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Presseinformation

15.07.2015

Bank Austria Konjunkturindikator:
Konjunktur erholt sich nur schleppend

  • Bank Austria Konjunkturindikator im Juni weiter im Plus, jedoch verliert Erholung temporär etwas an Fahrt
  • Dennoch: Wirtschaftswachstum im 2. Quartal etwas stärker als zu Jahresbeginn
  • Konjunktursorgen in Asien und Griechenland-Krise dämpfen Stimmung vorübergehend 
  • Wachstum zu schwach um steigendes Arbeitsangebot zu kompensieren: Arbeitslosenquote steigt 2015 auf 9,2 Prozent

"Der Bank Austria Konjunkturindikator ist im Juni geringfügig gesunken, liegt mit derzeit 0,1 Punkten aber den vierten Monat in Folge im positiven Bereich. Die Erholung der heimischen Wirtschaft hält an, das Tempo hat am Ende der ersten Jahreshälfte 2015 aber wieder etwas nachgelassen", so Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer. Auf Basis der vorliegenden Werte des Bank Austria Konjunkturindikators ergibt sich dennoch für das zweite Quartal ein geschätztes Wirtschaftswachstum über dem Wert zu Jahresbeginn. "Der Bank Austria Konjunkturindikator hat von April bis Juni einen durchschnittlichen Wert von 0,2 Punkten erreicht. Daraus lässt sich für das zweiten Quartal ein reales Wachstum der heimischen Wirtschaft um 0,2 bis 0,3 Prozent zum Vorquartal ableiten, nach einem Plus um 0,1 Prozent zu Beginn des Jahres", fasst Bruckbauer zusammen.

Der aktuelle Rückgang des Bank Austria Konjunkturindikators ist allen Teilindikatoren geschuldet, die sich gegenüber dem Vormonat verschlechtert haben. "Die Zuspitzung der Griechenland-Krise und die Konjunktursorgen in Asien, allen voran China, haben offensichtlich sowohl die Zuversicht der Industrie als auch der Konsumenten im Juni beeinträchtigt. Wir rechnen jedoch aufgrund der robusten Erholung in weiten Teilen Europas mit einer Fortsetzung der Erholung in Österreich in der zweiten Jahreshälfte", so Bruckbauer.

Im ersten Halbjahr 2015 betrug das Wirtschaftswachstum in Österreich geschätzte 0,3 Prozent im Jahresvergleich. In den kommenden Monaten wird die heimische Wirtschaft den Rückenwind aus Europa stärker nutzen können, zumal die Verunsicherung durch die Griechenlandkrise nach der kürzlich getroffenen Vereinbarung wegfällt. Neben der Auslandsnachfrage werden sich auch die Investitionstätigkeit und der Konsum etwas beleben. Zwar ist die Exportdynamik derzeit noch recht zurückhaltend, doch die Exportaufträge ziehen bereits an. Zudem wird der schwächere Euro positiv durchschlagen. Der Exportbelebung sollte in den kommenden Monaten ein positiver Trend bei den Investitionen folgen, wenn auch die Aussicht für eine kräftige Investitionsbelebung aufgrund der vergleichsweise niedrigen Kapazitätsauslastung der heimischen Wirtschaft vorerst nicht besteht. Die niedrige Inflation, die im ersten Halbjahr 2015 durchschnittlich nur ein Prozent im Jahresvergleich betragen hat, wird weiterhin ein moderates Wachstum des Konsums unterstützen. "Im Gesamtjahr wird der Anstieg des BIP in Österreich mit 0,9 Prozent höher als im Vorjahr ausfallen. Weiterhin ist die Wachstumsdynamik jedoch geringer als im europäischen Durchschnitt. Für die Eurozone erwarten wir unverändert ein Wirtschaftswachstum um 1,4 Prozent", so Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl.

Keine Entspannung am Arbeitsmarkt
Die Konjunkturbelebung wird in den kommenden Monaten zu schwach sein, um zu einer Verbesserung der Lage am österreichischen Arbeitsmarkt beizutragen, zumal auch das Arbeitskräfteangebot weiter steigen wird. "Wir gehen von einem Anstieg der Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2015 auf 9,2 Prozent aus", meint Pudschedl.

 Tabellen (PDF; 140 KB)

Rückfragen:
Bank Austria Economics & Market Analysis Austria
Walter Pudschedl, Tel. +43 (0) 50505 - 41957;
E-Mail: walter.pudschedl@unicreditgroup.at