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29.04.2010

Bank Austria EinkaufsManagerIndex im April:
Österreichs Industrie fährt mit Höchstgeschwindigkeit aus der Krise

• Bank Austria EinkaufsManagerIndex springt im April auf Allzeithoch
• Produktionsplus erreicht Rekordwert und ermöglicht Trendwende bei der Beschäftigung
• Ungünstige Preistrends werden zunehmend zum Risikofaktor der Konjunkturerholung
• Gegenbewegung aus der Krise macht Industrie 2010 zum bestimmenden Wachstumsträger der österreichischen Wirtschaft

Die globale Erholung hat die heimische Industrie nun voll und ganz erfasst. „Das Rekordwachstum der Auftragseingänge erhöht die Auftragspolster deutlich, die Produktionsleistung nimmt folglich rapide zu. Erstmals seit Beginn der Krise entstehen in der österreichischen Industrie wieder neue Jobs. Der starke Anstieg der Einkaufspreise belastet, doch die positiven Signale überwiegen deutlich und lassen die Erholung der österreichischen Industrie mit höchstem Tempo voranschreiten“, fasst der Chefvolkswirt der Bank Austria Stefan Bruckbauer die wichtigsten Ergebnisse der jüngsten Umfrage unter österreichischen Unternehmern der verarbeitenden Industrie zusammen.

Die von den heimischen Industriebetrieben wieder als allgemein günstig empfundene Geschäftslage spiegelt sich deutlich im Anstieg des Bank Austria EinkaufsManagerIndex im April wider. „Der aktuelle Bank Austria EinkaufsManagerIndex hat mit 60,3 Punkten einen neuen Rekordwert erreicht. Seit dem Jahreswechsel hat die österreichische Industrie deutlich an Fahrt zulegen können und vollzieht nun eine so starke Aufwärtsbewegung, wie sie noch nie seit Beginn der Berechnung des Indikators vor zwölf Jahren spürbar war“, meint Bruckbauer. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass viele Branchen erhebliche Einbußen im Zuge der vorangegangenen globalen Wirtschaftskrise erlitten haben, was für die aktuelle Stärke der laufenden Gegen¬bewegung mitbestimmend ist.

Mit einem Rekordanstieg der Produktionsleistung enteilt die österreichische Industrie derzeit mit großen Schritten der Krise. Ausschlaggebend dafür ist die massive Verbesserung der Auftragslage. Die Nachfrage aus dem Ausland, insbesondere von außerhalb Europas, legte im April mit neuer Rekordrate zu. Damit übertraf der Anstieg des gesamten Neugeschäfts das bisherige Umfragehoch aus dem Jahr 2006 sogar deutlich. Der dynamischen Entwicklung der Neubestellungen folgte eine deutliche Zunahme der Auftragspolster. „Angesichts des Booms an Neuaufträgen und der rasant steigenden Auftragsbestände gerieten die heimischen Industriebetriebe unter starken Kapazitätsdruck. Erstmals seit zwei Jahren hat der Sektor daher wieder neue Mitarbeiter eingestellt“, meint Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl. Knapp ein halbes Jahr nachdem die heimische Industrie den Tiefpunkt überwunden hat, kündigt sich mit einem sogar relativ starken Anstieg der Beschäftigung im April nun auch die Trendwende am sektoralen Arbeitsmarkt an. Die heimischen Industrieunternehmer beginnen zunehmend die laufende Erholung als nachhaltig einstufen.

Der Wermutstropfen in der aktuellen Umfrage sind die derzeitigen Preistrends, denen die heimischen Industriebetriebe gegenüberstehen. Der Anstieg der Einkaufspreise beschleunigte sich im April rasant. „Angesichts der stark steigenden Nachfrage haben sich Vormaterialien, wie Stahl, Kunststoffe, Papier und Zellstoff erheblich verteuert. Zwar konnte eine deutliche Anhebung der Verkaufspreise durchgesetzt werden, der Anstieg fiel jedoch erheblich schwächer aus als der Kostenanstieg“, meint Pudschedl. Die seit zehn Monaten laufende Verschlechterung der Preisrelationen für die österreichische Industrie hält weiter an und wird zunehmend zu einem Risikofaktor für eine robuste Fortsetzung der Konjunkturerholung.

Abgesehen von dieser Belastung zeigt die aktuelle Umfrage unter den heimischen Industriebetrieben immer mehr Signale, die nicht nur für eine dynamische sondern auch für eine nachhaltige  Aufwärtsentwicklung in der Industrie sprechen. Dazu zählen die Lagertrends. So beginnen die Unternehmer die Vormateriallager wieder aufzubauen um für die starke Nachfrage besser gerüstet zu sein. Die Bestände an Fertigwaren gehen dagegen weiter zurück, weil der Markt mit den derzeitigen Kapazitäten nicht bedient werden kann. Auch das nun schon seit einem Jahr günstige Verhältnis zwischen dem Index für das Neugeschäft und jenem für die Lagerbestände, das sich stets als guter Indikator für die zukünftige Industriekonjunktur erwiesen hat, spricht für einen anhaltenden Aufwärtstrend. „Die vielen positiven Detailergebnisse des aktuellen Bank Austria EinkaufsManagerIndex lassen erwarten, dass die heimische Industrie im laufenden Jahr einen ungebrochenen Wachstumspfad beschreiten und um zumindest 4 Prozent real zulegen können wird. Damit wird die Industrie 2010 der maßgebliche Wachstumstreiber der heimischen Wirtschaft sein“, erwartet Bruckbauer.

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von Markit Economics durchgeführt wird.

 Tabellen (PDF; 68 KB)

Rückfragen: Bank Austria Economics & Market Analysis Austria
 Walter Pudschedl, Tel. 05 05 05 DW 41957;
 E-Mail: walter.pudschedl@unicreditgroup.at

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