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Presseinformation

11.05.2016

Bank Austria Ergebnis für das erste Quartal 2016:
Bank Austria startet mit 59 Millionen Euro Gewinn ins Jahr

• Solides Ergebnis im operativen Kundengeschäft trotz historisch niedrigem Marktzinsniveau und anhaltend schwacher Konjunktur
o Kreditvolumen liegt stabil bei 117 Milliarden Euro
o Kundeneinlagen wachsen im Vergleich zur Vorjahresperiode in Österreich und CEE um insgesamt 7 Prozent
auf 114 Milliarden Euro
• Betriebsaufwendungen dank strikten Kostenmanagements insgesamt stabil, in Österreich um 2 Prozent rückläufig
• Rückgang des Kreditrisikoaufwands um 31,4 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 144 Millionen Euro
• Deutliche Verbesserung des operativen Geschäfts: Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand steigt um 47 Millionen Euro oder 11 Prozent auf 471 Millionen Euro
• Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge, die großteils durch Vorausbuchungen für das Gesamtjahr 2016 bereits im ersten Quartal anfallen, steigen um 66,7 Prozent auf 172 Millionen Euro
• Konzernergebnis nach Steuern mit 59 Millionen Euro um 70,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, was in erster Linie zwei Faktoren geschuldet ist:
o Um 69 Millionen Euro höhere Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge als in der Vorjahresperiode
o Ein negatives Ergebnis beim Integrations- und Restrukturierungsaufwand in Höhe von 206 Millionen Euro aufgrund der vom Nationalrat beschlossenen ASVG-Änderungen, die eine Erhöhung der entsprechenden Rückstellung notwendig machten
• Die im Vergleich zum Vorjahresultimo um 27 Basispunkte verbesserte Gesamtkapitalquote liegt bei
15,1 Prozent, die um 15 Basispunkte gestiegene Kernkapitalquote Common Equity Tier 11 bei 11,2 Prozent
• Hervorragende Primärmittelquote dokumentiert starke Liquiditätssituation der Bank
o Kundenkredite sind zu 121,8 Prozent durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen refinanziert

Bank Austria Vorstandsvorsitzender Robert Zadrazil: „Das operative Geschäft verlief im ersten Quartal angesichts des weiterhin herausfordernden Markt- und Zinsumfelds durchaus zufriedenstellend und aufgrund der sowohl in Österreich als auch in CEE gesunkenen Risikovorsorgen sowie des strikten Kostenmanagements konnten wir das Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand sogar deutlich steigern. Der im Vorjahresvergleich deutlich niedrigere Gewinn ist das Resultat eines neuen Belastungsrekordes durch Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge in Höhe von 172 Millionen Euro sowie der Sonderbelastung infolge der im österreichischen Nationalrat beschlossenen ASVG-Änderung.“

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Der Nettozinsertrag blieb mit 60,3 Prozent unverändert die wichtigste Ertragskomponente und stieg im ersten Quartal 2016 trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds um 0,7 Prozent auf 826 Millionen Euro
(1-3 2015: 820 Millionen Euro).

Dividenden und ähnliche Erträge aus At-equity-Beteiligungen stiegen um 1,6 Prozent auf 100 Millionen Euro (1-3 2015: 98 Millionen Euro) und beinhalten die Erträge aus dem türkischen Joint Venture als größte Position.

Der Provisionsüberschuss ging um 0,7 Prozent auf 339 Millionen Euro leicht gegenüber dem Vorjahr zurück
(1-3 2015: 341 Millionen Euro).

Das Handelsergebnis sank im Vorjahresvergleich um 27,9 Prozent auf 78 Millionen Euro (1-3 2015: 108 Millionen Euro), was in erster Linie auf Bewertungsanpassungen (Credit Value Adjustments, CVA, sowie Funding Value Adjustments, FVA) aufgrund des Basel III-Regelwerks zurückzuführen ist.

In Summe lagen die Betriebserträge im ersten Quartal mit 1.369 Millionen Euro um 1,3 Prozent unter der Vorjahresperiode (1-3 2015: 1.387 Millionen Euro), was in erster Linie dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld und den aufgrund von Basel III vorgenommenen Bewertungsanpassungen geschuldet ist.

Die Betriebsaufwendungen blieben dank des strikten Kostenmanagements mit 755 Millionen Euro weitgehend konstant (1-3 2015: 753 Millionen Euro), wobei die Betriebsaufwendungen in Österreich mit 394 Millionen Euro weiter um 1,8 Prozent gesenkt werden konnten (1-3 2015: 401 Millionen Euro).

Das Betriebsergebnis lag mit 615 Millionen Euro um 3 Prozent leicht unter dem Vorjahr (1-3 2015:
634 Millionen Euro), was ebenfalls mit dem historisch niedrigen Zinsniveau sowie den notwendigen Bewertungsanpassungen aufgrund des Basel III-Regelwerks zu erklären ist.

