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Presseinformation

28.11.2013

Start der Initiative "Bank Austria 2020" als Reaktion auf geändertes Kundenverhalten und Marktumfeld sowie steigende Kostenbelastung

  • Bank Austria sieht sich als Vorreiter der Branche und baut Geschäftsmodell nachhaltig um, um als Gewinner aus der bevorstehenden Transformation der Branche hervorzugehen
  • Investitionen von rund 100 Millionen Euro ins "Smart Banking" ermöglichen Ausweitung und Verbesserung des Serviceangebots für alle KundInnen
  • Gleichzeitig kann die ständig steigende Kostenbelastung in einem stagnierenden Markt nur durch Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen abgefangen werden
  • Heimische Bankensteuer belastet Österreich-Geschäft mit jährlich 97 Millionen Euro; zusätzliche Kosten durch neue Regularien addieren sich auf 270 Millionen Euro jährlich
  • Um diese Belastungen ausgleichen zu können, ist ein Kostensenkungsprogramm im Ausmaß von 130 Millionen Euro bei Sach- und Personalkosten erforderlich, wovon
    70 Millionen Euro auf den Personalbereich entfallen
  • Personalmaßnahmen vorwiegend in kundenfernen Arbeitsbereichen und in sozial verträglicher Form geplant: Nichtnachbesetzung frei werdender Stellen und Teilzeit-modelle im Fokus. Ziel ist es, ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen

Das gesamte Bankgeschäft befindet sich in einer Umbruchsphase und wird in naher Zukunft anders aussehen und funktionieren als heute. "Dem müssen alle Bankinstitute Rechnung tragen. Jene, die zu den Gewinnern dieser Transformation gehören wollen, werden ihr Geschäftsmodell an die neuen Gegebenheiten anpassen, die Kosteneffizienz steigern, und gleichzeitig in stärker ausdifferenzierte und auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Serviceleistungen investieren müssen. Hier sind wir mit unserem 'SmartBanking'-Konzept Vorreiter am Markt und investieren rund 100 Millionen Euro in die Ausweitung unseres Betreuungs- und Serviceangebots", erklärt Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria.

"Gleichzeitig sind die Ertragschancen aufgrund des Niedrigzinsumfelds und der schwachen Konjunktur limitiert, während die Kostenbelastung deutlich zugenommen hat. Das lässt uns nur die Möglichkeit, unsere Kosten weiter zu senken, wenn wir diese Kosten nicht auf unsere Kunden überwälzen möchten, oder die Kreditvergabe einzuschränken. Alleine die heimische Bankensteuer belastet uns in diesem Jahr mit 97 Millionen Euro und diese Kosten lösen sich nicht einfach in Luft auf. Wenn ich dieser Belastung die Senkung unserer Personalkosten von 35 Millionen Euro pro Jahr entgegenstelle, dann ist klar: Die Bankensteuer kostet Arbeitsplätze", so der Bank Austria-Chef.

Rapide geändertes Kundenverhalten erfordert Umbau des Geschäftsmodells
Die Bank Austria setzt auch in Zukunft klar auf das Konzept der Universalbank, aber mit einer viel stärkeren Ausdifferenzierung in zwei Richtungen, um dem geänderten Kundenverhalten zu entsprechen: Auf der einen Seite die "Basisbank", die Basisdienstleistungen wie das Einlagen- und Konsumkreditgeschäft sowie das Ein-, Auszahlen und Überweisen mit großer technischer Unterstützung hoch effizient, perfekt in der Ausführung und sehr kostengünstig anbieten wird.
Auf der anderen Seite die "Beraterbank", die ihren KundInnen durch ausgewiesene SpezialistInnen – noch viel stärker als heute – einen echten Mehrwert durch Beratung bietet. Die Bank Austria investiert in den nächsten zwei bis drei Jahren ca. 100 Millionen Euro in diesen Umbau. Damit rüstet sie sich auch für den zunehmenden Wettbewerb durch neue Wettbewerber wie Amazon oder Google, die mit anderen Geschäftsmodellen und schlankeren Strukturen ins Bankgeschäft drängen.

