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Presseinformation

30.09.2015

Bank Austria Real Estate Country Facts Österreich:
Österreichischer Immobilienmarkt boomt

  • Österreichischer Markt für kommerzielle Immobilien sehr attraktiv – im Gesamtjahr 2015 könnte das Rekordvolumen an kommerziellen Immobilieninvestitionen von 2014 neuerlich übertroffen werden
  • Starker Rückgang der Renditen bescheinigt die Attraktivität des österreichischen Immobilienmarktes
  • Wohnbau: Moderater Anstieg der Mieten im Vergleich zu den Immobilienpreisen – Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Wien flacht sich ab
  • Büromarkt: Neubautätigkeit erneut auf niedrigem Niveau – Pipeline prall gefüllt
  • Top-Einkaufszentren machen sich fit für die digitale Konsumgesellschaft – Schere zwischen guten und weniger guten Shopping Centern geht weiter auf

Reinhard Madlencnik, Head of Real Estate Bank Austria: "Der österreichische Immobilienmarkt boomt. Das bestätigen die stark gesunkenen Spitzenrenditen die z.B. im Bürobereich die 4,5-Prozent-Marke erreicht haben." Er ergänzt: "In Österreich gibt es im Immobilienbereich keinen Finanzierungsengpass. Die Banken finanzieren und der Wettbewerbsdruck hat zugenommen. Wir sind im Neugeschäft gut unterwegs und dabei, das Rekordvolumen des vergangenen Jahres in Höhe von 3,2 Milliarden Euro wieder zu erreichen."

"Dass Investoren am österreichischen Immobilienmarkt starkes Interesse haben, sieht man nicht nur an den zurückgekommenen Renditen, sondern auch am Investitionsvolumen. Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2015 lag zwar leicht unter jenem des ersten Halbjahres 2014, bei ausgezeichnet gefüllter Pipeline dürfte das Rekordniveau 2014 rund 3 Milliarden Euro zumindest wieder erreicht, wenn nicht sogar übertroffen werden", ergänzt Karla Schestauber, Immobilienanalystin der Bank Austria.

Bank Austria optimistisch für die nahe Zukunft
"Die Spitzenrenditen (im Shoppingcenter-Segment leicht unter 5 Prozent, im Fachmarktzentrumsbereich leicht unter 6 Prozent) haben durchaus noch leichtes Potenzial nach unten", geben sich Madlencnik und Schestauber optimistisch. "Solange die Zinsen so tief bleiben und insbesondere der Abstand zu Staatsanleiherenditen so hoch ist, kommen Investoren an Immobilien als Anlageklasse nicht vorbei." Gefährden könnten die positive Entwicklung wirtschaftspolitische Eingriffe oder ein Anstieg der Zinsen am langen Ende. "Wir empfehlen daher nach wie vor allen unseren Kunden zumindest das Zinsrisiko abzusichern", erklärt Madlencnik.

Wohnimmobilienpreisanstieg in Wien flacht sich ab, Anstieg in Restösterreich beschleunigt sich
Im Vergleich zum Fundamentalpreisindikator der OeNB waren die Preise am heimischen Wohnimmobilienmarkt im ersten Quartal 2015 um 1 Prozent unterbewertet. Für den Wiener Markt signalisierte der Indikator zwar noch eine Überbewertung der Wohnimmobilien um 19 Prozent, die Lage hat sich aber seit Mitte 2014 etwas entspannt. Auf jeden Fall ist mit keiner signifikanten Preiskorrektur am Immobilienmarkt Wien zu rechnen. In Summe hat der Immobilienpreisanstieg in Wien seit dem Höhepunkt 2012 kontinuierlich an Dynamik verloren, während sich der Preisanstieg im restlichen Österreich beschleunigt hat.