Der Kreditrisikoaufwand sank im ersten Quartal 2016 um 31,4 Prozent auf 144 Millionen Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode (1-3 2015: 210 Millionen Euro). In Österreich sanken die Risikokosten im Vergleich zum Vorjahr um 31 Millionen Euro auf 3 Millionen Euro (1-3 2015: 34 Millionen Euro). Auch in CEE war ein Rückgang des Kreditrisikoaufwands von insgesamt 35 Millionen Euro auf 140 Millionen Euro zu verzeichnen (1-3 2015: 175 Millionen Euro), dazu leisteten insbesondere die Länder Tschechien, Ungarn, Rumänien, Serbien und Slowenien einen Beitrag.

Das Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand, das als zentrale Kennzahl die Performance im operativen Geschäft darstellt, stieg dank des exzellenten Risikomanagements im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 471 Millionen Euro (1-3 2015: 424 Millionen Euro).
Während in den operativen Geschäftsbereichen das strikte Kostenmanagement die Dynamik der Ausgabenentwicklung erfolgreich eindämmte, konterkarierten weiter gestiegene „Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge“, die zudem großteils im ersten Quartal für das ganze Jahr 2016 vorab gebucht werden mussten und unter dieser Position unter den nicht-operativen Erträgen/Aufwendungen gesammelt ausgewiesen werden, diese Bemühungen.

Die nicht-operativen Erträge/Aufwendungen zwischen Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand und Ergebnis vor Steuern stiegen im ersten Quartal dieses Jahres auf insgesamt 354 Millionen Euro, während in der Vorjahresperiode nur 112 Millionen Euro zu verbuchen waren. Die größte Einzelposition stellt dabei die Erhöhung der Rückstellung für die geplante Übertragung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung für aktive Mitarbeiter in das staatliche System dar, die aufgrund der vom Nationalrat beschlossenen ASVG-Novelle um 444 Millionen Euro zu erhöhen war. Der Integrations- und Restrukturierungsaufwand weist daher ein Minus von 206 Millionen Euro auf.

Ein weiterer Kostentreiber unter den nicht-operativen Positionen waren die Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge, die aufgrund der neuen Regelungen auf EU-Ebene betreffend Beiträge zu Bankenabwicklungsfonds und Einlagensicherung und teilweise aufgrund von diesbezüglichen Vorausbuchungen für das ganze Jahr 2016 im ersten Quartal um 66,7 Prozent oder 69 Millionen Euro auf 172 Millionen Euro anstiegen (1-3 2015: 103 Millionen Euro).

In Österreich belief sich die Gesamtbelastung der Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge auf 90 Millionen Euro, wovon 34 Millionen Euro (1-3 2015: 33 Millionen Euro) auf die Bankenabgabe und 56 Millionen Euro auf die Dotierungen des Einlagensicherungs- sowie des Abwicklungsfonds entfielen. In Osteuropa belief sich die Gesamtbelastung auf 82 Millionen Euro. Hiervon entfielen 14 Millionen Euro auf Bankenabgaben (in Ungarn sowie Tschechien und der Slowakei) und 68 Millionen Euro auf Systemsicherungsbeiträge, die aufgrund von Vorausbuchungen für das ganze Jahr bereits im ersten Quartal fällig wurden. So wurden die Bankenabwicklungsfonds in Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Rumänien sowie Tschechien und der Slowakei insgesamt mit 44 Millionen Euro dotiert. Der Beitrag der CEE-Länder für Einlagensicherungsfonds belief sich auf 23 Millionen Euro im ersten Quartal.

Das Ergebnis vor Steuern sank aufgrund der beschriebenen Belastungen aus schwacher Konjunktur, niedrigem Zinsumfeld, einmaligen zusätzlichen Rückstellungen beim Restrukturierungsaufwand sowie weiter gestiegenen Abgabenbelastungen im ersten Quartal 2016 um 62,5 Prozent auf 117 Millionen Euro (1-3 2015: 313 Millionen Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern blieb mit 59 Millionen Euro um 70,5 Prozent unter der Vorjahresperiode (1-3 2015: 199 Millionen Euro).

Aus diesem Ergebnis errechnen sich folgende Finanzkennzahlen:
• Die Cost/Income-Ratio liegt bei 55,1 Prozent (1-3 2015: 54,3 Prozent).
• Die Risk/Earnings-Ratio (Kreditrisiko in Prozent des Zinsüberschusses) verbesserte sich auf 15,5 Prozent
(1-3 2015: 22,8 Prozent).
• Die Gesamtkapitalquote ) (bezogen auf alle Risiken) stieg auf 15,1 Prozent (Ultimo 2015: 14,9 Prozent).
• Die Kernkapitalquote Common Equity Tier 13) (bezogen auf alle Risiken) verbesserte sich auf 11,2 Prozent
(Ultimo 2015: 11,0 Prozent).

