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12.05.2010

Ergebnis für das erste Quartal 2010:
Bank Austria mit 242 Millionen Euro Nettogewinn im 1. Quartal

  • Stabile Entwicklung der Betriebserträge und flache Kostenentwicklung ermöglichten Betriebsergebnis in Höhe von 778 Millionen Euro
  • Kreditrisiko sank mit 439 Millionen zum ersten Mal seit einem Jahr wieder
  • Ergebnis vor Steuern legte gegenüber den beiden Vorquartalen deutlich auf 290 Millionen Euro zu 
  • Konzernperiodenüberschuss ohne Fremdanteile gegenüber dem vierten Quartal auf 242 Millionen Euro nahezu verdoppelt
  • Kernkapitalquote Core Tier 1 stieg nach Kapitalerhöhung auf 10 Prozent
  • Leverage Ratio (Verhältnis Eigenkapital zur Bilanzsumme) verbesserte sich auf Faktor 11,6

Bank Austria Vorstandsvorsitzender Willibald Cernko: "In einem unverändert herausfordernden Umfeld konnten wir erneut ein solides Ergebnis erzielen. Vor allem aber gelang es, die sinkende Tendenz des zweiten Halbjahres 2009 zu durchbrechen und das aktuelle Quartalsergebnis gegenüber den beiden Vorquartalen deutlich zu steigern. Ob sich damit bereits eine nachhaltige Trendwende abzeichnet, bleibt abzuwarten, aber einige Indikatoren deuten auf eine Verbesserung hin: So sind die Risikokosten erstmals seit einem Jahr wieder gesunken. Die CEE-Länder haben als Region internationales Vertrauen zurückgewonnen, und die Volumina im kommerziellen Kundengeschäft in Ost und West steigen wieder. Durch die von unserer Mutter, der UniCredit Group, getragene Kapitalerhöhung erhöhte sich unsere Kernkapitalquote Core Tier 1 auf sehr gute 10 Prozent. Damit sind wir bestens gerüstet, um unsere Kernaufgabe weiterhin zu erfüllen, nämlich Unternehmen und private Haushalte in Österreich sowie in Zentral- und Osteuropa zu finanzieren." 

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Die Ertragslage der Bank Austria entwickelte sich in dem anhaltend schwierigen Umfeld über die letzten Quartale sehr stabil. Die Betriebserträge hielten sich in den letzten drei Quartalen in etwa auf dem Niveau vor der Lehman-Insolvenz. Überdurchschnittlich gut war hingegen das erste Quartal 2009, das konträr zum konjunkturellen Verlauf ein hervorragendes Ergebnis brachte. Die Gründe dafür waren: Zum einen konnte das Volumen in Zentral- und Osteuropa aufgrund des Schwungs aus den Vorquartalen zunächst noch weiter gehalten werden, zum anderen sorgte die außergewöhnliche Marktlage für hohe Zins- und Handelserträge im Finanzmarktgeschäft. Erst danach entfaltete die Rezession ihre volle Wirkung, was sich insbesondere in der sinkenden Kreditnachfrage und den steigenden Risikokosten widerspiegelte. Dies gilt es zu berücksichtigen, wenn man das Ergebnis des ersten Quartals 2010 bewertet. Wir führen daher im Folgenden neben dem Vergleich mit dem ersten Quartal 2009 auch den Vergleich mit dem Geschäftsverlauf in den letzten beiden Quartalen des Vorjahres an, was ein aussagekräftigeres Bild der Performance zum Jahresstart erlaubt.

Der Zinsüberschuss war im ersten Quartal mit 1.118 Millionen Euro fast auf Höhe des Vorquartals (minus 1 Prozent), aber um 16 Prozent geringer als im ersten Quartal 2009, was auf die oben beschriebene Marktlage vor einem Jahr zurückzuführen ist. Damals führte die expansive Geldpolitik zu einem scharfen Rückgang der Marktzinsen, was sich naturgemäß im Zinsertrag niederschlug  (Q1 2009: 1.335 Millionen Euro).

