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10.11.2010

Ergebnis in den ersten neun Monaten 2010:
Bank Austria: 761 Millionen Euro Nettogewinn nach neun Monaten

  • Mit 450 Millionen Euro bestes Quartalsergebnis vor Steuern seit Anfang 2009
  • Provisionsüberschuss nach neun Monaten deutlich über Vorjahr, aber aufgrund des allgemein niedrigen Zinsniveaus schwächeres Zinsergebnis als im außergewöhnlich guten Vorjahr, obwohl die Zinserträge im Quartalsvergleich einen steigenden Trend aufweisen
  • Kreditrisikoaufwand sinkt in Österreich und Zentral- und Osteuropa (CEE) weiter und liegt mit 1,3 Milliarden Euro um 19 Prozent unter dem Vorjahr 
  • Konzernperiodenüberschuss ohne Fremdanteile mit 761 Millionen Euro trotz steigendem Trends aufgrund der Firmenwertabschreibung und niedrigerem Zinsergebnis unter Vorjahr
  • Eigenkapitalausstattung mit 17,9 Milliarden Euro um fast ein Viertel gegenüber Jahresultimo 2009 verbessert
  • Tier-1 Quote (bezogen auf alle Risiken) seit Jahresbeginn auf 9,95 Prozent erhöht

Bank Austria Vorstandsvorsitzender Willibald Cernko: "Auch nach drei Quartalen können wir über die Performance des operativen Kundengeschäfts positive Bilanz ziehen. Im dritten Quartal dieses Jahres konnten wir das beste Ergebnis vor Steuern der letzten eineinhalb Jahre erzielen, wiewohl wir nach wir vor noch nicht wieder auf Vorkrisenniveau angelangt sind. Auch sehen wir in den einzelnen Ländern, die wir verantworten, sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten der Erholung: So zeigen die am CEE-Ergebnis anteilsmäßig größten Länder, Türkei und Russland, bereits wieder die höchsten Zuwächse. Für die neuen Eigenkapitalvorschriften (Basel III) sind wir aufgrund unserer hervorragenden Eigenkapitalausstattung gut aufgestellt. Wir sehen hier keinen Handlungsbedarf.

Die Mehrfachbelastung aus Basel III, der neuen Einlagensicherung sowie der österreichischen und ungarischen Bankensteuer sehe ich hingegen unverändert kritisch – nicht so sehr für unser Haus, denn die Bank Austria ist eine kerngesunde und grundsolide Bank. Aber es kann leicht zu einer Überlastung des gesamten Bankensystems zum Nachteil der Wirtschaft kommen."

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Der Zinsüberschuss konnte gegenüber den Vorquartalen abermals zulegen und beläuft sich kumuliert über die ersten neun Monate des Jahres auf 3.513 Millionen Euro. Der Rückgang um 6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode stammt zum überwiegenden Teil aus dem schwächeren Zinsergebnis im internationalen Finanzmarkthandel und im Treasury (1-9 2009: 3.743 Millionen Euro).

Der Provisionsüberschuss konnte von Jänner bis September im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 1.480 Millionen Euro gesteigert werden. Dies ist auf die Belebung des Wertpapiergeschäfts im Verlauf dieses Jahres zurückzuführen, wiewohl dieses noch immer nicht das Vorkrisenniveau erreicht hat.

Das Handelsergebnis lag nach neun Monaten mit 277 Millionen Euro deutlich (17 Prozent) über dem Ergebnis der Vorjahresperiode (1-9 2009: 237 Millionen Euro). 

Im Vergleich mit dem Vorjahresquartal konnten die Betriebserträge um 7 Prozent zulegen, während sie im Periodenvergleich der ersten neun Monate mit 5.406 Millionen mit 2 Prozent knapp unter dem Vorjahr lagen (1-9 2009: 5.506 Millionen Euro).

