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Presseinformation

04.08.2016

Bank Austria Ergebnis für das erste Halbjahr 2016 (1):
Bank Austria steigert Gewinn um 27,7 Prozent auf 626 Millionen Euro

  • Kreditvolumen und Kundeneinlagen wachsen sowohl in Österreich als auch Zentral- und Osteuropa (CEE)
    o Kreditvolumen steigt gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent auf 118 Milliarden Euro
    o Kundeneinlagen wachsen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,7 Prozent auf 113 Milliarden Euro
  • Betriebsaufwendungen dank strikten Kostenmanagements um insgesamt 2,4 Prozent rückläufig
    o In Österreich sogar um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesenkt
  • Exzellentes Risikomanagement: Rückgang des Kreditrisikoaufwands im Vergleich zur Vorjahresperiode um 26 Prozent auf 290 Millionen Euro
  • Deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses: Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand legt um 26,6 Prozent auf 1.252 Millionen Euro zu
  • Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge, die großteils durch Vorausbuchungen für das Gesamtjahr bereits im ersten Halbjahr 2016 anfallen, steigen um 29,8 Prozent auf neuen Rekordwert von 227 Millionen Euro
  • Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 832 Millionen Euro und wäre ohne nachfolgend angeführte Effekte um weitere 73 Millionen Euro oder insgesamt 12,2 Prozent gestiegen:
    o Positiver Effekt des Verkaufs der Visa-Europe Beteiligung in Höhe von 183 Millionen Euro (netto, nach Steuern und Minderheiten: 131 Millionen Euro)
    o Negativer Nettoeffekt aufgrund Erhöhung der Rückstellung für die geplante Übertragung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung für aktive Mitarbeiter in das staatliche System in Höhe von
    204 Millionen Euro
    o Um 52 Millionen Euro höhere Kostenbelastung durch Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge im Vergleich zum Vorjahr
  • Konzernergebnis nach Steuern steigt um 27,7 Prozent auf 626 Millionen Euro
  • Die im Vergleich zum Vorjahresultimo um 0,6 Prozentpunkte verbesserte Gesamtkapitalquote (2) liegt bei 15,5 Prozent, die ebenfalls um 0,6 Prozentpunkte gestiegene Kernkapitalquote Common Equity Tier 12 bei 11,7 Prozent
  • Hervorragende Primärmittelquote dokumentiert starke Liquiditätssituation der Bank
    o Kundenkredite sind zu 118,5 Prozent durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen refinanziert

Bank Austria Vorstandsvorsitzender Robert Zadrazil: "Die operative Leistung im Kundengeschäft war trotz des unverändert herausfordernden Markt- und Zinsumfelds zufriedenstellend und aufgrund des strikten Kostenmanagements sowie des exzellenten Risikoergebnisses sowohl in Österreich als auch in CEE konnten wir das Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand sogar deutlich steigern. Einem abermaligen Belastungsrekord durch Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge in Höhe von rund 227 Millionen Euro sowie der Sonderbelastung infolge der im österreichischen Nationalrat beschlossenen ASVG-Änderung stand der Verkaufserlös der Visa-Europe Beteiligung gegenüber. Unter dem Strich bleibt eine Gewinnsteigerung von fast 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 626 Millionen Euro, was in diesem Umfeld eine sehr respektable Leistung darstellt."

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) (3)
Der Nettozinsertrag blieb mit 54,8 Prozent unverändert die wichtigste Ertragskomponente und sank im ersten Halbjahr 2016 infolge des anhaltenden Niedrigzinsumfelds leicht um 1,7 Prozent auf 1.665 Millionen Euro (1-6 2015: 1.693 Millionen Euro).

Dividenden und ähnliche Erträge aus At-equity-Beteiligungen stiegen um 22,9 Prozent auf 288 Millionen Euro (1-6 2015: 234 Millionen Euro) und beinhalten die Erträge aus dem türkischen Joint Venture als größte Position.

Der Provisionsüberschuss ging um 2,9 Prozent auf 693 Millionen Euro leicht gegenüber dem Vorjahr zurück
(1-6 2015: 714 Millionen Euro).

Das Handelsergebnis legte im Vorjahresvergleich um 16,9 Prozent auf 270 Millionen Euro (1-6 2015: 231 Millionen Euro) zu, was in erster Linie auf den Verkaufserlös der Visa-Europe Beteiligung zurückzuführen ist.

