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23.03.2010

UrlaubsEuro Frühling 2010:
"UrlaubsEuro" vor allem in Übersee weniger wert als vor einem Jahr

  • Kaum ein Land günstiger, viele Destinationen deutlich teurer
  • Trotz Verteuerung Ungarn, Türkei und Kroatien weiterhin günstig
  • Südafrika aber auch Südamerika deutlich teurer als vor einem Jahr

"Vor allem in Ferndestinationen hat der Wert des UrlaubsEuro gegenüber dem Vorjahr deutlich abgenommen", fasst Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der Bank Austria, die aktuellste Berechnung des UrlaubsEuros zusammen. Verantwortlich dafür ist eine zum Teil deutliche Aufwertung vieler Währungen seit dem Frühjahr 2009. Im Frühjahr 2009 mussten viele Länder aufgrund der Unsicherheit im Gefolge der Finanzkrise große Abwertungen hinnehmen. Dies erhöhte den Wert des UrlaubsEuro in diesen Ländern deutlich. Da jedoch inzwischen wieder eine Beruhigung einkehrte, hat sich der Wechselkurs vieler Währungen gegenüber dem Euro wieder verbessert. "Die deutliche Stabilisierung des Wechselkurses vieler Länder nach der Krise und die gleichzeitig eingetretene leichte Abwertung des Euro haben den Wert des UrlaubsEuros in vielen Ländern im Vergleich zum Frühjahr 2009 deutlich geschwächt", erklärt Bruckbauer den Rückgang der Kaufkraft im Ausland. Insgesamt ging der Wert des UrlaubsEuro der Österreicher im Ausland gewichtet nach Beliebtheit zwar nur um 3 Prozent zurück, in den Überseedestinationen fiel er jedoch durchschnittlich um 8 Prozent.

Aber auch unter einigen der Top-Urlaubsdestinationen der Österreicher hat sich im Vergleich zum Frühjahr 2009 der Wert des UrlaubsEuro deutlich abgeschwächt. "Unter den Top10 Urlaubländern der Österreicher hat sich der Wert des UrlaubsEuro vor allem in der Türkei (-15 Prozent) und in Ungarn (-22 Prozent) im Vorjahresvergleich deutlicher reduziert", meint Bruckbauer. Damit sind zwar Ungarn und die Türkei weiterhin unter den Top10 die günstigsten, ihr Abstand hat sich jedoch erkennbar verringert. In diesen beiden Urlaubsländern dürfte der Wert des UrlaubsEuro heuer damit kaum viel höher sein als in Kroatien. Weiterhin mehr Wert als zuhause ist der UrlaubsEuro, trotz Euroabschwächung in den letzten Monaten in den USA und im Vereinigten Königreich. Unverändert etwa gleich viel wert wie zuhause ist der UrlaubsEuro in Italien und Deutschland.

Gestiegen ist der Wert des UrlaubsEuro in kaum einem Land, lediglich in Irland profitiert man im Vorjahresvergleich von fallenden Preisen, allerdings ist der UrlaubsEuro in Irland weiterhin deutlich weniger Wert als in Österreich. Etwas höher ist auch der Wert des UrlaubsEuro in Hongkong und China, allerdings lediglich um rund 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In vielen Ferndestinationen hat der UrlaubsEuro im Jahresvergleich deutlich an Wert verloren, wobei der Rückgang des UrlaubsEuro im Land der Fußballweltmeisterschaft Südafrika mit rund 37 Prozent besonders stark ausfiel. Dies ist zum einen auf eine deutliche Aufwertung, aber auch auf die weiterhin sehr hohe Preissteigerung zurückzuführen. Aber auch in Neuseeland und Australien hat sich der Wert des UrlaubsEuro gegenüber dem Frühjahr 2009 um 30 Prozent und mehr verringert. Auch in Süd- und Mittelamerika fiel der Wert des UrlaubsEuro im Jahresvergleich deutlich, vor allem in Brasilien. Etwas weniger stark fiel der Rückgang des UrlaubsEuro in Asien aus.

Abschließend weisen die Ökonomen der Bank Austria darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Das Preisniveau bezieht sich auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern, einzelne Produkte (speziell für Touristen) können davon deutlich abweichen. Daher wurde auch für die Ferndestinationen kein Wert, sondern nur dessen Veränderung angegeben. Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern soviel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Würde Österreichs Preisniveau niedriger liegen, wäre auch das Einkommensniveau geringer - wir könnten uns Urlaube oft gar nicht leisten.

Rückfragen: Bank Austria  Economics and Market Analysis
 Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
 e-mail: stefan.bruckbauer@unicreditgroup.at

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