26.02.2013

Wie viel ist noch drin? Zukunftsstrategien im Private Banking und an den Finanzmärkten

  • Konsolidierung im österreichischen Private Banking Markt nimmt an Fahrt auf
  • Private Banking der Bank Austria sieht sich als Gewinner dieser Entwicklung
  • Sicherheitsbegriff in der Vermögensverwaltung muss permanent neu definiert werden
  • Anleger müssen mehr Risiko nehmen, wollen sie Kaufkraftverluste vermeiden
  • Buy & Hold Strategie ist obsolet
  • Bank Austria Private Banking Asset Allocation im ersten Quartal 2013
    o Portfolio zeigt weiter Zug zum Risiko
    o Aktien und Unternehmensanleihen auf "übergewichten"
    o Staatsanleihen der Kernmärkte wenig attraktiv

Österreich ist nach wie vor ein interessanter Wachstumsmarkt im Private Banking. Jedoch erhöhen regulatorische Rahmenbedingungen die Komplexität und laufenden Kosten. Auch die steuerlichen Rahmenbedingungen machen die Beratung im Private Banking zunehmend komplexer. Die Bank Austria Division Private Banking – repräsentiert durch die beiden Marken Bank Austria Private Banking und Schoellerbank – konnte sich in diesem herausforderndem Umfeld sehr gut behaupten und ihre Total Financial Assets um 7 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro steigern. Damit bleibt das Private Banking der Bank Austria mit rund 36.000 Kunden – darunter 900 Privatstiftungen –  klarer Marktführer in Österreich.

"Ich gehe davon aus, dass die Konsolidierung im österreichischen Private Banking Markt an Fahrt aufnehmen wird und sich die Branche in den nächsten Jahren in Österreich verändern wird. Denn die regulatorischen Bestimmungen führen zu weiteren Belastungen, die vor allem von den kleineren Instituten schwer zu verkraften sind. Die Zukunft liegt in unserem Geschäftsmodell: eine solide Universalbank, die regional stark verwurzelt ist und auf internationale Expertise zurückgreifen kann. Dazu kommt, dass viele Kundengelder noch nicht in Private Banking Einheiten betreut werden. Hier sehen wir Wachstumspotenzial. Das Private Banking der Bank Austria ist klarer Gewinner dieser Entwicklung", sagt Robert Zadrazil, Vorstand Bank Austria Private Banking. "Ein weiterer Vorteil unseres Hauses ist die Freiheit in der Produktwahl. Wir können die besten Produkte auf dem Markt für unsere Kunden auswählen. Diese Objektivität ist viel wert und hat vor allem in den letzten Jahren viel zum Erfolg beigetragen. Bestes Beispiel ist unser Vermögensmanagement 5 Invest. Mit  diesem bewährten Konzept wird Risikominimierung durch breite Diversifikation mit einem globalen Zugang zu unseren 'Preferred Partnern'1, zehn hervorragenden, weltweit tätigen Fondsgesellschaften kombiniert. In den letzten Monaten haben uns unsere Kunden rund 321 Millionen Euro zusätzlich anvertraut und die Performance 2012 betrug in einem Portfolio mit ausgeglichenem Riskio 9,20 Prozent", ergänzt Zadrazil.

Sicherheitsbegriff in der Vermögensverwaltung muss permanent neu definiert werden
Um Kaufkraftverluste zu vermeiden, sollte das Vermögen vermehrt aktiv in Wachstumsmärkten angelegt und breit diversifiziert werden. Dabei können Schwankungen ausgeglichen und ein Wertzuwachs aus diversen Anlageklassen mitgenommen werden.  Auch ist die Strategie des langfristigen Kaufens und Haltens vorbei: Wer zu Jahrtausendwende beispielsweise in Werte des amerikanischen S&P 500 investiert hat, kommt heute praktisch mit einer roten Null davon.

"Vielen Kunden ist noch nicht bewusst, dass sie – überspitzt formuliert – wenn sie nur auf das sichere Sparbuch setzen, über einen längeren Zeitraum von 10 Jahren ihre Kaufkraft fast halbieren. Daher muss der Sicherheitsbegriff in der Vermögensverwaltung laufend neu definiert werden und Anleger müssen wieder mehr Risiko nehmen, um Kaufkraftverluste zu vermeiden. Gerade wir im Private Banking müssen mit unseren Kunden dieses Thema ernsthaft diskutieren und Lösungen wie etwa unser Vermögensmanagement 5 Invest anbieten, in dem unsere Asset Allocation 1:1 umgesetzt wird", betont Zadrazil.

