22.10.2010

"Vom Klischee zur Wirklichkeit" – wie vermögende Menschen in Österreich ticken

  • Vermögende Kunden von Bank Austria Private Banking und Schoellerbank gewähren einen Blick hinter die Kulissen ihrer Lebenswelt
  • Stereotyp des "Reichen" deckt sich nicht mit der Realität: mehrheitlich bescheidener Lebensstil, zurückhaltender Umgang mit Geld und ausgeprägte soziale Verantwortung
  • Zwei Gruppen von Millionären in Österreich: traditionell-bodenständige und etabliert-dynamische Millionäre
  • Durch die Finanzkrise gewinnen frühzeitige Information, persönliche Beratung sowie Transparenz und Verständlichkeit von Veranlagungsstrategien weiter an Bedeutung
  • Wealth Society Report 2010 bestätigt Beratungsansatz des UniCredit Private Banking

Mit dem neuen Wealth Society Report 2010 "Vom Klischee zur Wirklichkeit" stellt UniCredit Private Banking eine qualitative Untersuchung über vermögende Menschen in Österreich, Deutschland, Italien und Polen vor. Dabei handelt es sich um die erste länderübergreifende, soziologische Studie, die Werte, Träume, Ambitionen und Erwartungen vermögender Menschen detailliert und umfassend analysiert.

Die Konzeption und Durchführung der Studie erfolgte durch vier große Forschungsinstitute, die die Ergebnisse aus den länderspezifischen Tiefeninterviews ausgewertet und strukturiert haben. Die Erkenntnisse des Wealth Society Reports fließen direkt in die Beratungsphilosophie und Strategie von UniCredit Private Banking ein.

"Die Studie hilft uns, regionen- und marktübergreifend mehr über unsere Zielgruppe zu erfahren und sie besser zu verstehen – nicht nur als Kunden, sondern auch als Menschen. Wir möchten Trends aufspüren, auf veränderte Kundenbedürfnisse reagieren und unsere Dienstleistungen kontinuierlich optimieren", erklärt Andreas Wölfer, Head of UniCredit Private Banking. "Die Studie bestätigt, dass wir mit unserem kundenorientierten Beratungsansatz auf Basis unseres Leistungsversprechens 'Kompetenz, die Klarheit schafft' auf dem richtigen Weg sind."

In Österreich wurden 35 Menschen mit größerem Vermögen – Kunden des Bank Austria Private Banking und der Schoellerbank – für diese Studie in langen und strukturierten Interviews zu Lebensstil, Werten, Sorgen, Freizeitverhalten, Mediennutzung und Einstellung zu Banken befragt. Durchgeführt wurde die Studie in Österreich vom Institut Sensor unter der Leitung von Beatrix Brauner. 

Starke Individualisten
Das wichtigste Ergebnis vorab – quer über alle untersuchten Märkte hinweg: Menschen mit Vermögen entsprechen keinem Stereotyp. Sie sind starke Individualisten. Die Mitglieder im Club der Millionäre haben vor allem eines gemeinsam: Vermögende Österreicher leben vornehmlich sehr bescheiden, gehen tendenziell zurückhaltend und sehr überlegt mit ihrem Geld um und nehmen ihre soziale Verantwortung wahr. Reine Statussymbole sind überwiegend negativ besetzt.

Die Mehrheit der befragten Millionäre ist stolz darauf Österreicher zu sein und ist proeuropäisch eingestellt. Das vereinigte Europa wird überwiegend als Chance, wirtschaftlich bestehen zu können, als Friedensprojekt oder als Korrektiv zur heimischen Politik gesehen. Die Erhaltung des sozialen Friedens und ein solidarischer Ausgleich in der Gesellschaft ist den wohlhabenden Menschen ein wichtiges Anliegen.

Die Mehrheit der Millionäre vertritt die Ansicht, dass vermögende Schichten etwas zur Bewältigung der Wirtschaftskrise beitragen werden müssen. Österreichs Millionäre sind offen für einen solidarischen Beitrag unter der Voraussetzung, dass auch staatliche Einsparungen realisiert werden. Da die Leistungsträger in Österreich schon heute sehr hoch besteuert werden, werden zusätzliche Belastungen nur in einem gewissen Rahmen akzeptiert. Eine Substanzbesteuerung wie etwa Vermögenssteuern werden deutlich abgelehnt.

Die Typologie des Erfolgs
Aus der Systematisierung der Antworten in Bezug auf Werte, Lebensstil, Wünsche, soziales Engagement oder das Verhältnis zu Vermögen und Banken konnten zwei grundsätzlich unterschiedliche Gruppen herausgefiltert werden: traditionell-bodenständige Millionäre oder etabliert-dynamische Millionäre. Für Millionäre, die aus einer sehr traditionellen Wertewelt kommen, zählen vor allem Werte, die mit Tradition, Sicherheit, Stabilität, Sparsamkeit und dem Erhalt des Erreichten zu tun haben. Ererbtes oder geschaffenes Vermögen wird bewahrt. Bei den etabliert-dynamischen Millionären steht hohe Leistungsbereitschaft, auch nach außen sichtbar gemachter Erfolg, die Offenheit für Neues und die Weiterentwicklung des Erreichten durch Innovation im Vordergrund. Der Umgang mit Geld ist dynamischer. Grundlage dieser Systematisierung in Österreich sind die sozialwissenschaftlichen Sinus-Milieus.