Die Mieten zählten in den letzten Jahren zu den Inflationstreibern in Österreich. Von 2004 bis 2014 legten Verbraucherpreise in der harmonisierten, international vergleichbaren Abgrenzung um 23 Prozent zu, davon die Position Mieten um 37 Prozent. Der Mietenanstieg in Österreich hat sich in den vergangenen Jahren noch leicht beschleunigt, von durchschnittlich 2,7 Prozent bis 2013, auf rund 4 Prozent 2014 und 5 Prozent in den ersten sieben Monaten 2015. Auch im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern sind die Mieten in Österreich rascher gestiegen. "Maßgeblich für die Abkopplung der Mietenentwicklung in Österreich vom westeuropäischen Durchschnitt etwa ab 2009 dürften Anpassungen an das höhere Immobilienpreisniveau auf dem freien Mietwohnungsmarkt gewesen sein. Zudem hat sich die Angebotslücke im günstigen Mietwohnsegment vergrößert, nicht zuletzt, weil mehr Fördermittel für Wohnungssanierungen verwendet wurden, die wiederum zu Mietpreisanpassungen führten“, analysiert Schestauber. „Im internationalen Vergleich ist die gesamte Wohnkostenbelastung österreichischer Haushalte trotz der stark gestiegenen Mieten jedoch günstig geblieben", ergänzt Madlencnik.

Wiener Büromarkt: Neubautätigkeit erneut auf niedrigem Niveau
Der Wiener Büromarkt zählt weiterhin zu den stabilsten Büromärkten in Europa und weist im Vergleich mit anderen europäischen Städten eine moderate Leerstandsrate von 6,5 Prozent auf. Eine vergleichsweise niedrige Neuproduktion von Büroflächen unterstützt diesen Trend. Im Gesamtjahr 2015 wird das Neubauvolumen voraussichtlich nur knapp 130.000m² und damit noch einmal einen neuen Tiefstand erreichen. Allerdings sind für die kommenden Jahre zahlreiche Projekte in Planung und teilweise auch schon in Bau, so dass spätestens ab 2017 wieder mit einer deutlichen Zunahme der Neubautätigkeit zu rechnen ist.

Top-Einkaufszentren machen sich fit für die digitale Konsumgesellschaft
Insgesamt standen den Einkaufswilligen in Österreich per Ende Juni 2015 rund 127 Shopping Center mit einer vermietbaren Fläche von rund 2,7 Millionen m² zur Verfügung. Dies entspricht einem Flächenzuwachs von rund 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Der gebremste Neuflächenzuwachs hat im Wesentlichen zwei Gründe: Erstens verfügt Österreich über einen hohen Sättigungsgrad mit Shopping Centern und liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt. Auf der anderen Seite werden die Bundesländer immer restriktiver bei der Vergabe von Baubewilligungen für Neu- und Ausbauprojekte", analysiert Schestauber.

Wien verfügte inklusive aller neuen Flächen zum Halbjahr 2015 über 31 Einkaufszentren mit einer vermietbaren Fläche von rund 982.000 m². Die SC-Dichte pro 1.000 Einwohner lag bei rund 546 m² und ist gegenüber dem Halbjahr 2014 (528 m² pro 1.000 Einwohner) durch das Flächenwachstum von rund 50.000 m² (ÖBB BahnhofCity, Citygate und Erweiterung des Auhofcenters) deutlich angestiegen. Bemerkenswert ist, dass alle sechs größten Einkaufszentren in Wien in den letzten fünf Jahren grundlegende Modernisierungen, Erweiterungen oder Relaunches durchgeführt haben bzw. gänzlich neu errichtet wurden. Dieser Trend ist aber nicht nur auf die größten Center beschränkt, sondern spiegelt den gesamten Markt wider. Treiber hinter dieser Entwicklung ist der Online-Handel und der Einfluss der neuen digitalen Konsumgesellschaft. Der Onlinehandel bewirkt auch, dass die Schere zwischen den gut performenden Shopping Centern und den weniger guten schneller auseinanderdriftet.

Rückfragen:
UniCredit Bank Austria Pressestelle
Martin Kammerer, Tel.: +43 (0) 5 05 05-52803;
E-Mail: martin.kammerer@unicreditgroup.at