Mirko Bianchi, Finanzvorstand der Bank Austria: „Im ersten Quartal dieses Jahres konnte die Bank Austria ihre Kapitalquoten gegenüber dem Ultimo des Vorjahres weiter verbessern: So beläuft sich unsere Gesamtkapitalquote auf hervorragende 15,1 Prozent, was eine Steigerung um 27 Basispunkte bedeutet. Unsere Kernkapitalquote Common Equity Tier 1 stieg ebenfalls um 15 Basispunkte oder 266 Millionen Euro und beträgt nunmehr exzellente 11,2 Prozent. In absoluten Zahlen hat sich das regulatorische Eigenkapital im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresultimo um 436 Millionen Euro erhöht und beläuft sich aktuell auf 19,5 Milliarden Euro. Dank des weiteren Einlagenzuwachses konnten wir auch unsere langfristige Liquiditätsposition weiter verbessern. So beläuft sich die Loan/Direct Funding-Ratio aktuell auf exzellente 82,1 Prozent. Das heißt, dass unsere Kundenforderungen deutlich mehr als zur Gänze durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen gedeckt sind.“

 

Die Divisionen im Detail
Die Bank Austria weist ihr Ergebnis in vier Divisionen aus: Privat- & Firmenkunden, Corporate & Investment Banking (CIB), Private Banking sowie Zentral- und Osteuropa (CEE). Dazu kommt das Corporate Center.

Die Division Privat- & Firmenkunden erreichte im ersten Quartal 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 38 Millionen Euro, das um 8,7 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode nachließ (1-3 2015: 41 Millionen Euro). Die Betriebserträge waren aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds um 3,8 Prozent leicht rückläufig, was durch Kostensenkungsmaßnahmen nur zum Teil kompensiert werden konnte. Die um 23 Millionen Euro weiter verbesserte Kreditqualität im Privat- und Firmenkundengeschäft führte dazu, dass der Kreditrisikoaufwand gegenüber dem Vorjahr um 77,6 Prozent deutlich zurückging und das Betriebsergebnis nach Risikoaufwand mit 26,1 Prozent deutlich auf 74 Millionen Euro verbessert wurde. Der Ergebnisrückgang ist daher in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Belastungen aus dem Titel „Bankenabgabe“ und Systemsicherungsbeiträge in dieser Division mit 41 Millionen Euro (1-3 2015: 18 Millionen Euro) um 23 Millionen Euro oder 129,3 Prozent deutlich höher ausfielen als in der Vorjahresperiode.

Die Division Private Banking erzielte im ersten Quartal 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 8 Millionen Euro
(1-3 2015: 16 Millionen Euro). Die Gründe für den Ergebnisrückgang sind vielfältig: Zum einen sind die Betriebserträge um 11,6 Prozent zurückgegangen, da sowohl das Zinsergebnis als auch die Provisionserträge schwächer ausfielen als in der Vorjahresperiode. Zum anderen erhöhten sich die Belastungen aus dem Titel „Bankenabgabe und Systemsicherungsbeiträge“ in dieser Division gegenüber der Vorjahresperiode um 2 Millionen Euro auf 3 Millionen Euro.

Die Division Corporate & Investment Banking (CIB) erzielte im ersten Quartal dieses Jahres ein Ergebnis vor Steuern von 22 Millionen Euro (1-3 2015: 34 Millionen Euro). Das Ergebnis ist im Wesentlichen durch drei Entwicklungen belastet: Einerseits sanken die Betriebserträge um 6,5 Prozent aufgrund des im Vergleich zur Vorjahresperiode schwächeren Provisions- und Handelsergebnisses. Andererseits stiegen die Kosten um 13,9 Prozent, was maßgeblich durch erhöhte Rückstellungserfordernisse beeinflusst wurde. Darüber hinaus erhöhten sich die Belastungen aus dem Titel „Bankenabgabe und Systemsicherungsbeiträge“ in dieser Division gegenüber der Vorjahresperiode um 45,1 Prozent auf 16 Millionen Euro.

Die Division Zentral- und Osteuropa (CEE) erwirtschaftete im 1. Quartal 2016 ein Ergebnis vor Steuern von
343 Millionen Euro verglichen mit 323 Millionen Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Trotz ungünstiger Wechselkurseffekte und anhaltender geopolitischer Spannungen ist das ein Plus von 6,2 Prozent zu aktuellen Wechselkursen. Wechselkursbereinigt erhöhte sich der Vorsteuergewinn sogar um 12,4 Prozent im

Jahresvergleich. Das Nettoergebnis in Höhe von 284 Millionen Euro (1-3 2015: 196 Millionen Euro) stieg um
45 Prozent zu aktuellen Wechselkursen und wechselkursbereinigt um 67,7 Prozent, wobei der Vorjahreswert stark durch den Nettoverlust aus nicht fortgeführten Geschäfts¬bereichen beeinflusst war. Die Erträge verzeichneten in den ersten drei Monaten 2016 solide Zuwächse und haben die höheren Betriebsaufwendungen wechselkursbereinigt kompensiert. Der Kreditrisiko¬aufwand lag unter dem Vorjahr, was durch einen niedrigeren Vorsorgebedarf in den meisten Ländern begünstigt wurde.