Die Betriebsaufwendungen stiegen gegenüber der entsprechenden Periode des Vorjahres mit 3 Prozent auf 2.782 Millionen Euro nur gering an (1-9 2009: 2.693 Millionen Euro). Der leichte Anstieg der Cost/Income-Ratio um 2,6 Prozentpunkte auf 51,5 Prozent spiegelt vor allem den niedrigeren Zinsüberschuss im Nenner der Kennzahl wider.

Das Betriebsergebnis des dritten Quartals lag um 10 Prozent über dem Vorjahreswert. Kumuliert über die ersten neun Monate fiel es mit 2.623 Millionen Euro um 7 Prozent niedriger aus als im Vorjahr (1-9 2009: 2.813 Millionen Euro).

Der Aufwand für das Kreditrisiko konnte im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich auf 1.314 Millionen Euro, also um 19 Prozent, reduziert werden (1-9 2009: 1.612 Millionen Euro). Die Reduktion erfolgte sowohl im österreichischen Geschäft, wo der Kreditrisikoaufwand im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um 23 Prozent auf 302 Millionen Euro fiel, als auch in Zentral- und Osteuropa, wo die Risikokosten um 17 Prozent auf 1.010 Millionen Euro reduziert werden konnten. Rund 47 Prozent des Kreditrisikoaufwands in CEE entfallen auf Kasachstan und die Ukraine, wo allerdings im Quartalsverlauf die Risikovorsorgen rückläufig sind. In den zwei großen Ländern Türkei und Russland konnten die Risikokosten deutlich gesenkt werden.    

Unter den übrigen nicht-operativen Positionen zwischen Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern fällt in den ersten neun Monaten 2010 insbesondere die im zweiten Quartal erfolgte Firmenwertabschreibung in der Höhe von 162 Millionen Euro für die Beteiligung in Kasachstan ins Gewicht. Das Finanzanlageergebnis war mit 61 Millionen Euro gegenüber 79 Millionen Euro im Vorjahr etwas niedriger, weil die Erfolgsbeteiligung der Bank Austria an der polnischen UniCredit-Tochterbank, die im Vorjahr noch 74 Millionen Euro gebracht hatte, Ende 2009 vertragsgemäß ausgelaufen ist.

Obwohl im dritten Quartal dieses Jahres mit 450 Millionen Euro das beste Ergebnis vor Steuern seit dem ersten Quartal 2009 erzielt werden konnte, verhinderten die oben beschriebenen Sondereffekte eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern der ersten neun Monate liegt mit 1.094 Millionen Euro um 11 Prozent unter dem Vorjahr (1-9 2009: 1.224 Millionen Euro).

Nach Abzug der Anteile im Fremdbesitz betrug der Konzernperiodenüberschuss (Anteile im Besitz der Eigentümer der Bank Austria) der ersten neun Monate dieses Jahres 761 Millionen Euro (1-9 2009: 972 Millionen Euro).

Aus diesem Ergebnis errechnen sich folgende Finanzkennzahlen:

  • Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern beträgt 8,7 Prozent (1-9 2009: 11,5 Prozent).
  • Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern ohne Minderheitsanteile beträgt 6,2 Prozent (1-9 2009: 9,6 Prozent).
  • Die Cost/Income-Ratio stieg leicht auf 51,5 Prozent (1-9 2009: 48,9 Prozent).
  • Die Risk/Earnings-Ratio (Kreditrisiko in Prozent des Zinsüberschusses) ist deutlich auf 37,4 Prozent gesunken (1-9 2009: 43,1 Prozent). 
  • Die Kernkapitalquote (Tier 1-Quote, bezogen auf alle Risiken) verbesserte sich auf 9,95 Prozent (8,68 Prozent zum Jahresultimo 2009).
  • Die Kernkapitalquote Core Tier 1 (Kernkapital ohne Hybridkapital) erhöhte sich auf 9,63 Prozent (8,33 Prozent zum Jahresultimo 2009).

