15.02.2013

Gala im Theater in der Josefstadt:
Bank Austria verleiht höchstdotierten Kunstpreis Österreichs

  • Der mit insgesamt 218.000 Euro dotierte Bank Austria Kunstpreis wird heuer bereits zum dritten Mal verliehen
  • Die hochkarätige Fachjury wählte aus 313 Einsendungen die diesjährigen Preisträger
  • Die Preisträger in den vier Kategorien sind:
    o Kategorie "Regional": Das Festival "Soho in Ottakring 2012 – Unsicheres Terrain" und ":kult: das neue Mühlfestival"
    o Kategorie "Kunstvermittlung": Das Projekt "oenm . ganz privat" des "österreichischen ensembles für neue musik" und das Projekt "Lehrlinge analysieren Film" der "Diagonale – Festival des österreichischen Films"
    o Kategorie "International": Das "ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival"
    o Kategorie "Kulturjournalismus": Thomas Trenkler, Kulturredakteur "Der Standard"

Im Rahmen eines feierlichen Galaabends wird am 15. Februar 2013 im Theater in der Josefstadt der Bank Austria Kunstpreis 2012 verliehen. Der mit insgesamt 218.000 Euro höchst dotierte Förderpreis für Kultur in Österreich geht auch in diesem Jahr wieder an herausragende Kulturinitiativen, Projekte und Persönlichkeiten der heimischen Kunst- und Kulturlandschaft. "Wir sind sehr stolz, dass der Bank Austria Kunstpreis im dritten Jahr seines Bestehens bereits zu einem fixen Bestandteil der Kunst- und Kulturlandschaft avanciert ist. Die große Anzahl an Einreichungen zeigt uns, dass wir von Kunst- und Kulturschaffenden als verlässlicher und stabiler Partner gesehen werden", zeigt sich Bank Austria Vorstandsvorsitzender Willibald Cernko erfreut über den großen Zuspruch und die zahlreichen hochqualitativen Einreichungen zum Bank Austria Kunstpreis 2012.

"Kunst- und Kulturförderung ist Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Die Bank Austria bietet damit sowohl jungen Nachwuchstalenten als auch etablierten Institutionen in den Bereichen Bildender Kunst und Klassischer Musik die nötige Unterstützung, die herausragende Künstler und außergewöhnliche Kulturinitiativen auf ihrem Weg benötigen. Genauso wichtig ist uns auch die Unterstützung von innovativen Projekten aus dem Raum Zentral- und Osteuropa, um als führende österreichische Bank und als Mitglied einer großen europäischen Bankengruppe den künstlerischen Dialog sowie eine gemeinsame europäische Kultur zu fördern", erklärt Cernko weiter.

Die Bank Austria Kunstförderung setzt insofern auf eine nachhaltige Unterstützung wichtiger Kulturinitiativen. "Wir erkennen das enorme Potenzial, das in der heimischen Kulturlandschaft liegt, wissen aber auch, dass es für viele Vereine und Projekte nicht einfach ist, ihre Ideen finanziell umzusetzen. Mit dem Bank Austria Kunstpreis möchten wir ein Zeichen der Anerkennung setzen für die großartige Arbeit und das Engagement, das vor allem im regionalen Raum häufig unentgeltlich geleistet wird. Wir wollen damit für neue Akzente in der heimischen Kulturlandschaft sorgen", unterstreicht Cernko den Gedanken, der hinter dem Bank Austria Kunstpreis steht..

Der Bank Austria Kunstpreis wird in vier Kategorien verliehen. Ausgezeichnet werden:

o die besten regionalen Kulturinitiativen (70.000 Euro Preisgeld)
o die besten Projekte zur Kunstvermittlung an neue Zielgruppen (70.000 Euro Preisgeld)
o das beste Projekt zur Internationalisierung des österreichischen Kunst- und Kulturschaffens (70.000 Euro Preisgeld)
o herausragende Arbeit im Bereich Kulturjournalismus (8.000 Euro Preisgeld)

Der Bank Austria Kunstpreis ist eine von drei starken Säulen im Kultursponsoring-Programm der Bank Austria. Eine weitere Säule umfasst die Premium-Partnerschaften mit renommierten Kulturinstitutionen wie dem Musikverein, dem Bank Austria Kunstforum, der  Albertina oder dem Theater in der Josefstadt. Die dritte Säule umfasst zum einen Projekte mit Fokus auf der Förderung des künstlerischen Nachwuchses, wie die Ö1 Talentebörse, zum anderen Projekte wie die "Brunnenpassage" in Wien-Ottakring, die Kultur und soziales Engagement verbinden.