Den jüngsten Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten zum Trotz hat Zentral- und Osteuropa das Jahr 2016 stark begonnen, die Geschäftstätigkeit in der Region nimmt an Fahrt auf und die lokalen Finanzmärkte erweisen sich als widerstandsfähig. Während das Wachstum in der Eurozone anhält, die EZB eine neue Runde ihres Anleihenkaufprogrammes einläutet und die Fed ihren friedvollen Kurs weiterführt, sollte das Wirtschafts¬wachstum heuer alle CEE-Länder erfassen und sich 2017 mit ähnlichem Tempo fortsetzen. Diese Entwicklung wird dabei insbesondere durch die anhaltende Erholung der Inlands-nachfrage getrieben. Das Wachstum wird indes in Tempo und Nachhaltigkeit von Land zu Land variieren. Im Vorjahr ist das Bruttoinlandsprodukt in CEE-EU am schnellsten seit der globalen Finanzkrise gewachsen und die Subregion erscheint auf Schiene, diese Leistung 2016 zu wiederholen.

„Vor dem Hintergrund dieses freundlichen, kurzfristigen Ausblicks haben unsere Banken in Zentral- und Osteuropa eine solide Geschäftsentwicklung gezeigt. Im ersten Quartal 2016 haben die Erträge, getrieben durch das Nettozinsergebnis und das Provisionsgeschäft, unsere Erwartungen übertroffen. Die Risiko-kosten sind signifikant zurückgegangen”, sagt Carlo Vivaldi, stv. Vorstandsvorsitzender und Head of the CEE Division in der Bank Austria. „Die Umsetzung des neuen Strategischen Planes, der auch den Transfer der Bankenbeteiligungen in Osteuropa von Wien nach Mailand einschließt, kommt wie geplant voran und wird das Fundament für eine noch schlankere Organisationsstruktur und ein noch effizienteres Kapital- und Liquiditätsmanagement in unserer Bankengruppe legen.”

Die CEE Division steuert ein Netzwerk von rund 2.300 Filialen (inklusive dem türkischen Joint Venture, das sonst entsprechend dem Beteiligungsansatz betrachtet wird) und zirka 47.600 Mitarbeitern in 13 Ländern. Die Gruppe sieht sich unverändert als langfristiger Investor in der Region und will ihre führende Marktposition in den kommenden Jahren durch nachhaltiges organisches Wachstum ausbauen.

Die Bilanz
Die Bilanzsumme der Bank Austria belief sich zum 31. März 2016 auf 197,8 Milliarden Euro und lag damit um
2,2 Prozent oder 4,2 Milliarden Euro höher als zum Vorjahresultimo (31.12.2015: 193,6 Milliarden Euro).

Auf der Aktivseite stiegen die Kundenforderungen per Ende März um 0,6 Prozent oder 0,6 Milliarden Euro auf 117,0 Milliarden Euro (31.12.2015: 116,4 Milliarden Euro), die Forderungen an Kreditinstitute um 5,1 Prozent auf 33,9 Milliarden Euro (31.12.2015: 32,2 Milliarden Euro).

Auf der Passivseite stiegen die Kundeneinlagen um 3,2 Prozent auf 113,8 Milliarden Euro (31.12.2015: 110,3 Milliarden Euro), was Zuwächse sowohl in Österreich als auch in CEE widerspiegelt, während die verbrieften Verbindlichkeiten aufgrund ausgelaufener Schuldverschreibungen um 1,7 Prozent auf 28,3 Milliarden Euro leicht zurückgingen (31.12.2015: 28,8 Milliarden Euro). Die Primärmittel, also die Summe aus den beiden Positionen sowie die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten stiegen dennoch um 2,9 Milliarden Euro oder 2,1 Prozent auf 142,6 Milliarden Euro. Daraus errechnet sich eine hervorragende Loans/Direct Funding Ratio von 82,1 Prozent. Das heißt, dass die Kundenforderungen durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen zu 121,8 Prozent gedeckt sind.

Die gemäß Basel III zu berechnende Leverage-Ratio liegt per 31. März dieses Jahres bei exzellenten
5,8 Prozent gemäß Basel III-Übergangsbestimmungen.

Das regulatorische Eigenkapital verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresultimo um 0,4 Milliarden Euro auf nunmehr 19,5 Milliarden Euro.

Die Gesamtkapitalquote bezogen auf alle Risiken verbesserte sich per 31. März 2016 auf 15,1 Prozent
(31. 12. 2015: 14,9 Prozent), die Kernkapitalquote Common Equity Tier 1 stieg auf exzellente 11,2 Prozent bezogen auf alle Risiken (31. 12. 2015: 11,0 Prozent).

Der Personalstand der Bank Austria Gruppe inklusive der CEE-Töchter beläuft sich zum 31. März 2016 auf 54.439 MitarbeiterInnen [FTE] (31. März 2015: 55.033 MitarbeiterInnen). Davon waren 6.844 Vollzeitarbeitskräfte (FTE) in der Bank Austria Gruppe und 47.595 FTE in den CEE-Ländern9 beschäftigt.