Die Divisionen im Detail
Die Bank Austria weist ihr Ergebnis in vier Divisionen aus: Family & SME Banking, Private Banking, Corporate & Investment Banking (CIB) und CEE Banking. Dazu kommt das Corporate Center.

Die Division Family & SME Banking hat in den ersten neun Monaten des Jahres das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 42 Millionen Euro gesteigert (1-9 2009: 33 Millionen Euro). Ausschlaggebend dafür waren das wieder anziehende Wertpapiergeschäft, striktes Kostenmanagement und der Rückgang bei den Kreditrisikovorsorgen. Die Cost/Income-Ratio stieg leicht auf 74,8 Prozent (1-9 2009: 73,3 Prozent).

Die Division Private Banking erzielte nach drei Quartalen ein Ergebnis vor Steuern von 27 Millionen Euro (1-9 2009: 34 Millionen Euro), was insbesondere auf die niedrigeren Zinserträge zurückzuführen ist. Die Cost/Income-Ratio betrug 72,9 Prozent (1-9 2009: 67,6 Prozent).

Die Division Corporate & Investment Banking (CIB) konnte den positiven Trend der beiden Vorquartale auch im dritten Quartal fortsetzen und war in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit einem Ergebnis vor Steuern von 552 Millionen Euro maßgeblich für den Erfolg der Gruppe verantwortlich (1-9 2009: 674 Millionen Euro). Verglichen mit dem Vorjahr waren zwar die operativen Erträge auf Grund des außergewöhnlich guten Ergebnisses der UniCredit CAIB AG im ersten Quartal 2009 rückläufig, allerdings konnten die Aufwendungen konstant und die Risikovorsorgen im Zeitabstand deutlich reduziert werden. Die CIB Division erzielte eine gute Cost/Income-Ratio von 32,7 Prozent (1-9 2009: 26,8 Prozent).

Die Division CEE verbesserte in den ersten neun Monaten dieses Jahres ihr Ergebnis vor Steuern um 4,4 Prozent auf 863 Millionen Euro (1-9 2009: 827 Millionen Euro) und leistete damit abermals einen substanziellen Beitrag zum Gesamtergebnis der Gruppe. Der Anstieg ist unter anderem auf den Rückgang der Kreditrisikovorsorgen zurückzuführen. Die Cost/Income-Ratio stieg leicht auf 45,6 Prozent, womit die Kostenintensität weiterhin unterdurchschnittlich bleibt (1-9 2009: 41,2 Prozent).

Getragen wurde die Entwicklung von Juli bis September insbesondere von einer verbesserten Zinsspanne, die zu einem stetigen Anstieg des Nettozinsertrages führte. Auf diese Weise konnte der vorübergehende Einbruch des 1. Halbjahres 2010 wettgemacht werden, als für CEE hohe Risikoprämien zu zahlen waren. Gleichzeitig gab es beim Kreditrisiko trotz großer regionaler Unterschiede eine Wende zum Besseren. Die diesbezüglichen Rückstellungen wurden im dritten Quartal mit 319 Millionen Euro deutlich geringer dotiert als noch im Vorquartal. In der Türkei konnten historische Wertberichtigungen durch die wieder aufgenommene Bedienung von Problemkrediten per saldo aufgelöst werden, entspannt hat sich die Situation auch in Russland.

Die Bank Austria ist die Subholding der UniCredit für Zentral- und Osteuropa. Mit rund 52.000 MitarbeiterInnen und mehr als 2.700 Geschäftsstellen nimmt ihr Bankennetzwerk eine führende Stellung in dieser Region ein.

