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15.04.2005

Asset Management in CEE wächst stärker als in Westeuropa

  • Triebfedern: Steigende Einkommen, private Vorsorge und sinkende Zinsen
  • BA-CA legt mehr als der Markt zu und peilt 2 Milliarden Euro Volumen an
  • Anleger sind risikoaverser und setzen auf Vertrautes

Die betreuten Vermögen in CEE sind in den letzten drei Jahren mit 9 Prozent per anno mehr als doppelt so schnell gewachsen wie in Österreich bzw. im gesamten Euroraum. Das geht aus einer aktuellen Studie der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) hervor, die heute von Marianne Kager, BA-CA Chefökonomin, und Werner Kretschmer, BA-CA Bereichsvorstand für das Asset Management, vorgestellt wurde. Mit Unterstützung durch das starke Wirtschaftswachstum hat sich das Einkommen in den fünf großen EU-Mitgliedsländern aus CEE in den letzten drei Jahren um rund 27 Prozent erhöht. In Österreich stieg das Einkommen im gleichen Zeitraum lediglich um 8 Prozent. „Die Wohlstandsgewinne in Zentral- und Osteuropa haben die Nachfrage nach Vermögensverwaltung enorm angekurbelt. Die Bäume wachsen hier in den Himmel“, hält Werner Kretschmer fest.

Besonders dynamisch sind die betreuten Vermögen in Ungarn und Slowenien mit deutlich über 10 Prozent gewachsen. Neben dem starken Anstieg der Einkommen waren auch das wachsende Interesse an Vorsorge bzw. die Entwicklung der zweiten und dritten Säule des Pensionssystems und die sinkenden Zinsen wesentliche Triebfedern für die zunehmende Bedeutung von Asset Management in der Region. „Innerhalb des betreuten Vermögens sind vor allem Investment- und Pensionsfonds sowie Lebensversicherungen die dynamischen Faktoren“, sagt Marianne Kager. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von 52 Prozent bei Investmentfonds bzw. von 26 Prozent bei Pensionsfonds und Lebensversicherungen stellten diese Länder die Entwicklung im Euroraum (plus 1 bzw. 6 Prozent pro Jahr) in den letzten drei Jahren deutlich in den Schatten.

Mit 74 Prozent Bankeinlagen unterscheidet sich die Struktur der betreuten Vermögen in CEE noch immer deutlich von jenem in Österreich (64 Prozent) und vor allem im Euroraum-Durchschnitt (44 Prozent). Dies ist nach Ansicht von Marianne Kager auch eine Stütze für zukünftiges Wachstum in diesem Bereich. Die zweite Stütze ist das zu erwartende Einkommenswachstum, mit rund 8.000 Euro pro Kopf liegt das Einkommen in CEE erst bei einem Drittel des Euroraum-Durchschnittes. Als dritte Stütze für das Wachstum gilt die Tatsache, dass das Vermögen noch immer auf relativ geringem Niveau im Vergleich zum Einkommen liegt. Während das Volumen des betreuten Vermögens der Haushalte in Österreich mit über 31.000 Euro knapp 109 Prozent des BIP pro Kopf erreicht (im Euroraum sind es 126 Prozent), liegt es in CEE mit 3.500 (gewichtet nach Größe des Landes 2.700 Euro) bei lediglich 42 Prozent des BIP.

Das erwartete Einkommenswachstum von jährlich rund 7 Prozent in den nächsten drei Jahren und die Einschätzung, dass das Vermögen schneller als das Einkommen wachsen wird, geben Anlass zu Optimismus. „Wir erwarten ein Wachstum des betreuten Vermögens von mindestens 10 Prozent in den nächsten drei Jahren“, prognostiziert Marianne Kager. Dabei geht die Ökonomin davon aus, dass der Zuwachs in lokaler Währung in Ungarn mit 12 Prozent am höchsten und in Tschechien mit 7 Prozent am niedrigsten sein wird. In Euro bedeutet dies ein Wachstum von ebenfalls rund 10 Prozent, allerdings liegen hier Polen  und die Slowakei voran. "Im Fondsbereich erwarten wir für den Gesamtmarkt ein jährliches Plus von 14 Prozent", ergänzt Kretschmer. Dabei haben Slowenien und die Slowakei besonders hohen Nachholbedarf.

Asset Management der BA-CA mit sehr erfolgreichem Jahr 2004
Das Asset Management der BA-CA kann dem Trend entsprechend auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2004 zurückblicken. Die Assets under Management in Zentral- und Osteuropa wuchsen mit einem Plus von 60,7 Prozent oder 528 Millionen Euro deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Im Vergleich zum Jahresultimo 2003 haben sich die Assets under Management sogar verdoppelt. Der Anteil aus dieser Region macht damit bereits 7 Prozent der Assets under Management in der BA-CA Gruppe aus.

Ausschlaggebend für diesen Erfolg ist nach Meinung von Werner Kretschmer die enge Zusammenarbeit zwischen der Wiener Zentrale und den lokalen Einheiten. So ist das BA-CA Asset Management in vier Ländern mit eigenen KAGs präsent, in vier weiteren wird über den Direktvertrieb verkauft. Die Produkte werden gemeinsam entwickelt und gemeinsam verkauft. "Aus Erfahrung wissen wir, dass unsere Kunden in CEE risikoarverser sind als die Österreicher", sagt Kretschmer, "Sie investieren lieber in ihrem eigenen Land und in ihren eigenen Währungen." Darum geht die Capital Invest auch mit einem ausgewählten Sortiment von lediglich 8 - 10 Fonds in diese jungen Märkte. Besonders großer Beliebtheit bei den Anlegern in CEE erfreuen sich konservativere Fondsanlagen wie Geldmarkt-, Anleihe- oder Garantieprodukte.

2005 will die BA-CA die Assets under Management in der Region von derzeit 1,6 Milliarden Euro auf rund 2 Milliarden Euro steigern. Dabei wird sie verstärkt auf Best practice- und Gruppenprodukte setzen sowie den institutionellen Vertrieb weiter ausbauen.


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Pressestelle Österreich
Tiemon Kiesenhofer, Tel. 05 05 05 DW 52819
E-Mail: tiemon.kiesenhofer@ba-ca.com