In Summe lagen die Betriebserträge in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit 3.036 Millionen Euro um 4,3 Prozent über der Vorjahresperiode (1-6 2015: 2.912 Millionen Euro), was in erster Linie den gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigerten Dividenden und ähnlichen Erträgen sowie dem verbesserten Handelsergebnis geschuldet ist.

Die Betriebsaufwendungen blieben dank des strikten Kostenmanagements mit 1.495 Millionen Euro um
2,4 Prozent leicht unter dem Vergleichswert des Vorjahres (1-6 2015: 1.531 Millionen Euro), wobei die Betriebsaufwendungen in Österreich um 6,1 Prozent auf 756 Millionen Euro gesenkt werden konnten
(1-6 2015: 805 Millionen Euro). Damit beläuft sich die Cost/Income-Ratio im Österreichgeschäft aktuell auf 76,6 Prozent (im Vorjahr 79,2 Prozent).

Das Betriebsergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr um 11,7 Prozent auf 1.542 Millionen Euro gesteigert werden (1-6 2015: 1.381 Millionen Euro), was insbesondere auf Ertragssteigerungen in CEE, Kosteneinsparungen in Österreich und den Verkaufserlös aus der Veräußerung der Visa-Europe Beteiligung zurückzuführen ist.

Der Kreditrisikoaufwand sank im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 26,0 Prozent auf 290 Millionen Euro (1-6 2015: 391 Millionen Euro). In Österreich war in den ersten sechs Monaten dieses Jahres aufgrund von einigen größeren Rückführungen sogar ein positiver Wert in Höhe von 40 Millionen Euro zu verbuchen. Aber auch in CEE war ein Rückgang des Kreditrisikoaufwands um 16,5 Prozent auf
330 Millionen Euro zu verzeichnen (1-6 2015: 395 Millionen Euro), was auf die gute Kreditentwicklung in nahezu allen osteuropäischen Ländern zurückzuführen ist.

Das Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand, das als zentrale Kennzahl die Performance im operativen Geschäft darstellt, stieg dank des exzellenten Risikomanagements, der Kosteneinsparungen und des Verkaufs der Visa-Europe Beteiligung in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 26,6 Prozent auf 1.252 Millionen Euro (1-6 2015: 989 Millionen Euro).

Während in den operativen Geschäftsbereichen das strikte Kostenmanagement die Dynamik der Ausgabenentwicklung erfolgreich eindämmte, konterkarierten weiter gestiegene "Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge", die zudem großteils im ersten Quartal für das ganze Jahr 2016 vorab gebucht werden mussten und unter dieser Position unter den nicht-operativen Erträgen/Aufwendungen gesammelt ausgewiesen werden, diese Bemühungen.

Die nicht-operativen Erträge/Aufwendungen zwischen Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand und Ergebnis vor Steuern stiegen im ersten Halbjahr 2016 auf insgesamt minus 421 Millionen Euro, während in der Vorjahresperiode nur minus 183 Millionen Euro zu verbuchen waren. Die größte Einzelposition stellt dabei die Erhöhung der Rückstellung für die geplante Übertragung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung für aktive Mitarbeiter in das staatliche System dar, die aufgrund der vom Nationalrat beschlossenen ASVG-Novelle um 444 Millionen Euro zu erhöhen war. Der Integrations- und Restrukturierungsaufwand weist daher als Nettoeffekt ein Minus von 210 Millionen Euro auf.

Ein weiterer Kostentreiber unter den nicht-operativen Positionen waren die Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge, die aufgrund der Regelungen auf EU-Ebene betreffend Beiträge zu Bankenabwicklungsfonds und Einlagensicherung, die eine teilweise Vorausbuchung für das ganze Jahr 2016 bereits im ersten Quartal vorsehen, um 29,8 Prozent oder 52 Millionen Euro auf 227 Millionen Euro anstiegen (1-6 2015: 175 Millionen Euro). Die Kostenbelastung aus diesem Titel entspricht mittlerweile 30 Prozent der gesamten Personalkosten in Österreich und CEE!

