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Presseinformation

14.01.2014

CEE-Bankenstudie 2014:
Wirtschaftliche Erholung führt zu schrittweiser Verbesserung der Kreditvergabe in Zentral- und Osteuropa

  • Unternehmen werden voraussichtlich in den nächsten Jahren die treibende Kraft hinter dem Kreditwachstum sein
  • Anstieg der Einlagen auf solidem Niveau unterstützt den CEE-Bankensektor bei der Umstellung auf ein „neues Geschäftsmodell“
  • Eine nachhaltigere Refinanzierungsstruktur mit stärkerer Liquidität und höheren Kapitalpuffern charakterisiert das neue Modell

Mit dem sich in Westeuropa abzeichnenden Wirtschaftsaufschwung kommen auch die Geschäftsaktivitäten in Zentral- und Osteuropa zusehends in Fahrt. Parallel dazu sind in der gesamten Region auch milde Anzeichen für eine Erholung der Kreditvergabe erkennbar. Dies sind zwei der zentralen Erkenntnisse der neuesten CEE-Bankenstudie, die vom Bereich CEE Strategic Analysis in der UniCredit durchgeführt wurde und die 13 Länder umfasst. Laut der aktuellen Studie wird das Unternehmenssegment in den nächsten Jahren der wichtigste Treiber für die Erholung der Kreditvergabe sein. Schon seit Mitte 2013 ist eine moderate Beschleunigung der Kreditaufnahmen bei gleichzeitig solidem Einlagenwachstum zu beobachten, was die schrittweise Umstellung des Sektors auf ein „neues Geschäftsmodell“ unterstützt. Trotz einiger Herausforderungen zeigt der Bankensektor in CEE mit einer fast doppelt so hohen Kapitalrentabilität wie in Westeuropa weiterhin eine zufrieden¬stellende Profitabilität.

Höhere Industrieproduktion in CEE, Länderunterschiede bleiben bestehen
„Der deutlichste positive Makrotrend, der 2013 in ganz Zentral- und Osteuropa zu beobachten war, war die Erholung der Industrieproduktion. Diese sollte sich auch 2014 fortsetzen“, meint Gianni Franco Papa, Head of CEE Division in der UniCredit, „Die Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung in Westeuropa gehen mit einer höheren Industrieproduktion in CEE einher, wenngleich die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern bestehen bleiben.“ Seit Anfang 2013 ist die Industrieproduktion in den meisten Ländern im Jahresvergleich um über 5 Prozent gestiegen. Ausgehend von einem auch 2014 anhaltenden Exportwachstum in Deutschland und einer damit verbundenen Erholung anderer Teile der EWU erwarten die Analysten der UniCredit für die Zukunft weitere industrielle Zuwächse. Insgesamt wird sich das durchschnittliche regionale reale BIP-Wachstum voraussichtlich leicht auf 2,0 Prozent 2014 und auf 2,5 Prozent 2015 beschleunigen und damit klar über dem BIP-Wachstum der EWU liegen, das 1,5 beziehungsweise 1,8 Prozent erreichen sollte.

Verhältnis von Krediten zu Einlagen in der Region zeigt viel gesünderes Gleichgewicht
„Die graduelle Verbesserung der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Region in der nächsten Zukunft wird voraussichtlich auch von einem weiter beschleunigten Kreditwachstum begleitet sein“, unterstreicht Gianni Franco Papa. „Diese Erholung wird hauptsächlich vom Unternehmens¬segment vorangetrieben werden.“

Das Einlagenwachstum bleibt auf einem komfortablen Niveau und unterstützt die schrittweise Umstellung des Bankensektors in CEE auf ein neues Geschäftsmodell, das durch eine nachhaltigere Refinanzierungsstruktur charakterisiert ist. Von 2008 bis 2013 stieg das Gesamtkreditvolumen in CEE wechselkursbereinigt um 20 Prozent, nachdem das Wachstum im Zeitraum 2005-2008 113 Prozent betragen hatte. Die Gesamteinlagen in CEE stiegen zwischen 2008 und 2013 wechselkursbereinigt um 34 Prozent, während sie im Vergleichszeitraum 2005 bis 2008 um 55 Prozent gestiegen waren. In der Folge verbesserte sich das Verhältnis von Krediten zu Einlagen in CEE von 114 Prozent am Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise auf 102 Prozent 2013 und zeigt damit ein viel gesünderes Gleichgewicht.

