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Presseinformation

15.11.2013

Bank Austria Private Banking Investmentforum: Was Anleger 2014 erwartet

  • Aktienmärkte weiter positiv – breiteste Rallye seit 1990
  • Nur kurzfristig Verunsicherung durch US-Schuldenklippe, mittelfristig Konjunkturstützung durch nachlassenden Konsolidierungszwang in Europa
  • Erwartetes BIP-Wachstum Euroraum 2014: 1 Prozent
  • Steigende Unterstützung durch Konsum und Investitionen erhöht Dynamik in den kommenden Monaten: In Österreich kräftigerer BIP-Anstieg von 1,8 Prozent für 2014 erwartet

Etwa 400 interessierte Private Banking-Kundinnen und Kunden der Bank Austria folgten gestern Abend der Einladung von Robert Zadrazil, Vorstand Bank Austria Private Banking in die Hofburg zum Bank Austria Private Banking Investmentforum. Bank Austria Private Banking Chefanalystin Monika Rosen und Bank Austria Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer veranschaulichten aktuelle Trends und gingen der Frage nach, was die Anleger vom Jahr 2014 erwarten können. Als Gastvortragender konnte Asoka Wöhrmann, Chefanlagestratege und Geschäftsführer der Deutschen Asset & Wealth Management gewonnen werden. Moderiert wurde das Investmentforum von Gerald Groß.

"Die Nähe zum Kunden ist zentral für das Bank Austria Private Banking in Österreich. Unsere Private Banking Berater fungieren als aktive Informations-Manager, die unseren Kunden neben aktuellen Infos bei Marktveränderungen regelmäßig einen detaillierten Überblick über die Marktentwicklung und daraus resultierenden möglichen Investmentstrategien geben. Das Investmentforum ist ein weiterer wichtiger Fixpunkt unserer proaktiven Beratungsstrategie und liefert unseren Kunden einen umfassenden Einblick in die aktuelle Marktentwicklung", betont Robert Zadrazil, Vorstand Bank Austria Private Banking und ergänzt: "Um Kaufkraftverluste bei kurzfristigen Anlagen in sehr sicheren Vermögensklassen zu vermeiden, müssen Anleger wieder mehr Risiko nehmen. Diversifikation ist für den Anlageerfolg wesentlich. Eine Streuung über eine große Anzahl von Assetklassen – beispielsweise umgesetzt über unser Vermögensmanagement 5 Invest – kann nicht nur die Rendite verbessern, sondern auch die Schwankungsbreite verringern und substanzielle Verluste vermeiden helfen".

Aktienmärkte weiter positiv – breiteste Rallye seit 1990
An den Aktienmärkten geht erneut ein erfolgreiches Jahr zu Ende. Im S&P 500 Index sind in den ersten zehn Monaten des heurigen Jahres 447 von 500 Aktien im Plus – das ist die breiteste Rallye seit 1990. Und obwohl das Gewinnwachstum eher an Dynamik verliert, und die Bewertungen am Aktienmarkt nicht mehr so günstig sind wie noch zu Jahresbeginn, treibt die lockere Geldpolitik die Anleger weiter in die Aktien.

Bank Austria Private Banking Chefanalystin Monika Rosen beschäftigte sich mit der Frage, ob die Rahmenbedingungen auch 2014 für Aktien sprechen, bzw. welche Weichenstellungen die Wertentwicklung im Portfolio beeinflussen könnten: "Obwohl die Aktienmärkte heuer bereits sehr gut gelaufen sind, stehen die Zeichen für eine Fortsetzung des positiven Trends günstig. Nach dem Budgetstreit in Washington, der in den USA im vierten Quartal auf jeden Fall Wachstum kosten wird, ist die US-Notenbank derzeit von ihrem Plan, die Geldpolitik langsam zu straffen, abgerückt. Damit sprudelt die Liquidität weiter reichlich, und da die Alternativen am Rentenmarkt nicht wirklich attraktiv sind, fließt weiter Geld in die Aktienmärkte. Angesichts dieses Umfeldes, das nicht ohne Risikofaktoren ist, kann eine kurze Korrektur zwar nicht ausgeschlossen werden, insgesamt spricht aber viel für eine Fortsetzung der Rallye", fasst Rosen zusammen.

