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Presseinformation

15.10.2014

Bank Austria Anlagebarometer zum Weltspartag:
Das klassische Sparbuch bleibt das Ankerprodukt – chancenreichere Veranlagungsformen wie Investmentfonds sind jedoch im Vormarsch

  • Klassische Sparprodukte erfreuen sich trotz Niedrigzinsniveaus mit 77 Prozent weiterhin mit Abstand der höchsten Beliebtheit beim Interesse der Anleger
  • Lebensversicherungen, staatlich geförderte Zukunftsvorsorge sowie Wertpapiere und Investmentfonds deutlich im Aufwind
  • Der durchschnittliche monatliche Sparbetrag liegt 2014 bei 207 Euro
  • Rund 1,3 Millionen Österreicher planen auch heuer, ihrer Bankfiliale am Weltspartag einen Besuch abzustatten

Nach einem klaren Rückgang der Sparmotivation im Vorjahr aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage zeigt das aktuelle Anlagebarometer der Bank Austria eine deutliche Konsolidierung der Sparbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher im Jahr 2014 trotz des historisch niedrigen Zinsniveaus. Sparbuch, Bausparen und Online-Sparkonten erreichen mit 77 Prozent in der Gunst der Anleger in etwa wieder den Stand der letzten Jahre (2013: 65 Prozent). Deutlich im Aufwind befinden sich neben Lebensversicherungen mit 46 Prozent (2013: 31 Prozent) und der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge mit 37 Prozent (2013: 25 Prozent) vor allem Wertpapiere und Investmentfonds mit 21 Prozent (2013: 14 Prozent). Insbesondere bei höheren Haushaltsnettoeinkommen über 2.900 Euro ist beim Interesse an Wertpapieren und Investmentfonds eine Zunahme um 15 Prozentpunkte auf 38 Prozent festzustellen. Auch die Investition in Unternehmen erreicht bei höheren Einkommen mit 25 Prozent (2013: 13 Prozent) einen deutlichen Zuwachs.

Flexible Veranlagungen stehen hoch im Kurs
„Das Sparbuch bleibt das Ankerprodukt für Anleger trotz des historisch niedrigen Zinsniveaus“, sagt Helmut Bernkopf, Bank Austria Vorstand für Privat- und Firmenkunden, „das liegt vor allem an der Sicherheit und Einfachheit des klassischen Sparens. Aber auch chancenreichere Anlageformen wie Investmentfonds legen vor allem bei höheren Einkommensbeziehern deutlich zu und gewinnen immer mehr an Attraktivität. Besonders wichtig ist Anlegern auch hier hohe Flexibilität bezüglich der Höhe und Dauer der Veranlagung sowie die Möglichkeit, bei Bedarf auf das Vermögen zugreifen zu können. Mit Komfort Invest bieten wir für jeden Anleger das passende Angebot genau zugeschnitten auf die persönlichen Anlageziele und Bedürfnisse.“

Reaktionen auf das niedrige Zinsniveau
Die Bindung an die Hausbank nimmt in Zeiten größerer Unsicherheit deutlich zu: 63 Prozent der Befragen geben an, Sparbücher nur bei der Hausbank zu veranlagen, auch wenn dort vielleicht niedrigere Zinsen gezahlt werden (2013: 50 Prozent). Immerhin 38 Prozent sparen nun weniger als früher und geben das Geld lieber aus (2013: 33 Prozent). 32 Prozent weichen auf Produkte mit höheren Erträgen aus und nehmen dafür eine längere Bindung in Kauf (2013: 24 Prozent). Vor allem Anleger mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 2.900 Euro setzen mit 35 Prozent (2013: 26 Prozent) verstärkt auf Sachwerte wie Immobilien oder Gold und weichen mit 21 Prozent (2013: 11 Prozent) auf Produkte mit höheren Erträgen aus, auch wenn sie dafür ein höheres Risiko in Kauf nehmen müssen. Das durchschnittliche Sparvolumen pro Monat beträgt laut Bank Austria Anlagebarometer 207 Euro im Jahr 2014. Die Sparquote der privaten Haushalte liegt aktuell mit 6,1 Prozent im guten europäischen Mittelfeld.