Unsichere Assetqualität und kontraproduktive Überregulierung als Negativrisiken
„Der Bankensektor in CEE bleibt trotz verschiedener Herausforderungen profitabel und weist eine viel höhere Profitabilität auf als in den wichtigsten westeuropäischen Ländern“, erklärt Carmelina Carluzzo, stellvertretende Leiterin des Bereichs CEE Strategic Analysis in der UniCredit. 2013 lag die prognostizierte durchschnittliche Gesamtkapitalrentabilität der CEE-Banken bei 1,5 Prozent, bei einer Bandbreite von 2,0 Prozent in der Türkei bis minus 2,1 Prozent in Slowenien. Im Vergleich dazu betrug die prognostizierte durchschnittliche Gesamtkapitalrendite deutscher Banken 0,3 Prozent im vergangenen Jahr, während die B(R)IIC-Banken zwischen 2,5 und 0,9 Prozent rangierten.

„Neben anderen wirtschaftllichen Herausforderungen sind es die ungewisse Entwicklung der Assetqualität und die vielfältigen internationalen und lokalen Vorschriften, die unser Szenario mit einem Fragezeichen versehen“, so Carmelina Carluzzo. Trotzdem wird sich der Anteil notleidender Kredite in CEE in diesem Jahr voraussichtlich verbessern und sinken. In Bezug auf das Risiko einer kontraproduktiven Überregulierung forderte die Expertin eine stärkere Harmonisierung in der gesamten Region.

UniCredit hält ihre führende Position in CEE und erneuert ihr Bekenntnis zur Region
„Die Bedeutung von Zentral- und Osteuropa in Sachen Wirtschaftswachstum und Sektorprofitabilität steht außer Streit“, sagt Gianni Franco Papa, Head of CEE Division in der UniCredit, „Darum möchte ich an dieser Stelle das Bekenntnis unserer Bankengruppe zu dieser Region erneuern.“ Während die Diversifizierung der geografischen Präsenz dazu beigetragen hat, die Höhen und Tiefen des Konjunkturzyklus besser zu bewältigen, scheint eine gewisse Anpassung des Geschäftsmodells der Banken doch unabdingbar, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Mit zahlreichen Projekten zur Refokussierung ihres CEE-Geschäfts wie der Übernahme von Retail-Kunden von der AXA-Bank in der Tschechischen Republik oder dem Kauf zusätzlicher Assets von RBS in Rumänien hat UniCredit ihre Umsetzungsstärke bei der Realisierung angekündigter strategischer Maßnahmen unter Beweis gestellt.

UniCredit verfügt derzeit über eine Core Tier 1 Kapitalquote von 11,71 Prozent und ein einzigartiges internationales Netzwerk in zirka 50 Ländern. Mit ihren lokalen Tochterbanken in 18 Ländern und einem nahtlosen Servicemodell ist sie die erste Anlaufstelle für Kunden bei der Entwicklung ihrer grenzüberschreitenden geschäftlichen Aktivitäten. Die Gruppe verfügt über eine detaillierte und profunde Kenntnis der verschiedenen CEE-Märkte und betreut rund 10.500 Unternehmenskunden aus Deutschland, Italien und Österreich, die in CEE tätig sind. Die Mitarbeiter von UniCredit bemühen sich um eine möglichst hohe Servicequalität und sie sind bestrebt, die führende Position der Gruppe in Zentral- und Osteuropa zu erhalten, einschließlich einer ausgeprägten Kundenzufriedenheit.

UniCredit
UniCredit ist eine der führenden europäischen Kommerzbanken mit starken Wurzeln in 20 europäischen Ländern. Unser Netzwerk in zirka 50 Märkten besteht aus über 9.000 Geschäftsstellen und über 148.000 Mitarbeitern (per 30. September 2013).
In der Region Zentral- und Osteuropa betreibt die Gruppe das größte internationale Bankennetzwerk mit fast 3 600 Geschäftsstellen.
Derzeit ist UniCredit in folgenden Ländern vertreten: Österreich, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechische Republik, Estland, Deutschland, Italien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Türkei, Ukraine und Ungarn.

Rückfragen: International Media Relations
Tiemon Kiesenhofer, Tel. +43 (0) 50505 - 56036
E-Mail: tiemon.kiesenhofer@unicreditgroup.at