Rückfragen: UniCredit Bank Austria Pressestelle
Martin Halama, Tel. +43 (0)5 05 05 52371
E-Mail: martin.halama@unicreditgroup.at

PRESSEINFORMATION Wien, 11. Mai 2016
Bank Austria Ergebnis für das erste Quartal 2016:
Bank Austria startet mit 59 Millionen Euro Gewinn ins Jahr
• Solides Ergebnis im operativen Kundengeschäft trotz historisch niedrigem Marktzinsniveau und anhaltend schwacher Konjunktur
o Kreditvolumen liegt stabil bei 117 Milliarden Euro
o Kundeneinlagen wachsen im Vergleich zur Vorjahresperiode in Österreich und CEE um insgesamt 7 Prozent
auf 114 Milliarden Euro
• Betriebsaufwendungen dank strikten Kostenmanagements insgesamt stabil, in Österreich um 2 Prozent rückläufig
• Rückgang des Kreditrisikoaufwands um 31,4 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 144 Millionen Euro
• Deutliche Verbesserung des operativen Geschäfts: Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand steigt um 47 Millionen Euro oder 11 Prozent auf 471 Millionen Euro
• Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge, die großteils durch Vorausbuchungen für das Gesamtjahr 2016 bereits im ersten Quartal anfallen, steigen um 66,7 Prozent auf 172 Millionen Euro
• Konzernergebnis nach Steuern mit 59 Millionen Euro um 70,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, was in erster Linie zwei Faktoren geschuldet ist:
o Um 69 Millionen Euro höhere Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge als in der Vorjahresperiode
o Ein negatives Ergebnis beim Integrations- und Restrukturierungsaufwand in Höhe von 206 Millionen Euro aufgrund der vom Nationalrat beschlossenen ASVG-Änderungen, die eine Erhöhung der entsprechenden Rückstellung notwendig machten
• Die im Vergleich zum Vorjahresultimo um 27 Basispunkte verbesserte Gesamtkapitalquote liegt bei
15,1 Prozent, die um 15 Basispunkte gestiegene Kernkapitalquote Common Equity Tier 11 bei 11,2 Prozent
• Hervorragende Primärmittelquote dokumentiert starke Liquiditätssituation der Bank
o Kundenkredite sind zu 121,8 Prozent durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen refinanziert

Bank Austria Vorstandsvorsitzender Robert Zadrazil: „Das operative Geschäft verlief im ersten Quartal angesichts des weiterhin herausfordernden Markt- und Zinsumfelds durchaus zufriedenstellend und aufgrund der sowohl in Österreich als auch in CEE gesunkenen Risikovorsorgen sowie des strikten Kostenmanagements konnten wir das Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand sogar deutlich steigern. Der im Vorjahresvergleich deutlich niedrigere Gewinn ist das Resultat eines neuen Belastungsrekordes durch Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge in Höhe von 172 Millionen Euro sowie der Sonderbelastung infolge der im österreichischen Nationalrat beschlossenen ASVG-Änderung.“

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Der Nettozinsertrag blieb mit 60,3 Prozent unverändert die wichtigste Ertragskomponente und stieg im ersten Quartal 2016 trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfelds um 0,7 Prozent auf 826 Millionen Euro
(1-3 2015: 820 Millionen Euro).

Dividenden und ähnliche Erträge aus At-equity-Beteiligungen stiegen um 1,6 Prozent auf 100 Millionen Euro (1-3 2015: 98 Millionen Euro) und beinhalten die Erträge aus dem türkischen Joint Venture als größte Position.

Der Provisionsüberschuss ging um 0,7 Prozent auf 339 Millionen Euro leicht gegenüber dem Vorjahr zurück
(1-3 2015: 341 Millionen Euro).

Das Handelsergebnis sank im Vorjahresvergleich um 27,9 Prozent auf 78 Millionen Euro (1-3 2015: 108 Millionen Euro), was in erster Linie auf Bewertungsanpassungen (Credit Value Adjustments, CVA, sowie Funding Value Adjustments, FVA) aufgrund des Basel III-Regelwerks zurückzuführen ist.

In Summe lagen die Betriebserträge im ersten Quartal mit 1.369 Millionen Euro um 1,3 Prozent unter der Vorjahresperiode (1-3 2015: 1.387 Millionen Euro), was in erster Linie dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld und den aufgrund von Basel III vorgenommenen Bewertungsanpassungen geschuldet ist.

Die Betriebsaufwendungen blieben dank des strikten Kostenmanagements mit 755 Millionen Euro weitgehend konstant (1-3 2015: 753 Millionen Euro), wobei die Betriebsaufwendungen in Österreich mit 394 Millionen Euro weiter um 1,8 Prozent gesenkt werden konnten (1-3 2015: 401 Millionen Euro).

Das Betriebsergebnis lag mit 615 Millionen Euro um 3 Prozent leicht unter dem Vorjahr (1-3 2015:
634 Millionen Euro), was ebenfalls mit dem historisch niedrigen Zinsniveau sowie den notwendigen Bewertungsanpassungen aufgrund des Basel III-Regelwerks zu erklären ist.

