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Presseinformation

15.05.2015

CEE Strategic Analysis:
CEE-Bankensektor weiter deutlich profitabler als Westeuropa

  • Profitabilität des Bankensektors in Zentral- und Osteuropa nähert sich nachhaltigerem Niveau, bleibt aber verglichen mit Westeuropa hoch
  • Konjunkturerholung in der Region soll zu moderatem Kreditwachstum und leichter Verbesserung bei notleidenden Krediten in manchen Ländern führen
  • Alternative Produkte und Services abseits des klassischen Bankkredites als Zukunftschance

Der Bankensektor in Zentral- und Osteuropa (CEE ) hat sich in Folge der globalen Finanzkrise 2008 / 2009 stark verändert. Seine Profitabilität liegt zwar weiterhin über westeuropäischen Werten, sie nähert sich jedoch nachhaltigeren Niveaus als in der Vorkrisenzeit an. Das ist eine der zentralen Erkenntnisse der Studie "Geschäftschancen für Banken in CEE" des Bereiches CEE Strategic Analysis in der UniCredit. Insgesamt bleiben Kredite weiterhin die wichtigsten Bankprodukte, alternative Services sollen aber auf verstärkte Kundennachfrage treffen.

Profitabilität pendelt sich auf nachhaltigerem Niveau ein
Die Banken in CEE sind auch weiterhin profitabler als jene in Westeuropa, doch ihre Ertragskraft pendelt sich zusehends auf einem nachhaltigen Niveau ein. Lag ihr Return on Assets in den Boomjahren vor der Krise zwischen 2006 und 2008 bei durchschnittlich 2 Prozent, so belief er sich in der Periode 2010 bis 2014 auf 1,4 Prozent. In den Jahren 2015 und 2016 soll er unter dem Einfluss der Lage in Russland 0,8 Prozent betragen. Die Kreditinstitute in Zentral- und Südosteuropa (CESEE ) erzielen nach Berechnungen der UniCredit-Experten in den entsprechenden Vergleichsperioden einen Return on Assets von 1,6, 0,8 und 1,0 Prozent. Die Banken in Deutschland, Italien und Österreich müssen sich hingegen mit 0,4, 0,2 und 0,4 Prozent bescheiden.

"In Zentral- und Osteuropa sind rund zwei Drittel aller Einkünfte des Sektors Nettozins¬erträge, stammen also aus dem traditionellen Bankgeschäft. Auf Grund des Margendrucks wird es entscheidend sein, alternative Einnahmequellen wie Gebühren und Provisionen zu forcieren und die Ertragskraft der Kreditinstitute insgesamt zu stärken", sagt Carlo Vivaldi, Head of CEE Division in der UniCredit.

Insgesamt werden Finanzierungen auch in Zukunft die wichtigsten Bankprodukte sein. "Im Einklang mit der Konjunkturerholung in der Region rechnen wir mit einem moderaten Kredit-wachstum", hält Mauro Giorgio Marrano, Deputy Head of CEE Strategic Analysis fest, "In CESEE erwarten wir ein Plus von 3,9 Prozent dieses Jahr und 4,6 Prozent im nächsten Jahr. In CEE werden die Zuwächse bei 5,1 Prozent beziehungsweise 7,8 Prozent liegen." Das Kredit-wachstum wird dabei von Land zu Land unterschiedlich stark ausfallen. Der Anteil notleidender Kredite wird heuer vergleichsweise hoch bleiben, nichtsdestotrotz sollte sich die Situation in manchen Märkten verbessern.

Produkte abseits von Krediten gewinnen an Bedeutung
"Alternative Services abseits des klassischen Bankkredites werden zweifellos an Bedeutung gewinnen", meint Carlo Vivaldi, "Entsprechend unseren Analysen werden Firmenkunden künftig stärker nicht-traditionelle Finanzierungen nachfragen. Bei Privatkunden orte ich insbesondere bei Dienstleistungen im Bereich des Vermögensmanagements Potenzial."

Tatsächlich weisen verglichen mit westeuropäischen Industrieländern nicht nur Bankredite einen niedrigeren Anteil an der Außenfinanzierung von Unternehmen in CESEE auf sondern auch Anleihen. Das Nettofinanzvermögen privater Haushalte in CEE wiederum liegt unverändert unter dem von Deutschland, Italien und Österreich, es ist zudem in vergleichsweise einfachen Produkten veranlagt. Das Vermögenswachstum sollte hier zu zusätzlicher Nachfrage nach Vermögensmanagement-Services führen.

Die Nutzungsraten des Internets für Bankgeschäfte liegen in CEE ebenfalls weiter unter westeuropäischem Niveau. "Die Bankkunden in Zentral- und Osteuropa sind ausgesprochen technikaffin. Das zeigen die starken Zuwächse der vergangenen Jahre beim Online Banking", analysiert Mauro Giorgio Marrano, "Zeitgemäße Kundenangebote im Worldwide Web sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Banken in CEE." Auch die Kreditkartenzahlungen in der Region weisen deutliche Zugewinne aus.

Marktführerschaft in Zentral- und Osteuropa mit neuen Lösungen ausbauen
Trotz einiger Herausforderungen betrachtet sich UniCredit als langfristiger, strategischer Investor in Zentral- und Osteuropa und möchte ihr Geschäft mit Firmen- und Privatkunden in der Region ausweiten. Die Bankengruppe betreibt ein weit verzweigtes Netz von knapp 3.500 Filialen in 14 Ländern und erzielt damit rund ein Viertel ihrer Gesamtumsätze. Über ihre International Centers betreut UniCredit in CEE mehr als 20.000 internationale Firmenkunden. Sie unterstützt mit ihrer Expertise in Bezug auf lokales Recht und Marktpraktiken die Kunden bei ihren Geschäften und hilft ihnen, neue Chancen zu erkennen und wahrzunehmen.

"Die tiefen Wurzeln unserer lokalen Tochterbanken machen die Stärke der UniCredit in Zentral- und Osteuropa aus. In den vergangenen vier Jahren haben wir anders als mancher Mitbewerber unsere Marktanteile sowohl bei Finanzierungen als auch bei Kundeneinlagen ausgebaut", erläutert Carlo Vivaldi, Head of CEE Division in der UniCredit. "Diesen positiven Trend wollen wir fortsetzen. Wir werden dazu unseren Kunden nicht nur bekannte Services in gewohnt hoher Qualität anbieten, sondern auch richtungweisende Lösungen für neue Bedürfnisse."

UniCredit
UniCredit ist eine der führenden europäischen Kommerzbanken mit starken Wurzeln in 17 europäischen Ländern. Unser weltweites Netzwerk in zirka 50 Märkten umfasst rund 8.600 Geschäftsstellen und über 145.000 Mitarbeiter (per 31. Dezember 2014).
In der Region Zentral- und Osteuropa betreibt die Gruppe das größte internationale Bankennetzwerk mit fast 3.500 Geschäftsstellen (inkl. Polen und Türkei).
Derzeit ist UniCredit in folgenden Ländern vertreten: Österreich, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechische Republik, Deutschland, Italien, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Türkei, Ukraine und Ungarn. In den Baltischen Staaten ist UniCredit mit einer Leasinggesellschaft präsent (per 31. Dezember 2014).

Rückfragen: International Media Relations
Tiemon Kiesenhofer, Tel.: +43 (0) 50505 - 56036
E-Mail: tiemon.kiesenhofer@unicreditgroup.at