Die Einreichungen 2012
Für den Bank Austria Kunstpreis 2012 wurden insgesamt 313 Projekte aus ganz Österreich eingereicht. Unter der Berücksichtigung von Kriterien wie Innovation, Kreativität, Nachhaltigkeit und dem Vorliegen eines vollständigen Finanzplans wurden diese Einreichungen von der Jury beurteilt. "Wir waren auch im dritten Jahr des Bank Austria Kunstpreises wieder von der Vielfalt und der Qualität der eingereichten Projekte begeistert. Das sehe ich als deutlichen Indikator für die stetige Entwicklung der heimischen Kunst- und Kulturlandschaft", hält Cernko fest.

Zur hochkarätig besetzten Jury zählten Thomas Angyan (Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien), Ingried Brugger (Direktorin Bank Austria Kunstforum), Willibald Cernko (Vorstandsvorsitzender Bank Austria), Andrea Ecker (Sektionschefin im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur), Herbert Föttinger (Direktor Theater in der Josefstadt), Anton Kolarik (Ressortleiter Identity & Communications Bank Austria), Walter Leiss (Generalsekretär Österreichischer Gemeindebund), Johanna Rachinger (Direktorin Österreichische Nationalbibliothek), Klaus Albrecht Schröder (Direktor Albertina Wien) und Thomas Weninger (Generalsekretär Österreichischer Städtebund).

Die Preisträger 2012
Folgende Initiativen und Projekte wurden mit dem Bank Austria Kunstpreis 2012 ausgezeichnet:

o Kategorie REGIONAL:
Dotiert mit 70.000 Euro (insgesamt, ex aequo für beide Preisträger)

Verein Soho in Ottakring: Festival Soho in Ottakring – Unsicheres Terrain (Wien)

Die Idee von Soho in Ottakring ist es, verschiedene Ebenen von Praxis und Reflexion zu entwickeln. Dabei stellt das Festival die Partizipationsmöglichkeit von Personen und Personengruppen, die in der Stadt leben, bei den Workshops in den Mittelpunkt. Der Austausch und die Reflexion mit Künstlern, Theoretikern und Gästen wird forciert. Als Kunstprojekt im urbanen Raum mit langjähriger Erfahrung hat Soho in Ottakring das Anliegen, die Stadt in verschiedenen Kontexten erlebbar, sichtbar und begreifbar zu machen, komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge zu untersuchen und neue Potentiale anzuregen. Das Festival versteht Kunst als kollektiven Lernprozess. Verschiedenste Bevölkerungsgruppen sollen aktiviert und vernetzt sowie soziale Konflikte sichtbar gemacht werden.

:kult: das neue Mühlfestival (Oberösterreich)

:kult: ist ein neuartiges Festival mit einer Vielzahl an Bühnen auf über 3000 Quadratmetern in der Messehalle Freistadt, das verschiedenste Kunstformen wie Theater, Musik, Bildende Kunst, Film oder Neue Medien verbindet und vor allem interagieren lässt. Im vielfältigen Programm werden auch sozialkritische Themen bearbeitet.

Jedes Jahr verwandelt sich die Messehalle in eine Kulturstadt und wird damit nicht nur regional zu einem Riesengewinn. :kult: bietet den unterschiedlichen Zielgruppen der kulturellen Genres die Möglichkeit, in Kontakt zu treten und sich auszutauschen.

o Kategorie KUNSTVERMITTLUNG:
Dotiert mit 70.000 Euro (insgesamt, ex aequo für beide Preisträger)

oenm . österreichisches ensemble für neue musik: oenm . ganz privat (Salzburg)

Im Atelier des oenm . österreichisches ensemble für neue musik im Salzburger Künstlerhaus finden seit Spätherbst 2011 Konzerte der besonderen Art statt. Die unter dem Motto "Bei uns daheim spielen wir nur für Sie" stehenden Konzerte wollen zur klassischen Musik im Allgemeinen und zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts im Speziellen heran- und verführen. In legerer Wohnzimmer-Atmosphäre wird Lust auf Musik gemacht – Schwellenängste sind ausgeschlossen. Das Projekt begeistert Menschen für Neue Musik und zeigt, wie bereichernd Musik für ihr Leben sein kann. Musik wird als Faktor von Lebensqualität und als Zeichen einer intelligenten, offenen und entwicklungsfähigen Gesellschaft gesehen.