Der Kreditrisikoaufwand sank im ersten Quartal 2016 um 31,4 Prozent auf 144 Millionen Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode (1-3 2015: 210 Millionen Euro). In Österreich sanken die Risikokosten im Vergleich zum Vorjahr um 31 Millionen Euro auf 3 Millionen Euro (1-3 2015: 34 Millionen Euro). Auch in CEE war ein Rückgang des Kreditrisikoaufwands von insgesamt 35 Millionen Euro auf 140 Millionen Euro zu verzeichnen (1-3 2015: 175 Millionen Euro), dazu leisteten insbesondere die Länder Tschechien, Ungarn, Rumänien, Serbien und Slowenien einen Beitrag.

Das Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand, das als zentrale Kennzahl die Performance im operativen Geschäft darstellt, stieg dank des exzellenten Risikomanagements im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 471 Millionen Euro (1-3 2015: 424 Millionen Euro).
Während in den operativen Geschäftsbereichen das strikte Kostenmanagement die Dynamik der Ausgabenentwicklung erfolgreich eindämmte, konterkarierten weiter gestiegene „Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge“, die zudem großteils im ersten Quartal für das ganze Jahr 2016 vorab gebucht werden mussten und unter dieser Position unter den nicht-operativen Erträgen/Aufwendungen gesammelt ausgewiesen werden, diese Bemühungen.

Die nicht-operativen Erträge/Aufwendungen zwischen Betriebsergebnis nach Kreditrisikoaufwand und Ergebnis vor Steuern stiegen im ersten Quartal dieses Jahres auf insgesamt 354 Millionen Euro, während in der Vorjahresperiode nur 112 Millionen Euro zu verbuchen waren. Die größte Einzelposition stellt dabei die Erhöhung der Rückstellung für die geplante Übertragung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung für aktive Mitarbeiter in das staatliche System dar, die aufgrund der vom Nationalrat beschlossenen ASVG-Novelle um 444 Millionen Euro zu erhöhen war. Der Integrations- und Restrukturierungsaufwand weist daher ein Minus von 206 Millionen Euro auf.

Ein weiterer Kostentreiber unter den nicht-operativen Positionen waren die Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge, die aufgrund der neuen Regelungen auf EU-Ebene betreffend Beiträge zu Bankenabwicklungsfonds und Einlagensicherung und teilweise aufgrund von diesbezüglichen Vorausbuchungen für das ganze Jahr 2016 im ersten Quartal um 66,7 Prozent oder 69 Millionen Euro auf 172 Millionen Euro anstiegen (1-3 2015: 103 Millionen Euro).

In Österreich belief sich die Gesamtbelastung der Bankenabgaben und Systemsicherungsbeiträge auf 90 Millionen Euro, wovon 34 Millionen Euro (1-3 2015: 33 Millionen Euro) auf die Bankenabgabe und 56 Millionen Euro auf die Dotierungen des Einlagensicherungs- sowie des Abwicklungsfonds entfielen. In Osteuropa belief sich die Gesamtbelastung auf 82 Millionen Euro. Hiervon entfielen 14 Millionen Euro auf Bankenabgaben (in Ungarn sowie Tschechien und der Slowakei) und 68 Millionen Euro auf Systemsicherungsbeiträge, die aufgrund von Vorausbuchungen für das ganze Jahr bereits im ersten Quartal fällig wurden. So wurden die Bankenabwicklungsfonds in Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Rumänien sowie Tschechien und der Slowakei insgesamt mit 44 Millionen Euro dotiert. Der Beitrag der CEE-Länder für Einlagensicherungsfonds belief sich auf 23 Millionen Euro im ersten Quartal.

Das Ergebnis vor Steuern sank aufgrund der beschriebenen Belastungen aus schwacher Konjunktur, niedrigem Zinsumfeld, einmaligen zusätzlichen Rückstellungen beim Restrukturierungsaufwand sowie weiter gestiegenen Abgabenbelastungen im ersten Quartal 2016 um 62,5 Prozent auf 117 Millionen Euro (1-3 2015: 313 Millionen Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern blieb mit 59 Millionen Euro um 70,5 Prozent unter der Vorjahresperiode (1-3 2015: 199 Millionen Euro).

Aus diesem Ergebnis errechnen sich folgende Finanzkennzahlen:
• Die Cost/Income-Ratio liegt bei 55,1 Prozent (1-3 2015: 54,3 Prozent).
• Die Risk/Earnings-Ratio (Kreditrisiko in Prozent des Zinsüberschusses) verbesserte sich auf 15,5 Prozent
(1-3 2015: 22,8 Prozent).
• Die Gesamtkapitalquote ) (bezogen auf alle Risiken) stieg auf 15,1 Prozent (Ultimo 2015: 14,9 Prozent).
• Die Kernkapitalquote Common Equity Tier 13) (bezogen auf alle Risiken) verbesserte sich auf 11,2 Prozent
(Ultimo 2015: 11,0 Prozent).