Vorsorge für den Notfall
Stärkste Motivation zu sparen ist die Vorsorge für Notfälle mit 60 Prozent (2013: 46 Prozent) bzw. der Wunsch, sich in Zukunft etwas leisten zu können mit 56 Prozent (2013: 41 Prozent). Auch die Altersvorsorge mit 51 Prozent (2013: 37 Prozent) wird wieder deutlich wichtiger. Die Vorsorge für Kinder mit 44 Prozent, für die Ferien mit 42 Prozent, die finanzielle Unterstützung von Familie/Freunden mit 39 Prozent, Ausgaben für Renovierung und Wohnungsausstattung mit je 38 Prozent oder den Kauf eines Autos mit 33 Prozent sind weitere wichtige Motive zu sparen. Stark angestiegen ist auch das Sparziel, Geld für Heilbehandlungen bereit zu haben, mit 25 Prozent (2013: 15 Prozent).

Martin Gölles, Leiter der Bank Austria Marktforschung, meint: „Wir können abhängig vom verfügbarem Einkommen durchaus unterschiedliche Entwicklungen beobachten. In der Gruppe der höheren Einkommensschichten gibt es beinahe eine Verdoppelung der Attraktivität von Wertpapieren. Fast 40 Prozent der Besserverdienenden sind an Wertpapieren als Anlageform interessiert. 15 Prozent dieser Gruppe sehen Investmentfonds als attraktive Veranlagungsform. 6 von 10 Befragten vertrauen ihre Sparbücher nur ihrer Hausbank an. Insbesondere in der Gruppe mit niedrigerem Einkommen ist dieser Anteil im Vergleich zum letzten Jahr um 28 Prozentpunkte auf 73 Prozent gestiegen. Unabhängig vom Einkommen, sparen 38 Prozent der Befragten weniger als früher und geben ihr Geld lieber aus. Im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld mag das verständlich sein, ist im Hinblick auf die Zukunftsvorsorge aber eine durchaus bedenkliche Entwicklung.“

Weltspartag: 1,3 Million Menschen in Österreich planen Besuch der Bank
Am Weltspartag planen 1,3 Million Menschen (2013: 1,3 Mio.), ihrer Bank einen Besuch abzustatten. 28 Prozent der Befragten findet Gefallen an den Geschenken, für 24 Prozent ist der Weltspartag eine gute Gelegenheit, Erspartes auf die Bank zu bringen. Der Besuch hat Tradition (23 Prozent), zudem ist der Weltspartag eine gute Gelegenheit, den persönlichen Kontakt mit der Bank zu pflegen (21 Prozent). Auch die Kinder und Enkelkinder werden gerne zur Bank begleitet. Bank Austria Vorstand Helmut Bernkopf: „Sicher haben auch die Diskussionen rund um das Pensionskonto und die zunehmende Einsicht in der Bevölkerung um die Notwendigkeit vorzusorgen, zum deutlichen Anstieg beim Interesse an Lebensversicherungen, staatlich geförderter Zukunftsvorsorge und auch langfristigem Ansparen mit Wertpapieren und Investmentfonds beigetragen. Wir bieten für all diese finanziellen Grundbedürfnisse von Anlegerinnen und Anlegern die passenden Angebote.“

Das Bank Austria Anlagebarometer wurde von Spectra Marktforschung im Zeitraum 22. bis 26. September 2014 unter 500 Männern und Frauen ab 15 Jahren mittels computerunterstützten Telefoninterviews durchgeführt.

Rückfragen: Bank Austria Media Relations
Matthias Raftl, Tel. +43 (0) 50505 - 52809
E-Mail: matthias.raftl@unicreditgroup.at