In Österreich belief sich die Gesamtbelastung der Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge auf 125 Millionen Euro, wovon 68 Millionen Euro auf die Bankenabgabe (1-6 2015: 66 Millionen Euro) und 57 Millionen Euro auf die Dotierungen des Einlagensicherungs- sowie des Abwicklungsfonds entfielen. In Osteuropa belief sich die Gesamtbelastung auf 102 Millionen Euro. Hiervon entfielen 17 Millionen Euro auf Bankenabgaben (in Ungarn sowie in der Slowakei) und 85 Millionen Euro auf Systemsicherungsbeiträge, die aufgrund von Vorausbuchungen für das ganze Jahr bereits im ersten Halbjahr angesetzt wurden. So wurden die Bankenabwicklungsfonds in Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Rumänien sowie Tschechien und der Slowakei insgesamt mit 48 Millionen Euro dotiert. Der Beitrag der CEE-Länder für Einlagensicherungsfonds belief sich auf 37 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016.

Das Ergebnis vor Steuern stieg im ersten Halbjahr 2016 um 3,1 Prozent auf 832 Millionen Euro (1-6 2015: 806 Millionen Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern stieg gegenüber dem Vorjahr um 27,7 Prozent auf 626 Millionen Euro an (1-6 2015: 490 Millionen Euro), da im Vorjahr die ukrainische Tochterbank das Ergebnis in Höhe von 202 Millionen Euro belastet hatte.

Aus diesem Ergebnis errechnen sich folgende Finanzkennzahlen:

  • Die Cost/Income-Ratio liegt bei 49,2 Prozent (1-6 2015: 52,6 Prozent).
  • Die Risk/Earnings-Ratio (Kreditrisiko in Prozent des Zinsüberschusses) verbesserte sich auf 14,8 Prozent
    (1-6 2015: 20,3 Prozent).
  • Die Gesamtkapitalquote ) (bezogen auf alle Risiken) stieg auf 15,5 Prozent (Ultimo 2015: 14,9 Prozent).
  • Die Kernkapitalquote Common Equity Tier 1 (4) (bezogen auf alle Risiken) verbesserte sich auf 11,7 Prozent (Ultimo 2015: 11,0 Prozent).

Mirko Bianchi, Finanzvorstand der Bank Austria: "Im ersten Halbjahr 2016 konnte die Bank Austria ihre Kapitalquoten gegenüber dem Ultimo des Vorjahres weiter verbessern: So beläuft sich unsere Gesamtkapitalquote auf hervorragende 15,5 Prozent, was eine Steigerung um 0,6 Prozentpunkte bedeutet. Unsere Kernkapitalquote Common Equity Tier 1 stieg ebenfalls um 0,6 Prozentpunkte und beträgt nunmehr exzellente 11,7 Prozent. In absoluten Zahlen erhöhte sich das regulatorische Eigenkapital in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahresultimo um rund 900 Millionen Euro und beläuft sich aktuell auf 20,0 Milliarden Euro. Dank des weiteren Einlagenzuwachses konnten wir auch unsere langfristige Liquiditätsposition weiter verbessern. So beläuft sich die Loans/Direct Funding-Ratio aktuell auf exzellente 84,4 Prozent. Das heißt, dass unsere Kundenforderungen deutlich mehr als zur Gänze durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen gedeckt sind."

Die Divisionen im Detail
Die Bank Austria weist ihr Ergebnis in vier Divisionen aus: Privat- & Firmenkunden, Corporate & Investment Banking (CIB), Private Banking sowie Zentral- und Osteuropa (CEE). Dazu kommt das Corporate Center.

Die Division Privat- & Firmenkunden konnte in den ersten sechs Monaten 2016 das Ergebnis vor Steuern um 17,5 Prozent auf 188 Millionen Euro deutlich verbessern (1-6 2015: 160 Millionen Euro), da die Betriebserträge um 2,6 Prozent leicht gestiegen sind, wozu auch ein Einmaleffekt (Visa Aktienrückkauf) positiv beigetragen hat und die Kosten dank strikter Kostendisziplin um 5,9 Prozent gesenkt werden konnten.

