24You

Das neue Internetbanking der Bank Austria.

OnlineBanking & BusinessNet

Das gewohnte Internetbanking für Privatkunden und Unternehmen

olbImgAlt Informieren Sie sich jetzt
MegaCard – gratis für alle zwischen 14 und 20 Jahren Informieren Sie sich jetzt ›
22.07.2005

BA-CA Studie:
Österreicher bauen ihre Marktposition in Zentral- und Osteuropa weiter aus

  • 30 Prozent der Auslandsbanken in CEE kommen aus Österreich
  • Drei Viertel des Bankgeschäfts werden von internationalen Banken abgewickelt
  • Rund 370 Milliarden Euro Neukreditvolumen bis 2008

Der Anteil der internationalen Banken in Zentral- und Osteuropa (CEE)1 ist weiterhin im Steigen begriffen. Derzeit liegt er bei 69 Prozent (aliquotiert nach Beteiligung) in der Ländergruppe ohne Russland und Ukraine. Damit hat sich der Anteil internationaler Banken in CEE in den vergangenen zehn Jahr mehr als verdreifacht. Gut ein Drittel davon entfällt auf österreichische Banken. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA). "Rechnet man die Bilanzsummen von mehrheitlich in Auslandsbesitz befindlichen Banken in Zentral- und Osteuropa zusammen, so werden heute sogar schon drei Viertel des Bankgeschäfts von internationalen Banken abgewickelt", sagt Marianne Kager, Chefökonomin der BA-CA.

Am höchsten ist der Anteil internationaler Banken in Estland (98 Prozent) und in der Slowakei (97 Prozent). Ebenfalls über 90 Prozent beträgt der Anteil in Litauen, Albanien und Kroatien. Bei weniger als 50 Prozent liegt der Anteil internationaler Banken in Slowenien, Serbien und Lettland. Besonders großes Aufholpotenzial besteht noch in Russland und der Ukraine. Hier sind erst 8 Prozent der Banken im Eigentum ausländischer Kreditinstitute.

Anhaltend hohe Dynamik
Das Interesse internationaler Banken an der CEE Region ist ungebrochen hoch. "Osteuropa ist auch nach fünfzehn Jahren Transformation noch ein sehr dynamischer Bankenmarkt und das wird in den kommenden Jahren so bleiben", ist Kager überzeugt. Heute sind in Osteuropa insgesamt rund 400 Banken mit einer Bilanzsumme von etwa 440 Milliarden Euro tätig. Inklusive Russland und Ukraine sind es über 2.000 Banken mit einer Bilanzsumme von mehr als 650 Milliarden Euro.

Der Intermediationsgrad (Bilanzsumme in Prozent des BIP) liegt noch deutlich unter dem Durchschnitt des Euroraums von 206 Prozent. In der CEE-Region ohne Russland und Ukraine beträgt er 74 Prozent, in der gesamten Ländergruppe liegt er mit 59 Prozent bei nur etwas mehr als einem Drittel des Werts für den Euroraum.

Aufholpotenzial bei Krediten
Bei Krediten ist die Ausstattung pro Land noch sehr unterschiedlich. In Kroatien etwa liegt das gesamte Kreditvolumen (in Prozent des BIP) mit 62 Prozent am höchsten und ist weit über dem CEE-Durchschnitt von 31 Prozent. In Rumänien beträgt der Vergleichswert hingegen nur 18 Prozent. Im Schnitt wächst das Kreditvolumen in der Gesamtregion CEE mit 24 Prozent pro Jahr weitaus dynamischer als im Euroraum. Dort liegt die jährliche Zuwachsrate bei lediglich 4 Prozent.

Die Volkswirte der BA-CA gehen davon aus, dass sich diese Dynamik auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird - wenngleich in etwas abgeschwächter Form. Ab 2006 bis 2008 rechnen sie mit einem jährlichen Plus beim Kreditvolumen von rund 17 Prozent. "Auch wenn das Kreditwachstum in CEE in den nächsten Jahren etwas nachlassen wird, wird das Neukreditvolumen in den nächsten vier Jahren mit etwa 370 Milliarden Euro deutlich höher liegen als in den vergangenen vier Jahren mit 150 Milliarden Euro", so BA-CA Chefökonomin Kager.

Privatkredite als Wachstumstreiber
Besonders dynamisch wird nach Meinung der BA-CA das Wachstum bei Privatkrediten bleiben, bei denen es in den vergangenen vier Jahren zu Zuwächsen um 100 Prozent und mehr in einzelnen Ländern gekommen ist. Im Durchschnitt lag das Wachstum bei 40 Prozent pro Jahr, was auf den enormen Aufholbedarf, die Stabilisierung des wirtschaftlichen Umfeldes und die Verbesserung der Qualität des Bankwesens zurückzuführen ist. Heuer werden die Privatkredite in CEE laut BA-CA Studie um mehr als 30 Prozent wachsen. In Euro pro Kopf entspricht das knapp 700 Euro in der Ländergruppe ohne Russland und die Ukraine. Bis zum Jahr 2008 soll sich dieser Betrag auf rund 1.200 Euro nahezu verdoppeln.

BA-CA führend in Zentral- und Osteuropa
Unter den internationalen Bankengruppen in CEE ist die BA-CA im Verbund mit der HVB Group unter den führenden Instituten der Region. "Im vergangenen Jahr konnten wir aufgrund von Marktanteilsgewinnen in praktisch allen Ländern und durch Zukäufe unsere Position deutlich stärken. Das ist eine gute Ausgangsbasis für die Zukunft", sagt Regina Prehofer, für Zentral- und Osteuropa zuständiges Vorstandsmitglied der BA-CA.

Die BA-CA ist innerhalb der HVB Group für die Märkte in Zentral- und Osteuropa verantwortlich. Von Wien aus betreut sie 11 zentral- und osteuropäische Länder, über die HVB Group ist sie außerdem in Russland, der Ukraine und im Baltikum vertreten. Das gesamte CEE-Netzwerk der BA-CA / HVB Group verfügt über mehr als 1.000 Geschäftsstellen, rund 18.000 Mitarbeiter betreuen mehr als 4,6 Millionen Kunden. Im vergangenen Jahr erweiterte die BA-CA ihr Osteuropanetz neben der regulären Filialexpansion über Zukäufe in Bulgarien (Hebros Bank) und in Serbien (Eksimbanka). In Rumänien unterzeichnete die BA-CA im Mai 2005 mit der Banca Tiriac einen Vertrag zur Fusion mit der BA-CA Tochter HVB Bank Romania.

 Charts


1)   EU-Mitgliedsländer und EU-Kandidatenländer aus Zentral- und Osteuropa (CEE), zuzüglich Albanien, Mazedonien, Serbien und Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Russland und Ukraine

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt, International Press Relations
Ildiko Füredi-Kolarik, Tel: +43-50505-56102, E-Mail: ildiko.fueredi-kolarik@ba-ca.com
Edith Holzer, Tel: +43-50505-57126, E-Mail: edith.holzer@ba-ca.com