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Presseinformation

30.01.2014

Bank Austria EinkaufsManagerIndex im Jänner:
Österreichs Industrie setzt Wachstumskurs der letzten Monate fort

  • Bank Austria EinkaufsManagerIndex im Jänner zeigt mit 54,1 Punkten stabilen Wachstumskurs der heimischen Industrie und setzt positiven Trend der vergangen Monate fort
  • Starkes Auftragsplus sorgt für anhaltend kräftige Produktionsausweitung
  • Beschäftigung bleibt im Jänner stabil
  • Kostenbelastung der Betriebe durch aktuelle Preistrends nimmt langsamer zu
  • Gute Auftragslage verspricht Kapazitätssteigerungen in den kommenden Monaten

Die österreichische Industrie ist gut ins neue Jahr gestartet. Der Aufwärtstrend der zweiten Jahreshälfte 2013 hat sich stabilisiert. "Im Jänner 2014 hat der Bank Austria Einkaufsmanagerindex wie schon im Vormonat 54,1 Punkte erreicht und zeigt damit, dass die österreichische Industrie den soliden Wachstumskurs der vergangenen Monate fortsetzt", analysiert Bank Austria Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer das aktuelle Ergebnis der monatlichen Umfrage unter den Einkaufsmanagern österreichischer Industriebetriebe. Begünstigt durch die Aufhellung der Konjunktur in den umliegenden europäischen Ländern führt der heimische Produktionssektor die Erholung der österreichischen Wirtschaft an. Zwar ist das Tempo des Industrie-Aufschwungs noch nicht überzeugend, aber es hält sich mittlerweile sehr konstant. "Im Jänner haben sich die Auftragsbücher insbesondere mit Bestellungen aus dem Ausland weiter gefüllt. Die Produktion wurde abermals kräftig gesteigert, dennoch wurden die Auftragspolster dicker und die Lieferzeiten verlängerten sich. Das zweite Mal innerhalb von vier Monaten ging im Jänner die Beschäftigung in der Industrie zumindest nicht mehr zurück", nennt Bruckbauer Details der anhaltenden Verbesserung der Industriekonjunktur in Österreich zu Beginn 2014.

"Die Aufhellung der Konjunktur der österreichischen Industrie wird ganz wesentlich von der in den vergangenen Monaten anspringenden Nachfrage nach 'Made in Austria' getragen. Vor allem die Aufwärtsentwicklung des deutschen Einkaufsmanagerindex auf 56,3 Punkte im Jänner verspricht anhaltend positive Nachfrageimpulse für die heimische Industrie. In ganz Europa haben sich die Einkaufsmanagerindizes im Jänner verbessert", fasst Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl zusammen. Der Einkaufsmanagerindex für den Euroraum stieg im Jänner um 1,2 auf 53,9 Punkte – den höchsten Wert seit Mai 2011 – und liegt seit sieben Monaten im Wachstumsbereich.

Seit Mitte 2013 nehmen die Neu- und Folgeaufträge in Österreich bereits Monat für Monat zu. Im Jänner stiegen die Neubestellungen insgesamt zwar nicht ganz so kräftig an, wie im Dezember, dafür verstärkte sich die Nachfrage aus dem Ausland. Die heimischen Industriebetriebe haben im Jänner ihre Produktionsleistung abermals deutlich erhöht – bereits den siebenten Monat in Folge. Die Neubestellungen waren so stark, dass die Auftragsbestände so kräftig wie letztmals im März 2011 zunahmen.

Obwohl bereits vor mehr als einem halben Jahr die Signale für eine Erholung der österreichischen Industrie spürbar geworden sind, hat sich die Lage am Arbeitsmarkt bislang noch nicht verbessert. Im Jänner ist die Beschäftigung gegenüber dem Vormonat immerhin stabil geblieben. Das zweite Mal innerhalb von vier Monaten wurden in der Industrie keine Jobs abgebaut. "Auch wenn eine langfristige Trendwende noch nicht erkennbar ist, kommt in den Industrie-Arbeitsmarkt zunehmend etwas Bewegung. Wir gehen davon aus, dass im Jahr 2014 die Industrie zum Jobmotor der heimischen Wirtschaft wird, nachdem 2013 die Beschäftigung im Produktionssektor über das ganze Jahr hinweg bei 583.300 stagnierte", gibt sich Pudschedl zuversichtlich. Insgesamt erwarten die Ökonomen der Bank Austria einen Anstieg der Gesamtbeschäftigung um rund 1 Prozent, dennoch wird die Arbeitslosenquote in Österreich im Jahresdurchschnitt 2014 auf 7,8 Prozent ansteigen.

"Die Preistrends im Einkauf bzw. im Absatz belasteten im Jänner im Durchschnitt die Kosten- und Ertragslage der österreichischen Industriebetriebe. Seit mittlerweile fünf Monaten steigen die Einkaufspreise stärker als die Verkaufspreise", so Bruckbauer. Die Einkaufspreise wurden durch die wachsende Nachfrage nach Vormaterialien und Rohstoffen aber auch durch Kapazitätsengpässe auf Seiten der Lieferanten nach oben gezogen. Die Verkaufspreise hingegen wurden nur moderat angehoben, obwohl die Anhebung die stärkste innerhalb des vergangenen Halbjahres war. Mehr als 80 Prozent der Umfrageteilnehmer konnte aufgrund des scharfen Wettbewerbs Preiserhöhungen im Absatz überhaupt nicht durchsetzen.

"Der Bank Austria Einkaufsmanagerindex zeigt, dass die österreichische Industrie im Jänner auf Wachstumskurs war und diesen auch weiter fortsetzen wird", ist Bruckbauer überzeugt und ergänzt: "Die Auftragsdynamik wird in den kommenden Monaten weitere Produktionssteigerungen nach sich ziehen." Nicht nur das Neugeschäft, insbesondere aus dem Ausland wächst stark, auch die Auftragspolster nehmen rasch zu und die Lieferzeiten steigen. Schließlich liegt auch das Verhältnis zwischen Auftragseingängen und den Lagerbeständen mit über 1,10 auf einem hohen Niveau. Das war in der Vergangenheit stets ein sicherer Indikator für eine dynamische Entwicklung der Industrie.

 Tabellen (PDF; 38 KB)

Rückfragen: Bank Austria Economics & Market Analysis Austria
Walter Pudschedl, Tel.: +43 (0) 50505 - 41957;
E-Mail: walter.pudschedl@unicreditgroup.at

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von Markit Economics durchgeführt wird.