Der Provisionsüberschuss nahm einen anderen Verlauf und blieb mit 470 Millionen Euro zwar um 5 Prozent hinter dem vierten Quartal 2009, legte aber gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 3 Prozent zu (Q1 2009: 457 Millionen Euro), was insbesondere auf die wieder leicht anziehende Nachfrage im Wertpapier- und Vermögensverwaltungsgeschäft zurückzuführen ist. 

Das Handelsergebnis sank im Vergleich zum Vorquartal um 14 Prozent und im Vergleich zur Vorjahresperiode um 60 Prozent auf 76 Millionen Euro (Q1 2009: 190 Millionen Euro). Dieser starke Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist in dem hohen Trading Profit in CEE im ersten Quartal des Vorjahres begründet, der im Zuge der Normalisierung des Marktumfelds in CEE im weiteren Verlauf zu niedrigeren Erträgen führte. 

In Summe lagen die Betriebserträge aus dem operativen Geschäft mit 1.695 Millionen Euro nur knapp unter dem Vorquartal (minus 3 Prozent), waren aufgrund der beschriebenen Faktoren aber um 16 Prozent niedriger als in der Vorjahresperiode (Q1 2009: 2.018 Millionen Euro).

Die Betriebsaufwendungen zeigten mit 916 Millionen Euro eine weiterhin flache Entwicklung und lagen um 1 Prozent unter dem Vorquartal und mit 3 Prozent nur leicht über dem 1. Quartal des Vorjahres (Q1 2009: 892 Millionen Euro).

Das Betriebsergebnis war mit 778 Millionen Euro um 5 Prozent geringer als im vierten Quartal des Vorjahres, verglichen mit der außergewöhnlich guten Vorjahresperiode um 31 Prozent niedriger (Q1 2009: 1.126 Millionen Euro). Der Rückgang im Vorjahresvergleich stammt aus dem Zinsergebnis des Bereichs Markets sowie aus dem Handelsergebnis der CEE-Division.

Der Aufwand für das Kreditrisiko sank im ersten Quartal 2010 zum ersten Mal seit einem Jahr. Mit 439 Millionen Euro war das Kreditrisiko deutlich – um bis zu einem Drittel – niedriger als in den beiden Quartalen davor und auch um 2 Prozent geringer als in der Vorjahresperiode (Q1 2009: 446 Millionen Euro).

Unter den übrigen "nicht-operativen" Positionen zwischen Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern war das Finanzanlageergebnis mit 22 Millionen Euro zwar positiv, aber deutlich geringer als in der Vorjahresperiode (Q1 2009: 47 Millionen Euro), was vor allem daran liegt, dass die Erfolgsbeteiligung der Bank Austria an der polnischen UniCredit-Tochterbank vertragsgemäß Ende 2009 ausgelaufen ist. 

Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von 290 Millionen Euro konnte gegenüber dem Vorquartal mehr als verdoppelt werden (plus 161 Prozent), lag aber aufgrund der beschriebenen Faktoren mit minus 60 Prozent deutlich unter dem ersten Quartal des Vorjahres. 

Nach Abzug der Ertragssteuern ergibt sich damit ein Konzernperiodenüberschuss von 255 Millionen Euro, was einer Steigerung von 92 Prozent gegenüber dem 4. Quartal und einer Verringerung von 55 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2009 entspricht. Nach Abzug der Anteile im Fremdbesitz beträgt der Konzernperiodenüberschuss (Anteile im Besitz der Eigentümer der Bank Austria) 242 Millionen Euro (plus 87 Prozent gegenüber dem 4. Quartal 2009, aber 56 Prozent unter dem ersten Quartal 2009).