Die Bilanz
Die Bilanzsumme der Bank Austria belief sich zum 30. September 2010 auf 191,5 Milliarden Euro. Gegenüber Ende 2009 ist dies ein leichter Rückgang um 2,9 Milliarden Euro oder 1,5 Prozent infolge des Verkaufs der UniCredit CAIB (31.12.2009: 194,5 Milliarden Euro). Insgesamt kam es zu einer qualitativen Verbesserung der Bilanz. Die Kundenforderungen nahmen weiter zu, die Einlagen blieben stabil, während gleichzeitig das Eigenkapital mit der Kapitalerhöhung im März 2010 stark aufgestockt wurde. Die Leverage Ratio (Bilanzsumme/Eigenkapital) konnte dadurch vom 13,5-fachen auf das 10,7-fache verbessert werden.

Auf der Aktivseite stiegen die Kundenforderungen in den ersten neun Monaten um 3,3 Prozent auf 127,7 Milliarden Euro (31.12.2009: 123,6 Milliarden Euro) und stellten damit 67 Prozent der Bilanzsumme dar (Jahresultimo 2009: 64 Prozent). Die Forderungen an Kreditinstitute sanken um 2,4 Milliarden Euro bzw. 10,1 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro (31.12. 2009: 23,1 Milliarden Euro).

Auf der Passivseite stiegen die Kundeneinlagen marginal auf 97,7 Milliarden Euro (31.12.2009: 97 Milliarden Euro), die verbrieften Verbindlichkeiten sind hingegen um 0,9 Milliarden Euro auf 27,9 Milliarden Euro leicht zurückgegangen (31.12.2009: 28,8 Milliarden Euro). Die Primärmittel, also die Summe aus den beiden Positionen, belaufen sich auf 125,6 Milliarden Euro, womit sich ihr Anteil an der Bilanzsumme um 1 Prozentpunkt auf 65,6 Prozent erhöhte. Damit waren die Kundenforderungen fast zur Gänze durch das Primärmittelaufkommen gedeckt.

Die Loan/Deposits-Ratio, also das Verhältnis von Krediten zu Einlagen, liegt aktuell bei 130,7 Prozent (31.12.2009: 127,4 Prozent).

Das Eigenkapital lag mit 17,9 Milliarden Euro um 3,5 Milliarden oder 24,1 Prozent deutlich über dem Jahresultimo 2009 (31.12.2009: 14,4 Milliarden Euro).

Die Eigenmittelquoten per 30. September 2010 verbesserten sich gegenüber Jahresultimo 2009 infolge der Stärkung der Eigenkapitalbasis der Bank Austria in Höhe von 2 Milliarden Euro durch die UniCredit im März deutlich. Die Kernkapitalquote – Tier 1 bezogen auf das Kreditrisiko gemäß Basel II erhöhte sich auf 11,04 Prozent (31.12.2009: 9,76 Prozent). Die Kernkapitalquote – Tier 1 bezogen auf alle Risiken stieg auf 9,95 Prozent (31.12.2009: 8,68 Prozent). Die Core Tier 1-Ratio (Kernkapitalquote ohne Hybridkapital bezogen auf alle Risiken) beträgt 9,63 Prozent (31.12.2009: 8,33 Prozent).

Der Personalstand der Bank Austria Gruppe inklusive der bei Tochtergesellschaften1 der UniCredit in Österreich beschäftigten MitarbeiterInnen ist zum 30. September 2010 auf 62.376 MitarbeiterInnen (FTE) gesunken (30.09.2009: 63.527 MitarbeiterInnen). Davon waren 10.739 Vollzeitarbeitskräfte (FTE) in Österreich und 51.637 FTE in den CEE-Ländern beschäftigt.

1 Administration Services (nunmehr UniCredit Business Partner), BTS (Banking Transaction Services), Pioneer Investments Austria, WAVE (nunmehr UGIS), UniCredit Leasing und UniCredit CAIB wurden konzernintern übertragen.

Tabellen (PDF; 149 KB)

Rückfragen
: Bank Austria
Media Relations & Executive Communications
Martin Halama, Tel. +43 (0)5 05 05 52371;
E-Mail: martin.halama@unicreditgroup.at

 

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