UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
Wir sind für Sie da
VideoTelefonie testen
Allgemeine Anfragen
Kartensperren
UniCredit Bank Austria UniCredit Bank Austria
Wir sind für Sie da
VideoTelefonie testen
OnlineBanking | BusinessNet
Vorlesen

Presseinformation

03.10.2017

UniCredit Bank Austria Real Estate Country Facts:
Hohe Nachfrage nach heimischen Immobilien im Jahr 2017

  • Rekordinvestitionen von rund 2,4 Milliarden Euro bei kommerziellen Immobilientransaktionen im ersten Halbjahr 2017 beflügelt von extrem niedrigen Zinsen und ausgezeichneter Konjunktur
  • Immobilienspitzenrenditen erreichen neue Tiefstände – im Büro-Bereich wurde die 4-Prozent-Marke nach unten durchbrochen
  • Investoren profitieren von steigendem Angebot an neuen, modernen Büroflächen – alte Büroflächen in weniger attraktiven Lagen kommen zunehmend unter Druck
  • Attraktive Shopping Center bleiben trotz zunehmender Konkurrenz durch Onlinehandel gefragt
  • UniCredit Bank Austria fokussiert sich auf Finanzierung erstklassiger Immobilienprojekte
  • Um Risiken einzudämmen, werden Zinsabsicherungen dringend empfohlen, um sich gegen steigende Zinsen abzusichern

Reinhard Madlencnik, Head of Real Estate der Bank Austria: „Der österreichische Immobilienmarkt hat mit Investitionen von 2,4 Milliarden Euro im ersten Halbjahr einen Spitzenwert erreicht. Durch die tiefen Zinsen rangieren Immobilien in der Gunst der Investoren hoch, zudem sind Immobilienfinanzierungen extrem günstig. Dadurch haben die Immobilienspitzenrenditen bereits historische Tiefstände erreicht, im Bürobereich hat die Spitzenrendite schon die 4-Prozent-Marke nach unten durchbrochen.“ Und Madlencnik ergänzt „Wir finanzieren gute Projekte mit akzeptablem Risiko und sind dabei in der Lage auch lange Laufzeiten anzubieten und hohe Volumina zu stemmen. Um Risiken einzudämmen empfehlen wir allen unseren Kunden, sich gegen steigende Zinsen abzusichern.“

Karla Schestauber, Immobilienanalystin der Bank Austria, zum Investoreninteresse: „Nachdem in den vergangenen Jahren im Bürobereich relativ wenig neue Flächen auf den Markt gekommen sind, zeichnet sich bereits für das laufende Jahr ein Anstieg ab und 2018 werden Neuflächen von mindestens 300.000 m² erwartet. Damit erhöht sich zum einen das Angebot an modernen Büros für Investoren, zum anderen werden diese modernen Flächen insbesondere ältere Büros an weniger attraktiven Standorten weiter unter Druck setzen. Auch im Einzelhandelsbereich wird sich der Wettbewerb nicht zuletzt durch den Onlinehandel weiter verschärfen und die Schere zwischen A- und B-Standorten weiter aufgehen.“

Nachfrage nach kommerziellen Immobilien erreicht neues Hoch
Mit rund 2,4 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2017 wurde ein neues Rekordvolumen an kommerziellen Immobilieninvestitionen am heimischen Markt erzielt.
Große Transaktionen im jeweils dreistelligen Millionenbereich erklären das sehr starke Ergebnis. 1

Deutsche Investoren eroberten sich im ersten Halbjahr 2017 mit einem Anteil von deutlich über 50 Prozent am kommerziellen Immobilientransaktionsvolumen die Position als Nummer 1 zurück, inländische Investoren folgten mit einem Anteil von knapp 30 Prozent. Wie die großen Transaktionen zeigen, war das Interesse an Büros besonders hoch. Auf sie entfiel ein Anteil von rd. 60 Prozent. Auch Wohnimmobilien wurden verstärkt nachgefragt, gefolgt von Einzelhandelsimmobilien und Hotels.

Spitzenrenditen bereits stark zurückgegangen
Die mit Immobilien zu erzielenden Spitzenrenditen sind bereits stark zurückgegangen und haben neue Tiefstände erreicht. Im Bürobereich ist die Spitzenrendite leicht unter 4 Prozent gerutscht, im Shopping Center-Bereich liegt sie um rund. 4 Prozent. Mit Fachmarktzentren und Logistikimmobilien konnten laut CBRE die relativ höchsten Renditen mit jeweils rund 5,7 Prozent erreicht werden. Der Rückgang der Immobilienrenditen ist vor allem durch einen Anstieg der Immobilienpreise zu erklären. Dies ist nicht nur in Österreich der Fall, auch in der Eurozone sind die Preise laut EZB stark gestiegen und haben einen neuen Höchststand erreicht. Die weitere Entwicklung der Immobilienwerte wird nicht zuletzt von der Zinsentwicklung abhängen.

