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Presseinformation

04.07.2013

Kurzanalyse Monika Rosen, Chefanalystin Bank Austria Private Banking:
Emerging Markets Aktien mit einstelligem KGV – zu viel des Schlechten?

  • Schwellenbörsen stark unter Druck, KGV unter 10
  • Kursrutsch & Pessimismus eventuell übertrieben?
  • Bank Austria Private Banking bleibt bei Schwellenmärkten übergewichtet

Die Volatilität an den internationalen Finanzmärkten ist zuletzt ja insgesamt gestiegen, aber die Schwellenmärkte (Emerging Markets) kamen besonders heftig unter die Räder, und zwar sowohl aktien- als auch rentenseitig. Die Marktstrategen der Citigroup halten den Kursrutsch der Emerging Markets Aktien aber mittlerweile für übertrieben.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Schwellenbörsen, bezogen auf die für heuer erwarteten Gewinne, ist mittlerweile unter 10 gefallen, das ist der tiefste Bewertungsstand seit November letzten Jahres. Ausgelöst wurde der jüngste Ausverkauf von den Aussagen von US Notenbankchef Bernanke im Mai, wonach die US Konjunktur Erholungstendenzen zeige und die Notenbank Fed daher über eine Drosselung der monatlichen Anleihekäufe nachzudenken beginne. Derzeit kauft die Fed 85 Mrd. Dollar an Anleihen pro Monat, ein gradueller Ausstieg aus dem Programm wird als erster Schritt in Richtung einer strafferen Geldpolitik gesehen (auch wenn die erste Zinsanhebung noch weit entfernt ist). Bernankes Äußerungen haben vor allem die Renditen weltweit kräftig steigen lassen und damit den Schwellenbörsen viel Treibstoff entzogen.

In der Vergangenheit haben KGV's um die 10 bei den Schwellenbörsen meist dazu geführt, dass die Kursentwicklung über die folgenden 12 Monate dann positiv ausfiel. Außerdem haben die entwickelten Börsen zu keiner Zeit seit dem Jahr 2000 je ein KGV unter 10 ausgewiesen, auch nicht während der Finanzkrise 2008!

Natürlich muss man einräumen, dass sich die Wachstumsraten in den Schwellenländern verlangsamen, aber die Frage bleibt, ob die Kursabschläge nicht bereits mehr vorwegnehmen, als möglicherweise eintreten wird. Außerdem haben die lokalen Notenbanken, zum Unterschied von jenen der Industriestaaten, noch Raum für Zinssenkungen. Das trifft auch auf die Fiskalpolitik in den Schwellenländern zu. Auch sie hat noch mehr Spielraum als jene im Westen. Last, but not least ist die Stimmung gegenüber den Schwellenmärkten schon sehr negativ. Es würde also nur einer geringen Verbesserung bei den Daten bedürfen, um eine Wende einzuleiten.

Fazit: Trotz der jüngsten Turbulenzen halten wir an unserer Übergewichtung für Aktien fest, da wir sie verglichen mit Renten immer noch im Vorteil sehen. Auch für die Aktien der Schwellenmärkte bleiben wir positiv gestimmt, da wir die Fundamentaldaten für besser halten, als die derzeitige Kursentwicklung nahelegt.

Rückfragen: Monika Rosen
Chefanalystin im Bank Austria Private Banking
Tel. +43 (0) 50505 - 40104
E-Mail: monika.rosen@unicreditgroup.at