Mirko Bianchi, Finanzvorstand der Bank Austria: „Im ersten Quartal dieses Jahres konnte die Bank Austria ihre Kapitalquoten gegenüber dem Ultimo des Vorjahres weiter verbessern: So beläuft sich unsere Gesamtkapitalquote auf hervorragende 15,1 Prozent, was eine Steigerung um 27 Basispunkte bedeutet. Unsere Kernkapitalquote Common Equity Tier 1 stieg ebenfalls um 15 Basispunkte oder 266 Millionen Euro und beträgt nunmehr exzellente 11,2 Prozent. In absoluten Zahlen hat sich das regulatorische Eigenkapital im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresultimo um 436 Millionen Euro erhöht und beläuft sich aktuell auf 19,5 Milliarden Euro. Dank des weiteren Einlagenzuwachses konnten wir auch unsere langfristige Liquiditätsposition weiter verbessern. So beläuft sich die Loan/Direct Funding-Ratio aktuell auf exzellente 82,1 Prozent. Das heißt, dass unsere Kundenforderungen deutlich mehr als zur Gänze durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen gedeckt sind.“

 

Die Divisionen im Detail
Die Bank Austria weist ihr Ergebnis in vier Divisionen aus: Privat- & Firmenkunden, Corporate & Investment Banking (CIB), Private Banking sowie Zentral- und Osteuropa (CEE). Dazu kommt das Corporate Center.

Die Division Privat- & Firmenkunden erreichte im ersten Quartal 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 38 Millionen Euro, das um 8,7 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode nachließ (1-3 2015: 41 Millionen Euro). Die Betriebserträge waren aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds um 3,8 Prozent leicht rückläufig, was durch Kostensenkungsmaßnahmen nur zum Teil kompensiert werden konnte. Die um 23 Millionen Euro weiter verbesserte Kreditqualität im Privat- und Firmenkundengeschäft führte dazu, dass der Kreditrisikoaufwand gegenüber dem Vorjahr um 77,6 Prozent deutlich zurückging und das Betriebsergebnis nach Risikoaufwand mit 26,1 Prozent deutlich auf 74 Millionen Euro verbessert wurde. Der Ergebnisrückgang ist daher in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Belastungen aus dem Titel „Bankenabgabe“ und Systemsicherungsbeiträge in dieser Division mit 41 Millionen Euro (1-3 2015: 18 Millionen Euro) um 23 Millionen Euro oder 129,3 Prozent deutlich höher ausfielen als in der Vorjahresperiode.

Die Division Private Banking erzielte im ersten Quartal 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 8 Millionen Euro
(1-3 2015: 16 Millionen Euro). Die Gründe für den Ergebnisrückgang sind vielfältig: Zum einen sind die Betriebserträge um 11,6 Prozent zurückgegangen, da sowohl das Zinsergebnis als auch die Provisionserträge schwächer ausfielen als in der Vorjahresperiode. Zum anderen erhöhten sich die Belastungen aus dem Titel „Bankenabgabe und Systemsicherungsbeiträge“ in dieser Division gegenüber der Vorjahresperiode um 2 Millionen Euro auf 3 Millionen Euro.

Die Division Corporate & Investment Banking (CIB) erzielte im ersten Quartal dieses Jahres ein Ergebnis vor Steuern von 22 Millionen Euro (1-3 2015: 34 Millionen Euro). Das Ergebnis ist im Wesentlichen durch drei Entwicklungen belastet: Einerseits sanken die Betriebserträge um 6,5 Prozent aufgrund des im Vergleich zur Vorjahresperiode schwächeren Provisions- und Handelsergebnisses. Andererseits stiegen die Kosten um 13,9 Prozent, was maßgeblich durch erhöhte Rückstellungserfordernisse beeinflusst wurde. Darüber hinaus erhöhten sich die Belastungen aus dem Titel „Bankenabgabe und Systemsicherungsbeiträge“ in dieser Division gegenüber der Vorjahresperiode um 45,1 Prozent auf 16 Millionen Euro.

Die Division Zentral- und Osteuropa (CEE) erwirtschaftete im 1. Quartal 2016 ein Ergebnis vor Steuern von
343 Millionen Euro verglichen mit 323 Millionen Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode. Trotz ungünstiger Wechselkurseffekte und anhaltender geopolitischer Spannungen ist das ein Plus von 6,2 Prozent zu aktuellen Wechselkursen. Wechselkursbereinigt erhöhte sich der Vorsteuergewinn sogar um 12,4 Prozent im

Jahresvergleich. Das Nettoergebnis in Höhe von 284 Millionen Euro (1-3 2015: 196 Millionen Euro) stieg um
45 Prozent zu aktuellen Wechselkursen und wechselkursbereinigt um 67,7 Prozent, wobei der Vorjahreswert stark durch den Nettoverlust aus nicht fortgeführten Geschäfts¬bereichen beeinflusst war. Die Erträge verzeichneten in den ersten drei Monaten 2016 solide Zuwächse und haben die höheren Betriebsaufwendungen wechselkursbereinigt kompensiert. Der Kreditrisiko¬aufwand lag unter dem Vorjahr, was durch einen niedrigeren Vorsorgebedarf in den meisten Ländern begünstigt wurde.