Im Bereich Privatkunden, Geschäftskunden und Freie Berufe wurden im 1. Halbjahr 2016 zahlreiche Wachstumsinitiativen gesetzt. Mit dem Launch der neuen Bank Austria App, der Mobilen Geldbörse, unterstrich die Bank Austria neuerlich ihre Innovationsführerschaft bei mobilen Online-Services. Mit der "Schnell-mehr-Geld-Funktion" in dieser App, die von der Bank Austria als einziger Bank in Österreich angeboten wird, können Kunden sekundenschnell das Kartenlimit vor Ort im Geschäft erhöhen. Ein klares Bekenntnis gibt es weiterhin zu dem hochmodernen Filial- und Beratungskonzept der Bank Austria, in dessen Rahmen insgesamt 100 Millionen Euro in die neuen und bestehenden Filialen und in Beratung investiert werden. Damit werden die Filialen und der Online-Marktplatz mit Online-Shop und Online-Filiale zu gleichwertigen Verkaufs- und Beratungsschienen ausgebaut. Nach dem großen Erfolg der bereits 100 ImmobilienSpezialisten werden bis Ende des Jahres auch rund 100 VeranlagungsSpezialisten in der Kundenberatung eingesetzt. Bis Ende 2016 wird dieses innovative Beratungsmodell für alle Privat- und Geschäftskunden sowie Freiberufler in den Filialen der Bank Austria vollständig ausgerollt sein – die Spezialisten sind dabei entweder vor Ort anwesend oder werden über Video in das Beratungsgespräch mit dem Kundenbetreuer zugeschalten.
Seit 1. Jänner 2016 werden Kundinnen und Kunden aus den Bereichen Geschäftskunden und Freie Berufe mit einem Jahresumsatz kleiner als 3 Millionen Euro wieder im Privatkunden-Netzwerk betreut. Dafür wurde die Anzahl der Standorte mit Betreuung von Freiberuflern und kleinen Geschäftskunden auf 54 Standorte beinahe verdoppelt.

Trotz extrem günstiger Finanzierungsmöglichkeiten blieb das erste Halbjahr 2016 für das Firmenkundengeschäft weiterhin von verhaltener Investitionsbereitschaft der Unternehmen und dementsprechend geringer Kreditnachfrage geprägt. Dennoch ist es durch die große Nähe zu unseren Kunden gelungen, das Kreditvolumen mit Firmenkunden leicht zu steigern.

Mit dem Transfer von Freiberuflern und kleineren Unternehmen in die Verantwortung des Privatkunden-Netzwerks wurde der Weg frei gemacht für eine noch stärkere Fokussierung auf die mittleren und großen Unternehmen Österreichs und den Betreuungsansatz des "strategischen Finanzpartners". Darüber hinaus hat das "UniCredit International Center" gemeinsam mit den Teams aller Regionen im ersten Halbjahr eine Neukundenoffensive erfolgreich gestartet, bei der die Bank Austria österreichische Unternehmen zusammen mit UniCredit-Partnerbanken ins Ausland begleitet. Auch wurde im ersten Halbjahr die Marktführerschaft im Bereich Garantien ausgebaut.

Die Total Financial Assets der Division Private Banking betrugen Ende Juni 23,6 Milliarden Euro, was einen Anstieg von 2,8 Prozent gegenüber Juni 2015 bedeutet. Die Steigerung im bisherigen Jahresverlauf um 1,8 Prozent ist hauptsächlich der Vermögensverwaltung, dem strategischen Kernbereich der Division Private Banking, zu verdanken. Trotzdem sank das Ergebnis vor Steuern im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 34,8 Prozent auf 16,4 Millionen Euro. Dies ist vor allem auf drei Umstände zurückzuführen: Auf der einen Seite leiden die Zinserträge nach wie vor durch das andauernde Niedrigzinsumfeld, auf der anderen Seite führte die gestiegene Volatilität an den Märkten dazu, dass viele Kundinnen und Kunden ihr Kapital nach wie vor in sehr traditionellen und betreuungsarmen Veranlagungsformen angelegt haben. Zudem belasteten um 39 Prozent höhere Systemsicherungsbeiträge, wie zum Beispiel die Bankenabgabe, das Ergebnis.

Doch gerade vor dem Hintergrund des hartnäckigen Niedrigzinsumfelds konnte die Division Private Banking ihre Stärke in der Vermögensverwaltung zur Geltung bringen sowie insbesondere hier den Wachstumskurs fortsetzen. Hier erhöhte sich das Volumen um 13,1 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode, was sowohl auf die Kursgewinne im Bestandsportfolio als auch auf substanzielle Nettomittelzuflüsse zurückzuführen ist. Darüber hinaus konnte Bank Austria Private Banking mit dem neuen Servicemodell "UNIVERS", bei dem die Kundin bzw. der Kunde durch einen transparenten Pauschalspesensatz in völliger Unabhängigkeit von den Transaktionskosten Anlageentscheidungen treffen kann, seine Position als Innovationsführer am heimischen Private Banking Markt ausbauen. Im ersten Jahr nach der österreichweiten Einführung haben sich bereits Kundinnen und Kunden mit einem Veranlagungsvolumen in der Höhe einer knappen Milliarde Euro für dieses Modell entschieden.