Bank Austria Private Banking Asset Allocation im ersten Quartal 2013
Obwohl die Unsicherheitsfaktoren an den Märkten noch keineswegs völlig ausgeräumt sind, haben  Aktien einen ausgezeichneten Jahresstart hingelegt, und das nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2012. Dennoch gibt es, wie erwähnt, durchaus noch Problemfelder: Die Euro Schuldenkrise ist noch keineswegs ausgestanden. Somit besteht weiterhin die Notwendigkeit zur Budgetkonsolidierung. Auch in den USA wird diese zunehmend zum Thema, die Fiskalklippe zum Jahreswechsel hat das sehr deutlich gemacht. Auch die Konjunktur erholt sich erst langsam von der jüngsten Schwächephase. Als zentrale Unterstützung für die Märkte erweisen sich einmal mehr die (westlichen) Notenbanken, die den Geldhahn weit offen halten und damit risikoreiche Anlageformen unterstützen.

"Wir bleiben daher bei Aktien übergewichtet. Regional betrachtet, sehen wir derzeit in den Schwellenländern sowie in Japan das größte Potenzial.", sagt Monika Rosen, Chefanalystin Bank Austria Private Banking, "Schwellenländer weisen gute Gewinn- und Wachstumsaussichten auf, während in Japan frische Impulse im Zuge des Regierungswechsels erwartet werden. Man muss aber ergänzen, dass wir bei japanischen Aktien die Währung abgesichert haben, sprich, wir haben den Verfall des Yen nicht mitgemacht. US-Aktien haben wir neutral gewichtet, da hier schon viel von den positiven Voraussetzungen eingepreist ist. In Europa bleibt die Schuldenkrise das dominierende Thema, weshalb wir dieser Region vorsichtig gegenüberstehen."

Fazit: "Grundsätzlich gilt: Sollten sich die Risken erhöhen, so würden wir nicht zögern, unsere eher risikofreudige Strategie zu überdenken und die Aktienquote zu senken", betont Rosen. "Bei der Anleihenpositionierung bleiben wir weiter vorsichtig und belassen unser Anlagevotum für Staatsanleihen auf 'Untergewichten'. Bei Unternehmensanleihen sind wir übergewichtet, auch bei solchen mit höherem Risiko (Hochzins- oder High Yield Anleihen) und bei Anleihen der Schwellenmärkte. Diese eignen sich hervorragend zur Diversifikation europäischer Anleihenportfolios", fasst Rosen zusammen.

Hintergrundinformationen Vermögensmanagement 5Invest
Das Vermögensmanagement 5Invest ist eine strukturierte, diskretionär gemangte Vermögensverwaltung bei der der Kunde aus fünf verschiedenen Risikoprofilen von "konservativ" bis "progressiv" wählen kann. Hier verwalten die Profis der Bank Austria nach einer definierten und dynamisch angepassten Aufteilung der verschiedenen Anlageklassen das Vermögen ihrer Kunden. Die Grundlage dafür ist die fundierte Marktmeinung, die auf dem Know-how, der Erfahrung sowie laufenden nationalen und internationalen Recherchen der Bank Austria Expertinnen und Experten beruht. Umgesetzt wird das Investment derzeit ausschließlich mit Hilfe von Investmentfonds unserer zehn Preferred Partner. Diese Preferred Partner werden mit Hilfe eines detaillierten Due Dilligence Prozesses analysiert und für die Vermögensverwaltung selektiert. Mit diesem bewährten Konzept wird Risikominimierung durch breite Diversifikation mit einem globalen Zugang zu den zehn besten, weltweit tätigen Fondsgesellschaften kombiniert. Die Performance im ausgeglichenen Portfolio 2012 betrug 9,20 Prozent (kumulierte Performance, vor Steuern).

Rückfragen: Bank Austria Pressestelle Österreich
 Martin Kammerer, Tel. +43 (0) 50505 - 52803
  E-Mail: martin.kammerer@unicreditgroup.at

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