Aus diesem Ergebnis errechnen sich folgende Finanzkennzahlen:

  • Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern beträgt 7,4 Prozent.
  • Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern beträgt 6,4 Prozent.
  • Die Cost/Income-Ratio beläuft sich auf 54,1 Prozent.
  • Die Risk/Earnings-Ratio (Kreditrisiko in Prozent des Zinsüberschusses) beträgt 39,3 Prozent.
  • Die Tier 1 Quote (bezogen auf alle Risiken) verbesserte sich in Folge der 2 Milliarden Euro Kapitalerhöhung auf 10,35 Prozent, berechnet nach Basel II 1.
  • Die Kernkapitalquote Core Tier 1 (bezogen auf alle Risiken) verbesserte sich auf 10,01 Prozent.

Die Divisionen im Detail

Die Bank Austria weist ihr Ergebnis in vier Divisionen aus: Retail, Private Banking, Corporate & Investment Banking (CIB) und CEE Banking Division. Dazu kommt das Corporate Center.

Die Division Retail hat im ersten Quartal 2010 ein Ergebnis vor Steuern von 20 Millionen Euro erzielt. Es liegt damit deutlich über dem Schnitt der letzten drei Quartale des Vorjahres, was einerseits durch das wieder anziehende Wertpapiergeschäft und andererseits durch ein striktes Kostenmanagement erreicht werden konnte. Lediglich durch die Verengung der Zinsmargen und die leicht gestiegenen Risikokosten konnte man nicht ganz zum ersten Quartal des Vorjahres aufschließen (Q1 2009: 37 Millionen Euro). Die Cost/Income-Ratio stieg leicht auf 72,8 Prozent (Q1 2009: 69 Prozent).

Die Division Private Banking steigerte in Folge der wieder leicht steigenden Anlagebereitschaft das Ergebnis vor Steuern auf 11 Millionen Euro (Q1 2009: 6 Millionen Euro). Die Cost/Income-Ratio sank auf 69 Prozent (Q1 2009: 79,5 Prozent).

Die Division Corporate & Investment Banking (CIB) erzielte im ersten Quartal dieses Jahres ein Ergebnis vor Steuern von 154 Millionen Euro und  lag damit deutlich besser als im vierten Quartal und auf Höhe des zweiten und dritten Quartals des Vorjahres. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres drückten insbesondere die geringeren Zinserträge im Finanzmarktgeschäft das Ergebnis (Q1 2009: 379 Millionen Euro). Die Cost/Income-Ratio lag bei 36,3 Prozent (Q1 2009: 20,9 Prozent).

Die Division CEE erwirtschaftete im ersten Quartal des laufenden Jahres ein Ergebnis vor Steuern von 259 Millionen Euro, was einer deutlichen Steigerung gegenüber den beiden Vorquartalen, jedoch einem Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode entspricht (Q1 2009: 383 Millionen Euro). Dies ist praktisch ausschließlich auf den Rückgang des Handelsergebnisses in Folge der Normalisierung des Marktumfeldes zurückzuführen. Die Cost/Income-Ratio lag bei 46,9 Prozent (Q1 2009: 39,9 Prozent).

Die Bank Austria steuert als Sub-Holding der UniCredit Group das führende Bankennetzwerk in Zentral- und Osteuropa, mit mehr als 51.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und rund 2.700 Filialen. Das wirtschaftliche Umfeld in CEE hat begonnen, sich zu stabilisieren und ein Aufschwung macht sich bemerkbar. Dies spiegelt sich auch in der nach oben korrigierten BIP Prognose für 2010 von 2,8 Prozent wider, die drei Mal so hoch ist wie jene für den Euro-Raum, die bei 0,9 Prozent liegt. Die CEE Division erzielte zum wiederholten Mal positive Ergebnisse und belegt damit, dass das Vertrauen in das Potenzial der Region richtig war. Aufgrund der einsetzenden Erholung nahmen die Risikovorsorgen ab, die durch das gute Betriebsergebnis abgedeckt werden konnten.