Die Division Corporate & Investment Banking (CIB) erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 104 Millionen Euro (1-6 2015: 108 Millionen Euro). Besonders positiv verlief das Geschäft mit Exportfinanzierungen und in den erweiterten internationalen Märkten. Auch die Strukturierung von Übernahmefinanzierungen hat sich zur Jahresmitte hin wieder etwas belebt. In Österreich entwickelte sich insbesondere das Standardkreditgeschäft nur verhalten, was einerseits auf die weiterhin schwache Kreditnachfrage anderseits auf die starke Bonität der Kunden zurückzuführen ist. In den Geschäftsbereichen Cash Management, Trade Finance und Supply Chain Finance konnte CIB namhafte Mandate bei österreichischen und multinationalen Kunden gewinnen. In diesen Bereichen gelang es bis dato hervorragend, die Stärken der UniCredit gegenüber den lokalen und internationalen Banken auszuspielen. Die Position der UniCredit wird dadurch in diesen Märkten kontinuierlich ausgebaut und die Visibilität laufend erhöht. Der Rückgang beim Ergebnis ist vor allem zwei Faktoren geschuldet: Zum einen sanken die Betriebserträge aufgrund des Wegfalls eines außerordentlichen zweistelligen Ertrages aus einer im Vorjahr abgeschlossenen Übernahmefinanzierung. Zum anderen schmälerten die im Vergleich zum 1. Halbjahr 2015 deutlich gestiegenen Aufwendungen für eine Rückstellung sowie für Bankenabgabe und Single Resolution Fund das operative Ergebnis.

Das 1. Halbjahr 2016 war geprägt durch ein stark kompetitives Marktumfeld in Kombination mit einer verhaltenen Kreditnachfrage, getrieben durch starke Cash Flows der Unternehmen und verhaltene Investitionstätigkeit. Äußerst positiv entwickelten sich strukturierte Finanzierungen sowie Project und Structured Trade & Export Financings, wo CIB zweistellige Wachstumsraten erzielte. Auch gelang es im Juli die InnovFin Klein- und Mittelunternehmen (KMU) Vereinbarung mit dem Europäischen Investitionsfonds zu unterzeichnen, wodurch die Bank Austria als erste Bank in Österreich innovativen österreichischen Unternehmen bis zu 200 Millionen Euro an Krediten auf Basis einer Garantie des Europäischen Investitionsfonds (EIF) zu günstigen Konditionen bereit stellt. Die Bank Austria leistet hierdurch einen wesentlichen Beitrag um die Investitionstätigkeit in Österreich zu steigern.

Darüber hinaus konnte CIB seine führende Marktstellung bei multinationalen Unternehmen im ersten Halbjahr 2016 weiter ausbauen. Die intensive Bearbeitung der erweiterten Kernmärkte Skandinavien, Spanien und Portugal sowie ausgewählter Kunden in Südafrika setzte CIB im 1. Halbjahr 2016 nachhaltig fort. Insbesondere durch den erfolgreichen Abschluss von großvolumigen Finanzierungen in diesen Regionen konnte ein signifikantes Wachstum im Geschäftsfeld der strukturierten Finanzierungen erzielt werden. Auch die lokale Präsenz durch die Eröffnung einer Filiale der UniCredit in Spanien war ein wesentlicher Erfolgsfaktor, der in Zukunft aktiv genutzt werden wird.
Im ersten Halbjahr 2016 konnte die Division Zentral- und Osteuropa dank positiver Beiträge aus der gesamten Region und aus allen Produktbereichen wieder ein starkes Betriebsergebnis in Höhe von 1.310 Millionen Euro
(1-6 2015: 1.170 Millionen Euro) erzielen. Dieses lag zu aktuellen Wechselkursen um 12 Prozent und wechselkursbereinigt sogar um 19 Prozent über dem Betrag der entsprechenden Vorjahresperiode.