Innerhalb dieser beiden Gruppen kristallisieren sich je vier unterschiedliche Charaktere heraus. Es sind dies bei der Gruppe der traditionell-bodenständigen Millionäre folgende Typologien: der konventionelle Millionär (der Macher), die lokalpatriotische Elite (der Patriot), der versteckte Millionär (der Sparsame) und der konservative Millionär (der humanistisch orientierte Großbürger). Bei den etabliert-dynamischen Millionären lassen sich die statusorientierten Vermögenden, neue Vermögende, hedonistische/unkonventionelle Reiche und etablierte Millionäre unterscheiden.

Rückschlüsse für das UniCredit Private Banking in Österreich
Weiters zeigt die Studie, dass das Vertrauen in Banken durch die Finanzkrise generell gelitten hat, dem persönlichen Berater jedoch nach wie vor großes Vertrauen entgegengebracht wird. Wenn es um die Zufriedenheit der anspruchsvollen Klientel mit ihrer Bank geht, sind der persönliche Kontakt und die intensive, vertrauensvolle Beratung essenziell. Das UniCredit Private Banking in Österreich wird diesem Trend gerecht. Ausgangspunkt für die Beratung ist eine professionelle Bedürfnisanalyse und der Kundenberater ist aktiver Informationsmanager. Gleichzeitig wird, um eine qualitativ hochwertige Beratung sicherstellen zu können, die Anzahl der Kunden je Berater begrenzt.

Ein weiteres Key Finding der Studie für das UniCredit Private Banking in Österreich: Österreichs Millionäre setzen auf Eigenverantwortlichkeit und verfügen über ein gutes Know-how bei Finanzgeschäften. Mit der in diesem Jahr eingeführten Dienstleistung "Private Portfolio Premium", die auf dem Prinzip einer Vermögensverwaltung beruht, wird dieser Erwartung voll entsprochen: Bei jeder vorgesehenen Umschichtung wird der Kunde mit einbezogen und hat die Möglichkeit, sein persönliches "Finetuning" vorzunehmen.

Sicherheit zählt mehr als Rendite – ein weiteres wesentliches Key Finding der Studie: Das UniCredit Private Banking in Österreich ist in ein multinationales Private Banking eingebunden, verfolgt seit Jahren ein nachhaltiges Konzept und eine bewährte Anlagestrategie. Als erste Bank wurde von UniCredit Private Banking ein professionelles Risikomanagement eingeführt, bei dem Portfolio Qualitäts Analysten die Risken und Qualität jedes einzelnen Kundenportfolios permanent analysieren.

"Die Nähe zum Kunden ist zentral für das UniCredit Private Banking in Österreich. Unsere Private Banking Berater fungieren als aktive Informations-Manager, die unseren Kunden neben aktuellen Infos bei Marktveränderungen monatlich einen detaillierten Überblick über die Marktentwicklung und daraus resultierende Strategieempfehlungen geben. Der Wealth Society Report 2010 ist eine Bestätigung unseres bisherigen Weges und ist für das Management eine klare Aufforderung, das UniCredit Private Banking Modell konsequent umzusetzen", fasst Jürgen Danzmayr, Vorstand Bank Austria, Private Banking zusammen.

Die beiden Marken Bank Austria Private Banking und Schoellerbank repräsentieren das UniCredit Private Banking in Österreich. In der UniCredit Division Private Banking Österreich werden von 552 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 20.800 Kunden mit einem Volumen von 16,5 Milliarden Euro betreut. Das UniCredit Private Banking Österreich verfügt über ein dichtes Filialnetz und ist mit 19 Prozent Marktanteil Österreichs Nummer 1 im Private Banking.

Informationen Wealth Society Report 2010, Österreich:
Unter den Interviewten waren 23 Personen aus Wien, zwölf aus den Bundesländern Steiermark, Salzburg und Oberösterreich. Den Fragen stellten sich 28 Männer und sieben Frauen. 20 der Interviewpartnerinnen und -partner verfügen über ein Vermögen von einer bis fünf Millionen Euro, sieben besitzen fünf bis zehn Millionen Euro und acht Gesprächspartner haben ein Vermögen von über zehn Millionen Euro. Befragt wurden Menschen im Alter von 40 bis 80 Jahren im Zeitraum Mai bis Juni 2010.

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
 Martin Kammerer, Tel. +43 (0) 50505 - 52803
 E-Mail: martin.kammerer@unicreditgroup.at

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