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Presseinformation

15.02.2017

Bank Austria Konjunkturindikator:
Aufschwung in Österreich verstärkt sich

  • Bank Austria Konjunkturindikator erreicht mit 2,6 Punkten Bestwert seit Sommer 2011 und befindet sich damit weiter klar im Aufwärtstrend
  • Verbesserung der Konjunkturstimmung auf breiter Basis, insbesondere Bauwirtschaft und Dienstleistungsbereich sind optimistisch
  • Kräftiges Wachstum im Startquartal 2017 erwartet
  • 2017 bringt mehr Wachstum als im Vorjahr: BIP-Prognose von 1,6 Prozent mit weiterem Aufwärtspotenzial dank anhaltender Konsumstärke und Verbesserung der Exportaussichten
  • Arbeitslosenquote wird 2017 gemäß Prognose weiter auf 9,3 Prozent ansteigen

Der Wirtschaftsaufschwung in Österreich festigt sich. Die Reihe positiver Früh- und Stimmungsindikatoren reißt nicht ab. "Der Bank Austria Konjunkturindikator setzt den Aufwärtstrend der vergangenen Monate fort und klettert im Jänner auf 2,6 Punkte. Der Indikator erreicht damit den höchsten Wert seit Sommer 2011 und signalisiert für den Jahresbeginn ein kräftiges Wachstum der heimischen Wirtschaft", meint Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer. Die Konjunktur verspürt in Österreich derzeit Rückenwind auf breiter Basis. "Erfreulich ist nicht nur der weitere Anstieg unseres Konjunkturindikators, sondern vor allem auch, dass der Konjunkturaufschwung in Österreich auf einem immer solider werdenden, breiteren Fundament steht. So haben sich im Jänner alle Einzelkomponenten des Bank Austria Konjunkturindikators verbessert", so Bruckbauer.

Der Anstieg des Bank Austria Konjunkturindikators lässt auf eine weitere Verbesserung der Wirtschaftslage in Österreich auf breiter Ebene schließen. Der stärkste Einfluss auf das Gesamtergebnis ging im Jänner vom steigenden Optimismus im Dienstleistungssektor aus. Darüber hinaus weisen die positive Entwicklung in der Bauwirtschaft und die Zunahme des Verbrauchervertrauens auf die anhaltende Stärke der Binnenkonjunktur hin. Zudem hat sich die Stimmung in der heimischen Industrie im Jänner abermals verbessert, gestützt auch auf die günstigeren internationalen Rahmenbedingungen.

Der auf Basis der österreichischen Außenhandelsanteile ermittelte Index für die globale Industriestimmung hat den höchsten Wert seit dem Frühjahr 2011 erreicht. "Die Konjunkturstimmung in Österreich ist nicht nur insgesamt betrachtet derzeit überdurchschnittlich gut. Auch in fast allen Einzelsparten des Bank Austria Konjunkturindikators wird der langjährige Durchschnittswert übertroffen. Neben der seit fast einem Jahr gut laufenden Binnenkonjunktur signalisiert unser Konjunkturindikator nunmehr auch eine beginnende Belebung der globalen Wirtschaft, von der die heimischen Exporte profitieren warden", meint Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl.

Gutes Startquartal erwartet
Die starke Performance der österreichischen Wirtschaft im Schlussquartal 2016 setzt sich zu Beginn des Jahres 2017 weiter fort. Die Inlandsnachfrage kann vorerst ihr Wachstumstempo halten. Die positiven Effekte der Steuerreform 2016 sind noch spürbar, der Konsum erhält dadurch weiter kräftigen Rückenwind. Zudem spricht das aktuelle Stimmungsbild nach der Atempause in der zweiten Jahreshälfte 2016 für eine Belebung der Investitionstätigkeit.

Der Anstieg der Kapazitätsauslastung in den vergangenen Monaten hat den Bedarf für Erweiterungsinvestitionen erhöht. Die Exportauftragslage hat sich klar verbessert. Das Exportwachstum gewinnt nach der trägen Entwicklung im Vorjahr nun mehr und mehr an Schwung. Erstmals seit über einem Jahr dürfte der Außenhandel zu Jahresbeginn 2017 wieder einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten können. "Mit der anhaltend starken Unterstützung durch Konsum und Investitionen und dem positiven Rückhalt aus dem Exportgeschäft wird die österreichische Wirtschaft im ersten Quartal 2017 ein Wachstum ähnlich wie Ende des letzten Jahres erreichen können, als es im Jahresvergleich 1,8 Prozent betrug", ist Pudschedl zuversichtlich.

Nachlassende Wachstumsdynamik nach starkem Jahresbeginn
Zwar bleibt die österreichische Wirtschaft auch nach dem starken Jahresbeginn gut in Schwung, doch ist im weiteren Jahresverlauf von einer schleichenden Verlangsamung des Wachstumstempos auszugehen. Das wird vordringlich an der nachlassenden Stärke des privaten Konsums liegen. Die positiven Effekte der Steuerreform laufen aus. Zudem wird die Inflation infolge des Anstiegs der Rohstoffpreise mit 1,8 Prozent im Jahresdurchschnitt 2017 über den nominellen Lohnerhöhungen liegen.

Die weiterhin starke Zunahme der Beschäftigung wird diese beiden belastenden Faktoren nicht vollständig ausgleichen können. Auch wenn die Auftragsbücher am Bau gut gefüllt sind und nach einer langjährigen Phase der Investitionszurückhaltung noch einiger Nachholbedarf besteht, ist im Jahresverlauf angesichts vieler Unsicherheiten mit einem etwas nachlassenden Investitionswachstum zu rechnen.

Dagegen versprechen die Anzeichen für eine Belebung der Konjunktur in einigen Schwellenländern, die zu erwartenden fiskalischen Impulse für die US-Wirtschaft und die solide Wirtschaftserholung in der Europäischen Union mehr Nachfrage nach österreichischen Exporten. "Der gute Start ins Jahr 2017 bestärkt uns in unserem Optimismus. Die österreichische Wirtschaft wird 2017 ein höheres Wachstum als im Vorjahr erreichen. Wir gehen aktuell von einem Anstieg des BIP um 1,6 Prozent aus, derzeit sogar mit klaren Aufwärtsrisiken für unsere Prognose", meint Pudschedl.

2017 wird der Außenhandel im Gegensatz zum Vorjahr das Wirtschaftswachstum in Österreich zumindest wieder leicht unterstützen. Die nachlassende Binnenkonjunktur wird durch einen Wachstumsbeitrag der Nettoexporte mehr als aufgewogen werden, denn die trotz zahlreicher politischer Risiken verbesserten Exportaussichten treffen auf eine moderater steigende Importnachfrage.

Arbeitslosigkeit nimmt wieder zu
Die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt beginnt sich nach der Stabilisierungsphase im vergangenen Jahr wieder leicht anzuspannen. Angesichts der guten Konjunktur erwarten die Ökonomen der Bank Austria 2017 zwar eine Zunahme der Beschäftigten um über 1 Prozent bzw. rund 40.000 zusätzlichen Jobs, doch das Arbeitskräfteangebot wird voraussichtlich noch stärker zunehmen.
"Wir gehen von einem Anstieg der Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent im Vorjahr auf 9,3 Prozent im Jahresdurchschnitt 2017 aus", meint Bruckbauer.

 Tabellen (PDF; 389 KB)

Rückfragen: Bank Austria Economics & Market Analysis Austria
Walter Pudschedl, Tel. +43 (0) 50505 - 41957;
E-Mail: walter.pudschedl@unicreditgroup.at