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Presseinformation

17.05.2013

Kurzanalyse Monika Rosen, Chefanalystin Bank Austria Private Banking:
Comeback bei Börsengängen – ein Jahr nach Facebook Flop

  • Börsengänge am 1. Jahrestag des IPOs von Facebook wieder ein Thema
  • Emissionsphantasie auch in China, mit Alibaba
  • Bank Austria Private Banking Investmentstrategie bleibt bei Aktien übergewichtet, auch bei Schwellenmärkten

Die Weltbörsen strafen derzeit alle Skeptiker Lügen, viele große Indizes brechen sogar fast täglich neue Rekorde. Unter anderem konnte der Dow Jones, der S&P 500, aber auch der deutsche DAX neue Höchststände verbuchen. Das hat auch dem Markt für Aktienemissionen neues Leben eingehaucht. Der etwas glücklos verlaufene Börsengang von Facebook vor fast genau einem Jahr hat die Stimmung lange Zeit belastet. Auch der im Vorjahr immer wieder erratische Kursverlauf vieler Aktienindizes ließ zahlreiche Emittenten zurückschrecken. Heuer befinden sich die Börsen aber auf einem stetigen Weg nach oben, und somit hat sich das Fenster für Neuemissionen weit geöffnet.

Der lange Schatten von Facebook – die Aktien notieren noch immer deutlich unter Emissionskurs – könnte auch auf einen der interessantesten Kandidaten für ein IPO im heurigen Jahr fallen, nämlich auf die Alibaba Group. Dieses chinesische Unternehmen wurde 1999 gegründet und betreibt erfolgreich eine Reihe von Handelsplattformen, aber auch ein Online-Bezahlmodell. Alibaba ist also gleichsam eine Kombination aus ebay, Amazon und paypal. Das Unternehmen profitiert von der stetig steigenden Kaufkraft im Reich der Mitte. Mit Umsätzen von rund 1,84 Milliarden Dollar erwirtschaftete Alibaba im vierten Quartal 2012 einen Gewinn von 642 Millionen Dollar, wobei bei beiden Kennzahlen eine deutliche Steigerung im Jahresvergleich erzielt werden konnte.

Alibaba wagte schon 2007 den Sprung auf das Parkett mit der Firmenkundenplattform "Alibaba.com" – mit unglücklichem Verlauf, dem 2012 das Delisting folgte. Gerüchten zufolge möchte das Unternehmen, an dem der US-Internetriese Yahoo derzeit 24 Prozent hält, jedenfalls die "Facebook-Falle" vermeiden. Sprich, man will den Emissionskurs nicht über Gebühr weit ausreizen. Auch zur Frage, wann und an welcher Börse Alibaba emittieren könnte, gibt es derzeit noch keine konkreten Informationen. Viele Beobachter tippen darauf, dass das IPO in der zweiten Jahreshälfte 2013 und in Hongkong erfolgen könnte, da die Börse in Shanghai Neuemissionen derzeit gestoppt hat.

Fazit: Am IPO-Jahrestag von Facebook ist der damalige Flop weitgehend verdaut – außer in der Kursentwicklung des Unternehmens selbst, die weiterhin unter dem Emissionskurs liegt. Die Börsen steigen, die Volatilität ist deutlich zurückgegangen – in Summe beste Voraussetzungen für eine Belebung bei den Neuemissionen. Alibaba hätte, wenn es ein erfolgreiches IPO hinlegt, durch die Kombination aus "China" und "Internet" durchaus das Potenzial zu einem Börsenhighlight im heurigen Jahr zu werden. Wir bleiben derzeit in unserer Anlagestrategie bei Aktien positiv gestimmt, auch bei jenen der Schwellenmärkte, sind uns aber der Tatsache bewusst, dass nach den starken Anstiegen zumindest eine Konsolidierung nicht auszuschließen ist.

Rückfragen: Mag. Monika Rosen
Chefanalystin im Bank Austria Private Banking
Tel. +43 (0) 50505 - 40104
E-Mail: monika.rosen@unicreditgroup.at