Sinkende Ertragschancen und steigende externe Kostenbelastung zwingen zum Handeln
Das aktuelle Marktumfeld mit schwacher Konjunktur und einer Niedrigzinsphase sowie die dramatisch gestiegenen Kosten durch neue regulatorische Auflagen und zusätzliche Steuern führen dazu, dass das Bankgeschäft in Österreich erheblich unter Druck gerät. Die Boston Consulting Group prognostiziert für den gesamten österreichischen Retail-Markt ein jährliches Schrumpfen der Ertragschancen auf dem heimischen Markt von 1,1 Prozent. Gleichzeitig wachsen die Kosten aus den neuen regulatorischen Anforderungen – mehr Eigenkapital, Dotierung eines Abwicklungsfonds und der Einlagensicherung – laufend an und belaufen sich im Österreichgeschäft der Bank Austria auf rund 270 Millionen Euro im Jahr. Dazu addiert sich die im internationalen Vergleich extrem hohe Belastung aus der Bankensteuer von 97 Millionen Euro, die gemessen an der Größe des Bankensektors sieben Mal so hoch ist wie in Deutschland.

Maßnahmen zur Kostenoptimierung notwendig
Da die Bank Austria die zusätzlichen Kosten weder auf ihre Kunden abwälzen noch die Kreditvergabe drosseln will, weil dies einerseits nachteilig für den Wirtschaftsstandort wäre und andererseits die Ertragschancen weiter minimieren würde, sind weitere Kostensenkungsmaßnahmen notwendig. In den letzten beiden Jahren wurden über diverse Maßnahmen die Sachkosten bereits dauerhaft um fast 44 Millionen Euro gesenkt und in den kommenden drei Jahren sind weitere 20 Millionen Euro Einsparungen geplant. Das bedeutet in Summe eine Kostenreduktion von rund 64 Millionen Euro der Sachkosten.

Angesichts der Kostenstruktur von rund 40 Prozent Sachkosten und rund 60 Prozent Personalkosten, müssen auch letztere reduziert werden. Konkret geht es um ein Einsparungspotenzial von 70 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren. Dies erfordert zusätzliche Einsparungen über die bereits geplante Reduktion von 200 Vollzeitarbeitsplätzen pro Jahr durch Nichtnachbesetzung frei werdender Stellen in Folge der natürlichen Fluktuation. Das Ausmaß der Reduktion lässt sich noch nicht beziffern, da es stark von der Inanspruchnahme der angebotenen Modelle abhängen wird. Ziel der geplanten Maßnahmen ist es, ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen.

Bei den derzeit geplanten Modellen gelten die Prinzipien der Freiwilligkeit und größtmöglicher Sozialverträglichkeit: So sind insbesondere die Forcierung von Teilzeitarbeitsmodellen und Angebote für MitarbeiterInnen, die sich beruflich verändern möchten, geplant. Die konkrete Ausgestaltung der Instrumente ist Gegenstand der Gespräche mit dem Betriebsrat.

"Wir sind optimistisch, dass diese Angebote entsprechenden Zuspruch finden und wir damit die gesetzten Kostenreduktionsziele erreichen können. Wir setzen dabei besonders große Hoffnungen auf die Teilzeitmodelle, da diese den Vorteil bieten, dass KollegInnen weiter ihren Arbeitsplatz behalten und gleichzeitig Kostenreduktionen realisiert werden können. Parallel dazu durchforsten wir alle unsere internen Prozesse, Verwaltungsaufwendungen und Reportings mit dem Ziel, alles Unnötige, also das, was unsere Kunden weder sehen noch brauchen, zu eliminieren. Klar ist, wir sparen nicht am Kundenservice, ganz im Gegenteil: Mit unserem Smart Banking und 100 Millionen zusätzlicher Investitionen bauen wir es sogar aus, wie beispielsweise die verlängerten Beratungszeiten bis 20 Uhr für Smart Banking-Kunden bereits belegen", so Cernko abschließend.

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
Martin Halama, Tel. +43 (0) 50505 - 52371
E-mail: martin.halama@unicreditgroup.at