Die Betriebserträge zeigten mit einem höheren Handelsergebnis von 253 Millionen Euro (1-6 2015: 169 Millionen Euro), besseren Dividenden und Erträgen aus At-equity-Beteiligungen von 228 Millionen Euro
(1-6 2015: 165 Millionen Euro) und einem Provisionsüberschuss von 364 Millionen Euro (1-6 2015: 351 Millionen Euro) eine solide operative Entwicklung, zusätzlich unterstützt durch den Verkauf von VISA-Aktien in mehreren Ländern. Der Nettozinsertrag belief sich auf 1.180 Millionen Euro (1-6 2015: 1.200 Millionen Euro). Die höheren Erträge haben gleichzeitig die geringfügig gestiegenen Betriebsaufwendungen, die mit 739 Millionen Euro um 1,8 Prozent über dem Vorjahr (1-6 2015: 726 Millionen Euro) lagen, mehr als ausgeglichen. Der Kreditrisikoaufwand war im ersten Halbjahr 2016 in den meisten CEE-Ländern niedriger. Das Ergebnis vor Steuern der CEE Division erreichte folglich in den ersten sechs Monaten 2016 877 Millionen Euro (1-6 2015: 681 Millionen Euro), was einem Plus von 28,9 Prozent zu aktuellen Wechselkursen und 38,2 Prozent wechselkursbereinigt entspricht.

Das Nettoergebnis in Höhe von 707 Millionen Euro (1-6 2015: 346 Millionen Euro) stieg um 104 Prozent zu aktuellen Wechselkursen und wechselkursbereinigt um 141 Prozent im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode.

Die Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, hat den Ausblick für Zentral- und Osteuropa geändert. Obwohl ihre kurzfristigen Auswirkungen begrenzt und durch die fortgesetzte Zurückhaltung der Fed sowie das Anleihenankaufprogramm der EZB abgemildert werden sollten, werden die mittelfristigen Effekte deutlich sein – weniger wegen des Brexit selbst als viel mehr wegen des Rückschlages für das Wachstum und das Vertrauen in die verbleibende EU, den er bedeutet. Der Großteil der Auswirkungen wird nächstes Jahr spürbar sein, wobei das konkrete Ausmaß von der Offenheit und der Integration in die Eurozone der einzelnen Volkswirtschaften und dem politischen Spielraum für antizyklische Maßnahmen abhängen wird. Die schwächere Wachstumsprognose sollte jedoch die finanzielle Stabilität nicht gefährden.


"Der Transfer der CEE-Division direkt unter das Dach der UniCredit liegt voll im Plan und soll, wie kommuniziert, zum Jahresende 2016 abgeschlossen werden. Die kommende neue Struktur zielt darauf ab, die bestehende Expertise unseres CEE-Teams für unsere Kunden zu bewahren und ein Höchstmaß an Kontinuität für unser Geschäft in der Region sicherzustellen", sagt Carlo Vivaldi, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chef der CEE Division der Bank Austria. "In den ersten sechs Monaten 2016 hat die CEE Division wieder exzellente Ergebnisse erzielt und ihre Effizienz unter Beweis gestellt. Im zweiten Halbjahr wollen wir uns noch stärker auf die Kundenakquisition, Ausbau des Kredit- und Provisionsgeschäftes sowie die digitale Transformation konzentrieren."

Die CEE Division steuert ein Netzwerk von rund 2.300 Filialen (inklusive dem türkischen Joint Venture, das sonst entsprechend dem Beteiligungsansatz betrachtet wird) und zirka 47.700 Mitarbeitern in 13 Ländern. Die Gruppe sieht sich unverändert als langfristiger Investor in der Region und will ihre führende Marktposition in den kommenden Jahren durch nachhaltiges organisches Wachstum ausbauen.


Die Bilanz (5)
Die Bilanzsumme der Bank Austria belief sich zum 30. Juni 2016 auf 193,8 Milliarden Euro (6) und lag mit einem Zuwachs von 0,2 Milliarden Euro nur unwesentlich über dem Niveau des Vorjahresultimos (31.12.2015: 193,6 Milliarden Euro).

Auf der Aktivseite stiegen die Kundenforderungen per Ende Juni um 1,5 Prozent oder 1,8 Milliarden Euro auf 118,2 Milliarden Euro (31.12.2015: 116,4 Milliarden Euro), die Forderungen an Kreditinstitute sanken hingegen um 15,5 Prozent auf 27,2 Milliarden Euro (31.12.2015: 32,2 Milliarden Euro).

