt es den Betrieben seit September jedoch ihre Verkaufspreise etwas zu erhöhen, nachdem sie seit dem Frühjahr gesunken waren. „Österreichs Industrie kann nach einem halben Jahr sinkender Verkaufspreise nun wieder leicht steigende Preise durchsetzen“ meint Marianne Kager.

Die starke Industrieproduktion im Herbst kann nach Meinung der BA-CA Ökonomen die schwache private Nachfrage stärker ausgleichen als bisher erwartet. Das Wachstum (zum Vorquartal) könnte damit im dritten Quartal höher als im zweiten Quartal sein. „Wir erwarten nun, dass das dritte Quartal trotz Konsumschwäche ein höheres Wachstum als das zweite Quartal aufweisen wird“, meint Bruckbauer optimistisch. Insgesamt dürfte damit das BIP-Wachstum 2005 nur knapp unter 2 Prozent liegen, denn auch das vierte Quartal begann nun relativ robust nach Meinung der BA-CA Ökonomen.

 Charts

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com