21.09.2005

Studie zeigt:
Österreichs Unternehmen vernachlässigen die Planung

  • Ein Drittel der Unternehmen arbeitet ohne fixen Planungsprozess
  • Kleinbetriebe sind noch schwächere Planer – sie holen diesen Rückstand
    aber durch Steuerberater, Hausbank und Consulter langsam auf
  • Große Mehrheit sieht Planung als sehr wichtig und für Zukunft immer wichtiger an

Jedes dritte Unternehmen (34%) in Österreich mit mehr als 3 Millionen Euro Umsatz arbeitet ohne einen fixen Planungsprozess. Dies zeigt eine Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Brainstudio im Juli 2005 im Auftrag der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) durchgeführt hat. Befragt wurden 500 Geschäftsführer und Finanzverantwortliche von Klein- und Mittelbetrieben sowie Konzernen. Diesem hohen Anteil "planloser" Firmen steht die generelle Haltung der Unternehmen gegenüber, die Planung als sehr wichtig und für die Zukunft immer wichtiger ansehen: Drei Viertel der Befragten (77%) sprechen der Planung eine sehr wichtige Rolle in ihrem Unternehmen zu – und zwei Drittel (64%) sind der Meinung, dass sie für ihr Unternehmen zukünftig noch wichtiger wird. "Zu viele Unternehmen vernachlässigen die Planung", kommentiert Martin Frank, Ressortleiter Unternehmensfinanzierung in der BA-CA, das Ergebnis. "Dabei wissen wir alle: Intuition ist out." Um gegenzusteuern, bietet die BA-CA die Planungssoftware BusinessPlanner und seit einem Jahr den PlanungsWorkshop an.

Vergleich 2004/2005: Planung legte deutlich zu
Gegenüber dem Vorjahr, in dem die BA-CA diese Umfrage ebenfalls in Auftrag gegeben hat, hat die Planung deutlich zugelegt. Sie wird als wichtiger erachtet und auf breiterer Basis praktiziert: So sprachen 2004 sieben von zehn Befragten (70%) der Planung eine sehr wichtige Rolle zu, 2005 waren es bereits 77 Prozent. Besonders bei den bislang planungsschwachen Kleinbetrieben hat sich das Bewusstsein einer guten Planung verstärkt. Wer aus dieser Gruppe plant, lässt dies in 60 Prozent der Fälle den Steuerberater machen. Berater bringen kleinere Unternehmen zwar in die Planung, verhindern aber vielfach, dass in den Unternehmen eine eigene Planungskompetenz entsteht. Um den Zugang zu erleichtern, hat die BA-CA ihren PlanungsWorkshop, der beim Firmenkunden stattfindet und seine Daten verwendet, im vergangenen Jahr bereits rund 200 Mal abgehalten.

Ziele der Unternehmen: Bessere Finanzstruktur wichtiger denn je
Auf die Frage, welche Bereiche der Planung wichtig seien, wurden in erster Linie Kostenplanung, Umsatzplanung und Finanzplanung genannt. Weitere Ergebnisse: 68 Prozent der Unternehmen führt einen monatlichen Vergleich ihrer Budgetzahlen mit den Ist-Daten aus der Buchhaltung durch. Umgekehrt weiß also fast ein Drittel über Monate nicht, ob man im Plan liegt. Zu ihren Zielen für die kommenden zwei Jahre befragt, nannten die Firmen klassische Vorhaben wie höherer Gewinn (89%) und Umsatz (85%). Gleich an zweiter Stelle folgten Absichten aus dem Umfeld von Basel II, und hier besonders die Verbesserung der Finanzstruktur (2005: 69%, 2004 waren es noch 62%). Auf die Frage, welcher Bank man die höchste Kompetenz bei Unternehmensplanung respektive bei Unternehmensfinanzierung zuschreibt, fällt das Ergebnis eindeutig aus: Jeweils 23 Prozent sehen sie bei der BA-CA, die deutlich vor der zweitplatzierten Bank liegt.

50.000 Betriebsnachfolgen wollen geplant sein
"Planung wird ganz entscheidend wichtiger - gerade in der neuen Welt der Unternehmensfinanzierung", so Frank. "Wer plant, verbessert sein Rating und senkt die Kreditkosten." Denn durch Finanzplanung managen die Betriebe ihre Liquidität und stärken ihre Selbstfinanzierungskraft. In weiterer Folge sind sie in der Lage, kapitalmarktnahe Alternativen zum Kredit heranzuziehen. Auch im Vorfeld der 50.000 anstehenden Betriebsnachfolgen wäre Planung sehr wichtig. "Nachfolger kaufen keine alten Bilanzen, sondern die Geldflüsse von morgen. Eine plausible Planung kann also zu einem guten Verkaufsargument werden", so Frank. Er nennt als Erfolgsfaktoren der Unternehmen ein aktives Bonitätsmanagement, eine transparente Haltung gegenüber den Finanzierungs-partnern und eine fundierte Finanzplanung.

200 PlanungsWorkshop der BA-CA: Ziele in Zahlen gießen
Mit jährlich 2.000 RatingBeratungen, bis dato rund 200 PlanungsWorkshops und der Finanzplanungssoftware BusinessPlanner bietet der Firmenkunden-Ansatz "Integrated Corporate Finance (ICF)" der BA-CA alle Instrumente, um eine aktive Steuerung der Bonität, Transparenz und Planung zu erreichen. Der PlanungsWorkshop ist dabei ein eintägiges Seminar, das Experten der BA-CA gemeinsam mit dem Kunden abhalten und an dessen Ende eine integrierte Planung aus Erfolgsrechnung, Bilanz und Finanzplan steht. Der PlanungsWorkshop setzt auf der Finanzplanungssoftware BusinessPlanner auf, die die BA-CA ihren Firmenkunden als einzige Bank im deutschsprachigen Raum anbieten kann. Ein solcher Tag kostet 980 Euro. Nach dem PlanungsWorkshop kann der Kunde seine integrierte Planung für die Steuerung des Unternehmens einsetzen.

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Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt
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Christian Kontny, Tel. +43 (0)50505 DW 52483
E-Mail: christian.kontny@ba-ca.com