04.01.2007

BA-CA StimmungsBarometer: Österreich blickt mit Optimismus in das neue Jahr 2007

  • Repräsentative Umfrage: Mehrheit der Österreicher glaubt an eine Wirtschaftsverbesserung im Jahr 2007
  • BA-CA Ökonomen: Der Privatkonsum wird die Wirtschaft stützen
  • Jüngere Österreicher erwarten 2007 eine Verbesserung ihrer finanziellen Situation, ältere eine Verschlechterung

Österreich blickt optimistisch in das Jahr 2007. 33 Prozent aller Österreicher glauben, dass Österreichs Wirtschaftlage im neuen Jahr besser sein wird als 2006. Die Gegenprobe: 15 Prozent sagen, sie wird schlechter. 48 Prozent sehen keine wesentliche Veränderung (siehe Grafik 1). Das ergab der BA-CA StimmungsBarometer, eine repräsentative Umfrage, die  von der BA-CA Konzernmarktforschung gemeinsam mit dem Marktforschungsinstituts SPECTRA durchgeführt wurde. Marianne Kager, Chefvolkswirtin der BA-CA: „Die Bevölkerung liegt in ihrer Einschätzung gut. Wir sind für heuer verhalten optimistisch.“ Die BA-CA prognostiziert für das Jahr 2007 ein reales Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent (nach allerdings 3,2 Prozent im Jahr 2006).

Auch im internationalen Vergleich sehen Frau und Herr Österreicher ihre Heimat gut positioniert: 35 Prozent sehen Österreichs Wirtschaftlage im internationalen Vergleich besser positioniert. Nur 9 Prozent glauben, dass Österreich schlechter da steht. Kager dazu: „Österreich hat wie kein anderes Land von der Ostöffnung profitiert. Außerdem hat sich unser großer Bruder Deutschland erholt. Das spürt auch die Bevölkerung.“ 

Nach Meinung der BA-CA ist die relativ gute Stimmung der Bevölkerung auch ein Indiz dafür, dass das Vertrauen in die Zukunft wieder zu etwas mehr Konsum führen wird.

Der Privatkonsum wird die heimische Wirtschaft stützen
„Der Private Konsum dürfte heure zu einer wichtigen Stütze der österreichischen Konjunktur werden“, analysiert Stefan Bruckbauer, stv. Chefökonom der BA-CA. Er - der Private Konsum - ist damit die einzige Komponente des BIP, die 2007 stärker als 2006 wachsen wird. 2006 blieb das Wachstum des Privaten Konsums mit geschätzten 1,8 Prozent erneut im Bereich des langjährigen Durchschnitts. Für 2007 stehen jedoch die Zeichen gut, dass der Konsum erstmals seit 2000 mit 2,2 Prozent wieder die 2%-Marke überschreiten könnte. Dies wird auch durch die regelmäßig erfasste Konsumentenstimmung bestätigt, die im Verlauf von 2006 von -3 auf +10 stieg.

Österreicher sehen sich 2007 selbst auch auf der finanziellen Sonnenseite
Bei der Frage nach der Auswirkung auf die persönliche wirtschaftliche Situation (siehe Grafik 2) sehen sich „Frau und Herr Österreicher eher auf der finanziellen Sonnenseite“, so Bruckbauer, „Österreich hat mehr Wirtschaftsoptimisten als Wirtschaftspessimisten.“ 16 Prozent sehen ihre finanzielle Lage 2007 verbessert. 13 Prozent glauben eher an eine finanzielle Verschlechterung. Die Mehrheit von 63 Prozent sieht keine Veränderung.

Besonders die jüngere Bevölkerung ist hinsichtlich der Verbesserung ihrer eigenen finanziellen Situation für 2007 optimistisch, während bei den über 50jährigen die Pessimisten überwiegen. Optimistisch hinsichtlich ihrer eigenen finanziellen Situation 2007 sind tendenziell auch jene Österreicher/innen mit höherer Schulbildung und naturgemäß auch jene mit höheren Einkommen. Allerdings unterscheidet sich hier der Anteil der Optimisten bzw. Pessimisten nicht sehr stark von einander. „Das Alter, und nicht die Bildung, dürfte für den Optimismus oder Pessimismus ausschlaggebend sein. Die jungen Österreicher sind tendenziell optimistisch, während die älteren Österreicher eher pessimistisch sind,“ fasst Bruckbauer wesentliche Erkenntnisse der Bevölkerungs-Befragung zusammen. Regionale Unterschiede in den Erwartungen über die eigene finanzielle Entwicklung in 2007 sind nur in Ansätzen zu erkennen. „Besonders die Wiener und Oberösterreicher sind für das Jahr 2007 optimistischer“, so Bruckbauer (siehe Grafik 2a).

Der BA-CA Stimmungsbarometer fragt auch die Sparfreudigkeit von Frau und Herrn Österreicher ab. Fragt man die Wirtschaftsoptimisten, was sie mit den zusätzlichen Geldmittel machen, so geben 45 Prozent an, sparen zu wollen. 41 Prozent wollen lieber  etwas kaufen und 13 Prozent zeigen sich unentschlossen. Jüngere Österreicher wollen dabei eher etwas kaufen als sparen, bei den älteren Österreichern hält sich Kaufen und Sparen die Waage. Eindeutig vorsichtiger hinsichtlich der Entwicklung 2007 scheinen Personen im mittleren Alter zu sein. Einerseits ist hier der Anteil, der die allgemeine wirtschaftliche Situation in Österreich 2007 optimistisch sieht geringer als in anderen Altersgruppen und zum anderen überwiegt in dieser Gruppe der Wunsch, zusätzliches Einkommen zu veranlagen anstatt zu konsumieren. „Mittlere Einkommen tendieren eher zur Vorsorge bzw. zur Veranlagung als zum Konsum“, so Chefvolkswirtin Kager.

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Rückfragen:
Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com