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10.12.2010

UniCredit Private Banking Asset Allocation & Ausblick 1. Quartal 2011: Etwas mehr Risiko im Portfolio ist möglich

  • Aktien werden im Moment  "neutral" gesehen, Unternehmensanleihen auf "übergewichten" gesetzt
  • Niedrige Zinsen bis weit ins Jahr 2011 erwartet, Inflation ist derzeit kein Thema
  • Eine neuerliche Rezession wird nicht erwartet

Auf das Krisenjahr 2008 folgte 2009 eine sensationelle Erholung an den Aktienmärkten. Das Urteil über 2010 fällt schon differenzierter aus. Die Krise der europäischen Peripheriestaaten und erste Zinsschritte in Asien sorgten für einige Verunsicherung und ließen heuer kein generell freundliches Börsenjahr mehr zu. Dennoch bleiben die Voraussetzungen für risikoreiche Anlageklassen grundsätzlich günstig: Die Zinsen sind tief und sollten das auch noch weit in das kommende Jahr hinein bleiben. Inflation ist derzeit kein Thema, und wir erwarten auch kein neuerliches Abgleiten in eine Rezession, sehr wohl aber eine gewisse konjunkturelle Abkühlung. Damit sind wir risikoreichen Anlageformen gegenüber durchaus positiv gestimmt. Aktien sehen wir derzeit neutral, Unternehmensanleihen haben wir auf "übergewichten" gesetzt.

Aktien: Neutral! Da die Bewertungen an den entwickelten Märkten nicht überzogen sind, halten wir selbst bei verhaltenen Wachstumsaussichten eine neutrale Gewichtung von Aktien für gerechtfertigt. Wir sind in den USA übergewichtet, da der Markt breit diversifiziert und defensiv ist. Außerdem weist der S&P 500 stärkere Wachstumsraten als die US-Wirtschaft insgesamt auf, da im S&P die Verflechtung mit dem Ausland eine stärkere Rolle spielt. Außerdem sind wir in den Emerging Markets übergewichtet, wo wir ein langfristiges Engagement für sinnvoll halten. Wir sind in Europa neutral gewichtet; dort herrschen derzeit zwar die attraktivsten Bewertungen, dennoch könnten europäische Aktien durch die Budgetkrise unter Druck kommen. Japan halten wir vom Risiko/Ertrags-Verhältnis für am wenigsten attraktiv. Die Binnennachfrage ist weiterhin schwach, während der aufwertende Yen die Exportindustrie belastet.

Anleihen: Wir erwarten, dass die Renditen auf Staatsanleihen langsam zu steigen beginnen. Die quantitativen Lockerungsmaßnahmen der Notenbanken wurden von den US-Treasuries und den deutschen Bundesanleihen weitgehend vorweggenommen, in beiden Fällen ist nur mehr begrenzte Kursphantasie nach oben vorhanden.

Unsere positive Sicht der Emerging Markets Anleihen ist struktureller Natur. Solange in der entwickelten Welt die Zinsen tief sind, und quantitative Lockerungsmaßnahmen gesetzt werden, wird weiter Geld in diese Anlageklasse fließen. Unternehmensanleihen profitieren unserer Meinung nach auch von der Tatsache, dass sich die Qualität der Schuldner langsam verbessert. Wir haben Unternehmensanleihen daher auf "übergewichten" gesetzt.

Rückfragen: Mag. Monika Rosen, Chefanalystin im UniCredit Private Banking
Tel. (0) 50505 – 40104;
E-Mail: monika.rosen@unicreditgroup.at

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