Wohnbau und Wohnkosten in Österreich
Der heimische Wohnungsmarkt ist in den letzten Jahren im europäischen Vergleich zwar relativ günstig geblieben, die Immobilienpreise und in weiterer Folge die Mietkosten sind mit dem wachsenden Nachfrageüberhang aber massiv gestiegen. Allerdings ist der Preisanstieg am österreichischen Wohnimmobilienmarkt gegen Ende 2016 und Anfang 2017 abgeflaut beziehungsweise in Wien sogar zum Stillstand gekommen. Die Preisentwicklung signalisiert zumindest eine Stabilisierung des Marktes auf hohem Niveau.

Wohnen ist in Österreich für einen Durchschnittshaushalt zumindest „leistbarer“ als in anderen ähnlich wohlhabenden europäischen Ländern. Trotz des Preisanstiegs liegt die Wohnkostenbelastung österreichischer Haushalte mit durchschnittlich 18 Prozent der verfügbaren Haushaltseinkommen noch deutlich unter dem EU-Schnitt von fast 23 Prozent. Insgesamt kann 2017 mit einer Bauleistung von mehr als 62.000 neuen Wohnungen in Österreich gerechnet werden. Falls die aktuelle Neubauleistung über 2017 hinaus aufrechterhalten wird, wird der Nachfrageüberhang am heimischen Wohnungsmarkt auf jeden Fall kleiner. Der Wohnungsneubaubedarf wäre zumindest im Landesdurchschnitt gedeckt, wobei aber auf regionaler Ebene, vor allem in den Ballungsräumen Defizite bleiben und besondere Anstrengungen im Wohnungsneubau erfordern.

Büromarkt Wien: Starke Neubautätigkeit verschärft Wettbewerb
Der Wiener Büromarkt gehört auch weiterhin europaweit zu einem der stabilsten Märkte. Durch die in den letzten Jahren stark zurückgegangene Neubautätigkeit bei Büroflächen konnte sich die solide Lage am Wiener Büromarkt weiter fortsetzen. Für das kommende Jahr zeichnet sich jedoch eine Zunahme der Neubautätigkeit ab. Alleine mit den Projekten Austria Campus und THE ICON VIENNA wächst das Büroflächenangebot in Wien um über 270.000 m².

Im vergangenen Jahr lag der Take-up von Büroflächen bei ca. 325.000 m² und damit klar über dem Niveau von 2015. Im ersten Halbjahr 2017 wurden allerdings nur unter 90.000 m² neu vermietet, was deutlich unter den Erwartungen lag. Jedoch ist im guten Konjunkturumfeld zu hoffen, dass die zweite Jahreshälfte den schwachen Start am Jahresanfang etwas ausgleichen kann. Insgesamt dürfte die Vermietungsleistung heuer allerdings dennoch unter dem Niveau des Vorjahres bleiben.

Die Mieten für Büroflächen in Wien sind im ersten Halbjahr 2017weitgehend stabil geblieben. Die Mietpreise waren in der Vergangenheit im Premiumsegment sogar etwas angestiegen. Die Spitzenrenditen im Bürosektor in Wien sind im Jahr 2016 wie bereits erwähnt weiter leicht gesunken und auch im ersten Halbjahr 2017 kam es zu einem weiteren leichten Rückgang, sodass die Spitzenrenditen für absolute Top-Objekte in bester Lage Ende des ersten Halbjahres 2017 einen Wert von knapp unter 4 Prozent erreichten.

Einkaufszentren – 2018 eröffnet in Österreich nur ein einziger neuer SC-Standort
Österreich ist über alle Bundesländer bereits gut mit Shopping Centern versorgt und scheint eine gewisse Sättigung erreicht zu haben. Dafür spricht auch, dass Österreich mit einer Shopping Center-Dichte von 315 m² pro 1.000 Einwohner deutlich über dem EU-Durchschnitt von rd. 238 m² pro 1.000 Einwohner liegt. Die einzige Shopping Center-Neueröffnung in Österreich fand im Herbst 2016 mit dem EKZ ELI (rd. 15.000 m²) in Liezen im steirischen Ennstal statt.

Die Spitzenrendite im Shopping Center-Bereich ist Mitte 2017 auf rund 4,0 Prozent gesunken. Eine stabil hohe Nachfrage nach Handelsimmobilien – getrieben durch internationale Fonds – steht ein kaum größer werdendes, knappes Angebot an Objekten gegenüber. Als Folge hält der Druck auf die Renditen – vor dem Hintergrund des vorherrschenden Niedrigzinsumfeldes – unverändert an.

Die UniCredit Bank Austria Real Estate Country Facts stehen auf unserer Homepage zum Download zur Verfügung.

Rückfragen: UniCredit Bank Austria Corporate Communications
Matthias Raftl, Tel. +43 (0) 50505 – 52809
E-Mail: matthias.raftl@unicreditgroup.at

1 *)Als Basis für die Berechnung der Investmentzahlen dienen seit dem ersten Halbjahr 2017 in Wien und Österreich die Signings und nicht wie bisher die Closings der Transaktionen. Damit ist der Vergleich mit den Vorjahren nur eingeschränkt aussagekräftig.