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Presseinformation

25.06.2013

Kapitalanlage: Nicht jede Immobilie ist geeignet

  • Aus Sorge vor der Inflation investieren viele Österreicher ihr Vermögen in Wohnimmobilien, doch nicht jedes Objekt eignet sich als Kapitalanlage
  • Bank Austria ImmobilienService hat als Maklerunternehmen zusammengestellt, worauf Investoren und Immobilienverkäufer achten sollen

Seniorentauglichkeit
Die Menschen in Österreich und damit die Gesellschaft werden immer älter: Laut Statistik Austria sind im Jahr 2030 über 25 Prozent der Bevölkerung mindestens 65 Jahre alt. Das wird sich mittel- bis langfristig auf den Wohnimmobilienmarkt auswirken. Dachgeschoßwohnungen ohne Lift, kleine Bäder, enge Türen, viele Treppen: All das sind Kriterien, die die Vermietbarkeit in Zukunft erschweren werden. "Die Nachfrage nach barrierefreien und seniorentauglichen Immobilien wird steigen – einfach weil es irgendwann viel mehr ältere als jüngere Menschen gibt", sagt Ludwig Wiesbauer, Geschäftsführer von Bank Austria ImmobilienService. "Je mehr die Immobilie nutzen können, desto größer der potentielle Mieterkreis." Das bedeute nicht, gleich alles komplett umzurüsten. "Aber man sollte sich an den Gedanken gewöhnen, dass sich die Anforderungen an Immobilien mit dem demografischen Wandel ändern werden."

Zustand
Der bauliche Zustand des Objekts ist ein entscheidendes Kriterium für die langfristige Ertragssicherung. In welcher Beschaffenheit Dach, Fassade, Fenster und sanitäre Einrichtungen sind, hat maßgeblich Einfluss auf Vermietbarkeit sowie auf zukünftige Investitionskosten. Die wiederum schmälern die Rendite. "Je besser der bauliche Zustand der Immobilie, desto weniger muss man hohe Reparatur- und Sanierungskosten fürchten", so Wiesbauer. Allerdings gebe es auch Mängel wie Schädlingsbefall, Schimmel in der Wand oder alte Wasserrohre, die der Laie nicht auf den ersten Blick erkenne. Deshalb sei es wichtig, vor einem Kauf einen Experten hinzuzuziehen. "Dies gilt übrigens auch für Verkäufer", erläutert der Experte. "Denn wenn Eigentümer schon im Vorfeld die potenziellen Mängel ihrer Immobilie kennen, stehen sie bei Verkaufsverhandlungen eindeutig besser da."

Lage
Einer der wichtigsten Punkte, die es zu beachten gilt, ist die Lage des Objektes. Denn die ist nicht veränderbar. Beim Kauf sollte man deshalb nicht nur auf eine gute Infrastruktur in der Umgebung, sondern zudem auf das Entwicklungspotenzial des Standortes achten. "Bestimmte Städte werden sich eines großen Zuzugs erfreuen, während einige Landstriche ausgedünnt werden. Dies hat Einfluss auf die langfristige Vermietbarkeit." Wiesbauer geht davon aus, dass nicht nur die ohnehin beliebten Städte Wien, Graz oder Linz zu den Gewinnern der demographischen Entwicklung gehören, sondern auch kleinere Wohnorte im Umland von größeren Städten. Denn wenn die Preise steigen, werden sich viele dort nach bezahlbarem Wohnraum umsehen. Je höher die Wahrscheinlichkeit eines Bevölkerungswachstums, desto größer die Chance, immer wieder gute Mieter zu finden. "Wer in einer eher strukturschwachen Gegend lebt, sollte deshalb mit einem Verkauf nicht zu lange warten, sondern lieber den derzeitigen Boom nutzen", rät Immobilienexperte Wiesbauer.

Objektart
Zwar eignen sich Eigentumswohnungen und Häuser gleichermaßen als Kapitalanlagen, beides hat jedoch Vor- und Nachteile, die es vor einem Kauf individuell abzuwägen gilt. Wer eine Eigentumswohnung kauft, ist damit automatisch einer Wohnungseigentümergemeinschaft verpflichtet. Maßgebliche Änderungen wie beispielsweise die Erneuerung der Fassade können immer nur kollektiv entschieden werden. "Das kann sehr mühsam sein", sagt Wiesbauer. Allerdings: Reparaturen finanzieren sich aus der Instandhaltungsrücklage. Ein Hausbesitzer ist zwar autark – aber für ihn wird ein marodes Dach schnell viel teurer als für eine Eigentümergemeinschaft, die monatliche Rücklagen bildet. Anleger sollten bei beiden Objektarten vor dem Kauf das Rendite-Risiko-Profil zumindest grob kalkulieren.

Immobilienbesitzern rät Wiesbauer, alle relevanten Unterlagen wie Grundbuchauszug, Baubeschreibung, Grundrisse, Nebenkostenabrechnung, Protokolle der Eigentümerversammlung, Teilungserklärungen, vor allem aber Reparaturbelege zu sammeln. "Nicht jeder Eigentümer hat dies bei einem Verkauf vollständig zur Hand. Unsere Makler sind bei der Beschaffung dieser Dokumente deshalb gerne behilflich."

Rückfragen: Bank Austria ImmobilienService
Berit Dirscherl, Tel. +43 (0)1 5137477 - 90
E-Mail: berit.dirscherl@ba-is.at, www.ba-is.at

Über BA-IS
Das Bank Austria ImmobilienService wurde 2001 im Interesse der Erweiterung des Dienstleistungsangebotes für die Kunden der Bank Austria gegründet und ist ein Tochterunternehmen der UniCredit. Das Unternehmen hat sich seit zehn Jahren auf die erfolgreiche Immobilienvermittlung und umfassende Kundenberatung und -betreuung spezialisiert.