Diagonale – Festival des österreichischen Films: Lehrlinge analysieren Film (Steiermark)

"Lehrlinge analysieren Film" ist ein dreiteiliger Filmvermittlungsworkshop, in dessen Zentrum die Arbeit mit ausgewählten Kurzfilmen sowie die aktive und kreative Anwendung des erarbeiteten Wissens stehen. Unter Anleitung erfahrener Filmvermittler ermöglicht die intensive Auseinandersetzung mit filmischer Form, ästhetischen Spezifika sowie Inhalt einen praktischen, niederschwelligen Zugang zu Werkzeugen der Filmanalyse. Grundlegende Zielsetzungen sind die Aktivierung der eigenen Film-Rezeption, das Erlernen einer selbstständigen, kritischen und kreativen Wahrnehmung von Filmen sowie die Förderung der Diskursfähigkeit. Weiters ermöglicht das Projekt oftmals den ersten Kontakt mit einer Kulturveranstaltung beziehungsweise mit Filmschaffenden.

o Kategorie INTERNATIONAL:
Dotiert mit 70.000 Euro

ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival (Wien)

ImPulsTanz spiegelt in seiner Vielfalt von Performances, Workshops, Researchprogrammen und interdisziplinärer Kunstvermittlung die Anforderungen an ein international bedeutendes Kunstfestival wider. Das international ausgerichtete Tanzfestival bietet österreichischen Tanzschaffenden die nötige künstlerische Plattform für ihre rhythmische Gestaltung. Mit der internationalen Ausrichtung präsentieren zum anderen auch international bedeutende und namhafte Künstler ihre Produktionen in Wien.
Das Projekt verfolgt das Ziel, Wien als eine internationale Tanzmetropole zu etablieren.

o Kategorie KULTURJOURNALISMUS
Dotiert mit 8.000 Euro

Thomas Trenkler, "Der Standard"

Der gebürtige Salzburger Journalist und Buchautor studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz. In den Jahren 1985 bis 1990 arbeitete Thomas Trenkler für die Kulturinitiative "steirischer herbst", bei der er zuletzt als Pressereferent tätig war. 1991 promovierte der Kulturjournalist über die Sprache der Werbung im Österreichischen Rundfunk. Nach seiner Tätigkeit als freier Journalist wurde er als Redakteur in der Kulturredaktion der Tageszeitung "Der Standard " engagiert. In seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen setzt sich Trenkler vorrangig mit dem Aspekt von Kunst und Ökonomie im Nationalsozialismus auseinander.

Ausschreibung zum Bank Austria Kunstpreis 2013
Mit der Verleihung des Bank Austria Kunstpreises 2012 sind zugleich alle Kunst- und Kulturschaffenden eingeladen, ihre Projekte für den Bank Austria Kunstpreis 2013 einzureichen. Die Ausschreibungsunterlagen und weiterführende Informationen sind ab 20. Mai unter  kunstpreis.bankaustria.at abrufbar.

 Bank Austria Kultursponsoring (PDF; 192KB)

Rückfragen:

Bank Austria Events & Sponsorship Bank Austria Pressestelle Österreich
Katja Erlach, Tel. +43 (0) 50505-56839 Matthias Raftl, Tel. +43 (0) 50505-52809
 E-Mail: Katja.Erlach@UniCreditGroup.at  E-Mail: Matthias.Raftl@UniCreditGroup.at

Aktuelle, reprofähige Fotos der Preisübergabe sowie der prämierten Projekte stehen  hier für Sie zum Download bereit. Ihr Abdruck ist unentgeltlich.

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