Der prinzipiell gute, doch keineswegs berauschende Konjunkturausblick stellt aus Sicht eines Aktionärs die beste aller Welten dar. Würde das Wachstum zu stark anspringen, würde das die Notenbanken auf den Plan rufen. Die ungewöhnlichen geldpolitischen Maßnahmen ließen sich vor dem Hintergrund hoher Wachstumsraten nicht mehr rechtfertigen. Damit würde der Markt rasch ein gewichtiges Argument pro Aktien – die gute Liquiditätssituation – verlieren. "Wir halten in unserer Anlagestrategie also an der Übergewichtung von Aktien fest, die unserer Ansicht nach durch mehrere Faktoren unterstützt wird: Erstens, konnte sich der Aktienmarkt trotz einiger negativerer Nachrichten, solide behaupten. Viele Indizes haben neue Höchststände erreicht. Zudem gehören die Monate November und Dezember historisch betrachtet zu den besten Aktienmonaten eines Jahres. Zweitens, sind Aktien gegenüber Anleihen, nach unserer Einschätzung, derzeit die attraktivere Anlageklasse. Drittens, haben die Zuflüsse in Aktienfonds seit Jahresbeginn den Aktienmarkt unterstützt. Dieser Trend sollte noch länger andauern, da in den letzten Jahren ein massives Volumen aus Aktienfonds abgeflossen ist", ergänzt Rosen.

Die Wirtschaft erholt sich – vorerst noch in kleinen Schritten.
Bank Austria Chefvolkswirt Stefan Bruckbauer konzentrierte sich in seinem Impulsreferat auf die Frage "Erholung 2014 trotz Herausforderungen". Hoffnungsträger der kommenden Konjunkturbelebung ist einmal mehr der Außenhandel. Und hier stehen die Chancen gut, dass die Exporttätigkeit wieder die Stütze des Konjunkturaufschwungs wird. Maßgeblich für diesen Optimismus ist die Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage in Europa. Im Gefolge des Klimaaufwindes in fast allen Ländern Europas ist die Stimmung in der österreichischen Industrie ange¬sichts sich langsam wieder füllender Auftragsbücher so gut wie seit 15 Monaten nicht mehr.

"Aus heutiger Sicht sind die Voraussetzungen für eine zukünftige positive Entwicklung der europäischen Wirtschaft gegeben. Neben dem anhaltend günstigen monetären Umfeld – zumindest bis Mitte 2015 ist mit keiner Zinserhöhung zu rechnen – wird vor allem der deutlich nachlassende Konsolidierungszwang in Europa unterstützend wirken", gibt sich Bruckbauer zuversichtlich. Im Durchschnitt ist in der Eurozone im kommenden Jahr mit einer neutralen Nachfragewirkung der Haushaltspolitik zu rechnen. 2013 hat die geschätzte Reduktion des strukturellen Defizits um insgesamt 0,8 Prozentpunkte die Nachfrage noch spürbar gedämpft. Auch weltweit ist für 2014 mit einer zumindest soliden Entwicklung in den Schwellenländern und damit insgesamt mit einem etwas stärkeren Wachstum zu rechnen als 2013. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass die anstehende Haushaltskonsolidierung in den USA das Wachstum schwächen wird und die USA nicht nur 2013 mit 1,6 Prozent, sondern auch 2014 mit 2,4 Prozent unter ihrem Potenzial bleiben werden. Der Euroraum hat hingegen seine Haushaltskonsoli¬dierung schon hinter sich gebracht. "Heuer wird hier das BIP zwar noch um voraussichtlich 0,3 Prozent schrumpfen, aber für 2014 rechnen wir mit einem Plus von 1 Prozent. Für die österreichische Wirtschaft sollte das Jahr 2014 ein Wachstum auf einer solideren Basis bringen. Nach dem leichten BIP-Anstieg im Jahr 2013 um nur 0,4 Prozent erwarten wir für 2014 in Österreich ein kräftigeres BIP-Wachstum um 1,8 Prozent. Eine weiter sinkende Inflation sollte dem privaten Konsum zu mehr Schwung verhelfen", ergänzt Bruckbauer.

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
Martin Kammerer, Tel. +43 (0) 50505 - 52803
E-Mail: martin.kammerer@unicreditgroup.at