Den jüngsten Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten zum Trotz hat Zentral- und Osteuropa das Jahr 2016 stark begonnen, die Geschäftstätigkeit in der Region nimmt an Fahrt auf und die lokalen Finanzmärkte erweisen sich als widerstandsfähig. Während das Wachstum in der Eurozone anhält, die EZB eine neue Runde ihres Anleihenkaufprogrammes einläutet und die Fed ihren friedvollen Kurs weiterführt, sollte das Wirtschafts¬wachstum heuer alle CEE-Länder erfassen und sich 2017 mit ähnlichem Tempo fortsetzen. Diese Entwicklung wird dabei insbesondere durch die anhaltende Erholung der Inlands-nachfrage getrieben. Das Wachstum wird indes in Tempo und Nachhaltigkeit von Land zu Land variieren. Im Vorjahr ist das Bruttoinlandsprodukt in CEE-EU am schnellsten seit der globalen Finanzkrise gewachsen und die Subregion erscheint auf Schiene, diese Leistung 2016 zu wiederholen.

„Vor dem Hintergrund dieses freundlichen, kurzfristigen Ausblicks haben unsere Banken in Zentral- und Osteuropa eine solide Geschäftsentwicklung gezeigt. Im ersten Quartal 2016 haben die Erträge, getrieben durch das Nettozinsergebnis und das Provisionsgeschäft, unsere Erwartungen übertroffen. Die Risiko-kosten sind signifikant zurückgegangen”, sagt Carlo Vivaldi, stv. Vorstandsvorsitzender und Head of the CEE Division in der Bank Austria. „Die Umsetzung des neuen Strategischen Planes, der auch den Transfer der Bankenbeteiligungen in Osteuropa von Wien nach Mailand einschließt, kommt wie geplant voran und wird das Fundament für eine noch schlankere Organisationsstruktur und ein noch effizienteres Kapital- und Liquiditätsmanagement in unserer Bankengruppe legen.”

Die CEE Division steuert ein Netzwerk von rund 2.300 Filialen (inklusive dem türkischen Joint Venture, das sonst entsprechend dem Beteiligungsansatz betrachtet wird) und zirka 47.600 Mitarbeitern in 13 Ländern. Die Gruppe sieht sich unverändert als langfristiger Investor in der Region und will ihre führende Marktposition in den kommenden Jahren durch nachhaltiges organisches Wachstum ausbauen.

Die Bilanz
Die Bilanzsumme der Bank Austria belief sich zum 31. März 2016 auf 197,8 Milliarden Euro und lag damit um
2,2 Prozent oder 4,2 Milliarden Euro höher als zum Vorjahresultimo (31.12.2015: 193,6 Milliarden Euro).

Auf der Aktivseite stiegen die Kundenforderungen per Ende März um 0,6 Prozent oder 0,6 Milliarden Euro auf 117,0 Milliarden Euro (31.12.2015: 116,4 Milliarden Euro), die Forderungen an Kreditinstitute um 5,1 Prozent auf 33,9 Milliarden Euro (31.12.2015: 32,2 Milliarden Euro).

Auf der Passivseite stiegen die Kundeneinlagen um 3,2 Prozent auf 113,8 Milliarden Euro (31.12.2015: 110,3 Milliarden Euro), was Zuwächse sowohl in Österreich als auch in CEE widerspiegelt, während die verbrieften Verbindlichkeiten aufgrund ausgelaufener Schuldverschreibungen um 1,7 Prozent auf 28,3 Milliarden Euro leicht zurückgingen (31.12.2015: 28,8 Milliarden Euro). Die Primärmittel, also die Summe aus den beiden Positionen sowie die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten stiegen dennoch um 2,9 Milliarden Euro oder 2,1 Prozent auf 142,6 Milliarden Euro. Daraus errechnet sich eine hervorragende Loans/Direct Funding Ratio von 82,1 Prozent. Das heißt, dass die Kundenforderungen durch Kundeneinlagen und eigene Emissionen zu 121,8 Prozent gedeckt sind.

Die gemäß Basel III zu berechnende Leverage-Ratio liegt per 31. März dieses Jahres bei exzellenten
5,8 Prozent gemäß Basel III-Übergangsbestimmungen.

Das regulatorische Eigenkapital verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresultimo um 0,4 Milliarden Euro auf nunmehr 19,5 Milliarden Euro.

Die Gesamtkapitalquote bezogen auf alle Risiken verbesserte sich per 31. März 2016 auf 15,1 Prozent
(31. 12. 2015: 14,9 Prozent), die Kernkapitalquote Common Equity Tier 1 stieg auf exzellente 11,2 Prozent bezogen auf alle Risiken (31. 12. 2015: 11,0 Prozent).

Der Personalstand der Bank Austria Gruppe inklusive der CEE-Töchter beläuft sich zum 31. März 2016 auf 54.439 MitarbeiterInnen [FTE] (31. März 2015: 55.033 MitarbeiterInnen). Davon waren 6.844 Vollzeitarbeitskräfte (FTE) in der Bank Austria Gruppe und 47.595 FTE in den CEE-Ländern9 beschäftigt.

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