„Die CEE Region bleibt der Wachstumsmotor für Europa, und wir haben bereits wieder selektiv mit Investitionen in unser Bankennetzwerk begonnen. Insgesamt werden wir in diesem Jahr rund 100 Filialen eröffnen, zum Vorteil unserer Kunden, denen ein flächendeckendes Netzwerk mit lokalen Wurzeln in der Region zur Verfügung steht“, so Federico Ghizzoni, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bank Austria.

Die Bilanz

Die Bilanzsumme der Bank Austria belief sich zum 31. März 2010 auf 201 Milliarden Euro und war damit um 3,3 Prozent höher als zum Vorjahresultimo (31.12.2009: 194,5 Milliarden Euro). Auf der Aktivseite waren die Kundenforderungen per Ende März mit 126,5 Milliarden Euro um 2,3 Prozent höher als zum Jahresultimo (31.12.2009: 123,6 Milliarden Euro). Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen leicht um 1,4 Prozent auf 23,4 Milliarden Euro (31.12.2009: 23,1 Milliarden Euro).

Auf der Passivseite sind die Kundeneinlagen um 0,6 Prozent auf 97,6 Milliarden Euro (31.12.2009: 97 Milliarden Euro) und die verbrieften Verbindlichkeiten um 2,9 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro (31.12.2009: 28,8 Milliarden Euro) gestiegen. Die Primärmittel, also die Summe aus den beiden Positionen und somit die Refinanzierung aus Quellen des kommerziellen Geschäfts, belaufen sich auf 127,2 Milliarden Euro bzw. 63,3 Prozent der Bilanzsumme. Damit waren die Kundenforderungen zu 101 Prozent durch das Primärmittelaufkommen gedeckt.

Das Eigenkapital nahm in Folge der Kapitalerhöhung in Höhe von 2 Milliarden Euro durch die UniCredit Group gegenüber dem Jahresultimo 2009 um 20,8 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro zu (31.12.2009: 14,4 Milliarden Euro). Die Leverage Ratio (das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme) verbesserte sich damit vom Faktor 13,5 per Ende 2009 auf 11,6 per Ende des ersten Quartals.
 
Die Eigenmittelquoten per 31. März 2010 verbesserten sich gegenüber Jahresultimo 2009 deutlich. Die Tier 1 Quote bezogen auf das Kreditrisiko gemäß Basel II stieg auf 11,69 Prozent (31.12.2009: 9,76 Prozent). Die Tier 1 Quote bezogen auf alle Risiken verbesserte sich auf 10,35 Prozent (31.12.2009: 8,68 Prozent) und die Kernkapitalquote ohne Hybridkapital – Core Tier 1 bezogen auf alle Risiken stieg auf 10,01 Prozent (31.12.2009: 8,33 Prozent).

Der Personalstand der Bank Austria Gruppe inklusive der bei Tochtergesellschaften2 der UniCredit Group in Österreich beschäftigten MitarbeiterInnen ist zum 31. März 2010 auf 62.815 MitarbeiterInnen (FTE) gesunken (31. März 2009: 66.181 MitarbeiterInnen). Davon waren 11.066 Vollzeitarbeitskräfte in Österreich und 51.749 FTE in den CEE-Ländern beschäftigt.

 

1   Eigenmittelbestandteile, die an nicht konsolidierten Unternehmen gehalten werden, werden nach Basel II vom Tier 1 abgezogen, unter Basel I vom Gesamtkapital.
2   UniCredit Leasing, AS (Administration Services), BTS (Banking Transaction Services) und Pioneer Investments Austria, die konzernintern übertragen wurden

 

 Tabellen zur Presseaussendung (PDF; 103 KB)

Rückfragen: Bank Austria Media Relations
Martin Halama, Tel. +43 (0) 50505 - 52371
E-Mail: martin.halama@unicreditgroup.at

 

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