Auf der Passivseite stiegen die Kundeneinlagen um 2,4 Prozent oder 2,7 Milliarden Euro auf 113,0 Milliarden Euro (31.12.2015: 110,3 Milliarden Euro), was Zuwächse sowohl in Österreich als auch in CEE widerspiegelt, während die verbrieften Verbindlichkeiten aufgrund ausgelaufener Schuldverschreibungen um 7,5 Prozent oder 2,2 Milliarden Euro auf 26,6 Milliarden Euro zurückgingen (31.12.2015: 28,8 Milliarden Euro). Die Primärmittel, also die Summe aus den beiden Positionen sowie die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten stiegen leicht um 0,4 Milliarden Euro oder 0,3 Prozent auf 140,1 Milliarden Euro. Daraus errechnet sich eine hervorragende Loans/Direct Funding-Ratio von 84,4 Prozent. Das heißt, dass die Kundenforderungen durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen zu 118,5 Prozent gedeckt sind.

Die gemäß Basel III zu berechnende Leverage-Ratio hat sich weiter verbessert und liegt per 30. Juni dieses Jahres bei exzellenten 6,2 Prozent gemäß Basel III-Übergangsbestimmungen.

Das regulatorische Eigenkapital (7) verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresultimo um 0,9 Milliarden Euro auf nunmehr 20,0 Milliarden Euro.

Die Gesamtkapitalquote (8) bezogen auf alle Risiken verbesserte sich per 30. Juni 2016 auf 15,5 Prozent (31.12.2015: 14,9 Prozent), die Kernkapitalquote Common Equity Tier 1 stieg auf exzellente 11,7 Prozent bezogen auf alle Risiken (31.12.2015: 11,0 Prozent).

Der Personalstand der Bank Austria Gruppe inklusive der CEE-Töchter beläuft sich zum 30. Juni 2016 auf 54.424 Vollzeitarbeitskräfte [FTE] (30. Juni 2015: 55.146 Vollzeitarbeitskräfte). Davon waren 6.739 Vollzeitarbeitskräfte (FTE) in der Bank Austria Gruppe und 47.685 FTE in den CEE-Ländern (9) beschäftigt.

 1 Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden die Vergleichszahlen zum Vorjahr angepasst an den Konsolidierungskreis und die Geschäftsstruktur 2016 dargestellt, wobei auch die nach IFRS 5 als „zur Veräußerung gehaltene“ CEE Division für die Zwecke dieser Darstellung weiterhin in allen Bilanz- und GuV-Positionen gezeigt wird.
 2 Berechnung der Kapitalquoten gemäß Basel III-Übergangsbestimmungen, unter Einbeziehung des Halbjahresgewinns
 3 Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden die Vergleichszahlen zum 30. Juni 2015 angepasst an den Konsolidierungskreis und die Geschäftsstruktur 2016 dargestellt, wobei auch die nach IFRS 5 als "zur Veräußerung gehaltene" CEE Division für die Zwecke dieser Darstellung weiterhin in allen GuV-Positionen gezeigt wird. Die GuV-Positionen betreffend Ukrsotsbank werden weiterhin in der Position "Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen" ausgewiesen. Das Ergebnis des türkischen Joint Ventures ist in der Position "Dividenden und ähnliche Erträge aus At-equity-Beteiligungen" enthalten.
 4 Berechnung der Kapitalquoten gemäß Basel III-Übergangsbestimmungen, unter Einbeziehung des Halbjahresgewinns
 5 Vergleiche hier gegenüber den publizierten Vorjahreszahlen
 6 Beteiligung an der Yapi Kredi in der Türkei „at equity“ (d.h. nur mit anteiligem Eigenkapital enthalten.
 7 Auf Basis von IFRS berechnet, unter Einbeziehung des Halbjahresgewinns
 8 Berechnung der Kapitalquoten gemäß Basel III-Übergangsbestimmungen, unter Einbeziehung des Halbjahresgewinns
 9 Inklusive der MitarbeiterInnen des at equity konsolidierten türkischen Joint-Ventures.

 Tabellen

Rückfragen: UniCredit Bank Austria Pressestelle
Martin Halama, Tel. +43 (0) 50505 - 52371
E-Mail: martin.halama@unicreditgroup.at