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19.03.2007

Branchenbericht der Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft:
Österreichs Fremdenverkehr beweist Wettbewerbsstärke

  • Trotz stagnierender Übernachtungen wurde 2006 noch ein Plus der Fremdenverkehrseinnahmen von rund 4 Prozent erreicht
  • Die Branche schafft überdurchschnittlich viele Jobs
  • Jeder zehnte Gast verbringt bereits einen gesundheitsorientierten Urlaub

Der heimische Fremdenverkehr konnte 2006 zwar keinen Zuwachs der Übernachtungen verbuchen, allerdings ein Einnahmenplus von 4 Prozent. Ausländische und inländische Gäste haben im Vorjahr in ihrem Urlaub in Österreich fast 20 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus dem jüngsten Branchenbericht der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) Konzernvolkswirtschaft über Österreichs Fremdenverkehr hervor. Sogar in der laufenden, relativ schneearmen Wintersaison sollten die Fremdenverkehrseinnahmen um weitere 4 Prozent steigen, bei einem Übernachtungsplus von voraussichtlich 3 Prozent. Der Fremdenverkehr beweist damit wieder überzeugend seine Wettbewerbsstärke.

Natürlich ist das Nachfragewachstum auch in den Wintersaisonen tendenziell schwächer geworden, seitdem die Konkurrenten österreichischer Wintersportorte nicht nur in der Schweiz sondern auch auf den Seychellen zu finden sind. "Die Zahl der Gäste in Österreich steigt zwar kontinuierlich, allerdings mit zunehmend schwächeren Wachstumsraten. Gleichzeitig sinkt die Aufenthaltsdauer der Gäste", sagt Branchenanalyst Günter Wolf. So konnte der Rekordwert von 130 Millionen Gästeübernachtungen aus 1991 und 1992 nicht mehr erreicht werden. 2006 wurden 119,4 Millionen Nächtigungen registriert. Die Reiseverkehrseinnahmen sind dennoch kräftig gestiegen, seit 1995 um durchschnittlich 4 Prozent im Jahr.

Darüber hinaus sind in Österreichs Hotels, Pensionen, Restaurants und anderen Verpflegungsbetrieben überdurchschnittlich viele neue Arbeitsplätze entstanden. Die Beschäftigung ist in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 1,6 Prozent im Jahr und damit um fast einen Prozentpunkt pro Jahr schneller als in der Gesamtwirtschaft gestiegen. Seit 1995 sind insgesamt 26.000 neue Jobs geschaffen, das sind 14 Prozent aller neuen Jobs, die seitdem in Österreich entstanden sind. Im Vergleich dazu arbeiten in der Branche 168.000 oder rund 5 Prozent aller Beschäftigten im Land.

Vor allem durch die konsequente Aufwertung der Angebotsqualität konnte der Fremdenverkehr in Teilbereichen seine Konkurrenzfähigkeit nachhaltig stärken. Erfolgreiche Beispiele sind der Gesundheitstourismus, der Städte- und Kulturtourismus, aber auch der Wintertourismus. Etwa 10 Prozent aller Österreich-Gäste verbringen bereits einen gesundheitsorientierten Urlaub, wofür sie deutlich mehr als der "Durchschnittsgast" ausgeben. Mitte der 90er Jahre waren es nur 4 Prozent der Gäste. Günter Wolf von der
BA-CA: "Der Gesundheitstourismus ist aufgrund der relativ hohen Qualitätsanforderungen prädestiniert, um die Wettbewerbsfähigkeit des Fremdenverkehrs in Hochlohnländern langfristig zu sichern. Außerdem hat die Sparte die besten Wachstumsperspektiven, zumindest im Hinblick auf die Zahl potenzieller Kunden, die sich aus dem stetig wachsenden Anteil alter Menschen rekrutieren."

In den nächsten zwei Jahren kann der Fremdenverkehr zwar mit weiteren Einnahmenzuwächsen im Bereich von 4 Prozent rechnen. Basis des Wachstums sind die guten Konjunkturaussichten in Westeuropa, wobei eine mögliche leichte Abkühlung der Nachfrage in wichtigen Märkten 2008 auf jeden Fall durch Sondereffekte aufgrund der EURO 2008 aufgefangen wird. "Langfristig werden allerdings nachhaltige kräftige Zuwächse der Gästeströme und damit der Fremdenverkehrseinnahmen immer seltener", stellt Studienautor Günter Wolf fest. Die World Tourism Organisation erwartet eine Abkühlung des Wachstums der internationalen Gästeankünfte in Europa von 4 Prozent im Durchschnitt der letzten zwei Jahrzehnte auf 3 Prozent in den nächsten 15 Jahren. In Österreich ist die Zahl internationaler Gäste schon in den vergangenen Jahren vergleichsweise schwach gestiegen, um 1 bis 2 Prozent pro Jahr, einem Tempo, das voraussichtlich auch in Zukunft erreicht wird.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Pressestelle Österreich
Tiemon Kiesenhofer, Tel. +43 (0) 50505 DW 52819
E-Mail: tiemon.kiesenhofer@ba-ca.com