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19.08.2005

BA-CA Konjunkturindikator:
Nach etwas besserem zweiten Quartal, wenig Chance auf
Beschleunigung im dritten Quartal

  • Konsumentenstimmung durch Ölpreis belastet
  • Ölpreis kostet 2005 0,6 Prozentpunkte Wachstum, 2006 0,2 Prozentpunkte
  • Erholung 2006 erst ab Ölpreis von über 100 US-Dollar gefährdet

Der Konjunkturindikator der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) für Juni zeigt mit 1,8 den gleichen Wert wie für den Mai und Juni. "Die konjunkturelle Dynamik zu Beginn des dritten Quartals dürfte ähnlich hoch wie im zweiten Quartal gewesen sein. Dabei war die konjunkturelle Dynamik zu Beginn des dritten Quartals vor allem vom Ausland getragen, während die inländische Nachfrage bedingt durch die gedämpfte Konsumentenstimmung leicht zurückging", so Marianne Kager, Chefvolkswirtin der BA-CA. "Der Konjunkturindikator für den Juli bestätigt derzeit noch nicht die allgemein erwartete Belebung der Inlands-nachfrage in Österreich im zweiten Halbjahr 2005, vielmehr bleibt die Auslandskonjunktur derzeit noch bestimmend", sagt Stefan Bruckbauer von der BA-CA. Die Stimmung der österreichischen Industrie bleibt jedoch, trotz eines leichten Rückgangs, besser als im Euroraum. Dass sich Österreichs Industriestimmung nicht so wie im Euroraum verbessert hat ist nach Meinung der BA-CA Ökonomen auf das bereits im Vorjahr erreichte hohe Output-Niveau zurückzuführen.

"Der Rückgang der Konsumentenstimmung in Österreich folgt dem europäischen Trend", so Marianne Kager. Nach Meinung der Ökonomen der BA-CA ist auch der starke Anstieg des Ölpreises in den letzten Wochen mitverantwortlich für den Stimmungseinbruch bei den Konsumenten. "In Summe kostet der Ölpreisanstieg seit 2005 rund 0,6 Prozentpunkte und 2006 0,2 Prozentpunkte Wachstum in Österreich", so Stefan Bruckbauer. Die Ökonomen der BA-CA gehen dabei von einem Ölpreis von 57 US-Dollar heuer und 66 US-Dollar 2006 aus. Die erwartete Erholung 2006 sehen die Ökonomen jedoch bei diesem Niveau des Ölpreises nicht gefährdet. Die sich belebende Konjunktur im Euroraum, die niedrigen Zinsen aber auch die Tatsache, dass der Anstieg des Ölpreises bereits von einem sehr hohen Niveau aus erfolgt, sind die Gründe dafür.

Nach einem etwas stärkeren Wachstum im zweiten Quartal 2005 von rund 2 Prozent (sowohl gegenüber dem Vorquartal auf Jahresbasis als auch gegenüber dem Vorjahr) rechnen die Ökonomen der BA-CA aufgrund der schwächeren Konsumentenstimmung mit etwas weniger Wachstum im dritten und vierten Quartal. In Summe wird das Wachstum 2005 trotz des guten zweiten Quartals kaum über 1,5 Prozent hinauskommen. Erst 2006 sollte sich das Wachstum wieder beschleunigen, unterstützt von einer stärkeren deutschen Konjunktur, aber auch durch einen stärkeren privaten Konsum. Die BA-CA rechnet mit 2,0 Prozent für 2006. Ein deutlicher Anstieg des Ölpreises über das von der BA-CA erwartete Niveau von knapp unter 70 US-Dollar und eine Enttäuschung bei der deutschen Konjunktur sind nach Meinung der BA-CA Ökonomen die wesentlichsten Risikofaktoren ihrer Prognose.


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt  Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-Mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com

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