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Presseinformation

30.06.2016

UrlaubsEuro Sommer 2016:
„UrlaubsEuro“ ist 2016 mehr wert, BREXIT macht das Vereinigte Königreich billig

  • UrlaubsEuro in Europa aufgrund höherer österreichischer Inflation mehr wert
  • In Übersee war die Euroaufwertung stärker als die lokale Inflation
  • Weiterhin Ungarn, Türkei und Kroatien an der Spitze der Topdestinationen
  • UrlaubsEuro auf der „Insel“ durch BREXIT mehr wert als in Österreich
  • Schweiz bleibt mit Abstand teuerste Urlaubsdestination

Der Wert des UrlaubsEuros für Österreicher hat sich 2016 tendenziell erhöht. „Im Durchschnitt ist der UrlaubsEuro im Sommer 2016 etwas mehr wert als vor einem Jahr“, analysiert Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der Bank Austria die aktuellste Berechnung des UrlaubsEuros, und ergänzt: „Auch der UrlaubsEuro bei Fernreisen ist heuer mehr wert als vor einem Jahr.“ Viele Länder haben tendenziell mehr abgewertet als die Preise im Vergleich zu Österreich gestiegen sind und in vielen Euroländern liegen die Inflationsraten weiterhin unter denen Österreichs. „Der UrlaubsEuro profitierte in vielen Euroländern von der niedrigeren Inflation als in Österreich, in den Nichteuroländern von der Aufwertung des Euro“, fasst Stefan Bruckbauer die Situation im Sommer 2016 zusammen.

Urlaub im Vereinigten Königreich wegen BREXIT deutlich günstiger
Unter den wichtigsten Urlaubsdestinationen der Österreicher bekommt der österreichische Urlauber derzeit in Ungarn und der Türkei am meisten für seinen UrlaubsEuro. Auch in Kroatien, in Slowenien, Griechenland und Portugal erhält man erkennbar mehr als in Österreich „Wer seinen Urlaub heuer auf der Insel verbringt, kann mit einem etwas tieferen Preisniveau wie in Österreich rechnen, vor einem Jahr war es noch deutlich höher, dies ist ein direkter Effekt des BREXIT“, so Bruckbauer. In vielen Ländern Ost- und Südosteuropas ist der UrlaubsEuro ebenfalls deutlich mehr wert als in Österreich – allen voran in Bulgarien, Rumänien und Polen. Der Vorteil hat sich im Vergleich zu vor einem Jahr sogar bei Polen noch einmal leicht erhöht. „In Griechenland ist der UrlaubsEuro heuer rund 21 Prozent mehr wert als in Österreich, erneut ein Zugewinn von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies ist eine Folge der sinkenden Preise in diesem Land“, so Bruckbauer. Seit Krisenbeginn 2008 hat sich damit der Wert des UrlaubsEuros eines österreichischen Urlaubers in Griechenland um rund sieben Prozent erhöht.

In Übersee spielt die etwas höhere Inflation in Österreich kaum eine Rolle beim Wertvergleich für den UrlaubsEuro, hier ist die Wechselkursentwicklung wichtiger. „Die Aufwertung des Euro seit dem Sommer 2015 erhöhte den UrlaubsEuro in Übersee für Touristen aus Österreich um immerhin 4 Prozent verglichen mit dem Zeitpunkt vor einem Jahr“, so Bruckbauer. Vor allem in Süd- und Mittelamerika, aber auch in Afrika legte der Wert des UrlaubsEuro zu. Vor allem in Südafrika ist der UrlaubsEuro heuer deutlich mehr wert. Beim Urlaub in den USA wird man heuer tendenziell wenig Preisunterschied zu Österreich bemerken, der Wert ist leicht gesunken.

Am teuersten ist der UrlaubsEuro in der Schweiz
Unverändert teuer ist weiterhin der Urlaub in der Schweiz, wo 100 UrlaubsEuro trotz leichter Abwertung des Franken nur 62 Euro wert sind – die Deflation in der Schweiz kann die stark angestiegene Währung nicht ausgleichen. Alternativ zur Schweiz, aber auch zu Österreich, würde der UrlaubsEuro bei einem Urlaub in Deutschland oder in Frankreich etwas mehr wert sein, allerdings möglicherweise wenig spürbar und zu wenig, um die längere Anreise auszugleichen. Definitiv weniger für seinen UrlaubsEuro als in Österreich bekommt man weiterhin in Irland und Schweden, Spanien wurde erneut im Verhältnis zu Österreich etwas günstiger.

Abschließend weisen die Ökonomen der Bank Austria darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Das Preisniveau bezieht sich auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern, einzelne Produkte (speziell für Touristen) können davon deutlich abweichen. Daher wurde auch für die Ferndestinationen kein Wert, sondern nur dessen Veränderung angegeben. Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern so viel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Würde Österreichs Preisniveau niedriger liegen, wäre auch das Einkommensniveau geringer und Urlaube schwer leistbar.

 Tabellen (PDF; 218 KB)

Rückfragen: Bank Austria Economics and Market Analysis Austria
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0) 50505 - 41951
E-Mail: stefan.bruckbauer@unicreditgroup.at

UniCredit Bank Austria Pressestelle
Matthias Raftl, Tel. +43 (0) 50505 - 52809
E-Mail: matthias.raftl@unicreditgroup.at