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30.05.2007

BA-CA EinkaufsManagerIndex im Mai:
Weniger Rückenwind durch Export für Industrie

  • Nach starkem Rückgang des EMI im April, leichte Erholung im Mai
  • Exportaufträge stagnieren jedoch erstmals seit vier Jahren
  • Beschäftigung allerdings weiterhin noch dynamisch

Der EinkaufsmanagerIndex der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) konnte sich nach dem starken Rückgang im April wieder etwas erholen und stieg von 52,9 auf 54,1. „Nach dem deutlichen Stimmungseinbruch im April ist Österreichs Industrie wieder etwas optimistischer, dennoch ist der Höhepunkt der Industriekonjunktur überschritten“, sagt Marianne Kager, Chefvolkswirtin der BA-CA.

Trotz des erneuten Anstiegs bleibt der Index jedoch unter dem Wert vom Jahresbeginn und auch unter dem Durchschnitt von 2006. „Der EMI bestätigt auch im Mai trotz leichtem Anstieg die abnehmende Konjunkturdynamik der österreichischen Industrie“, so Stefan Bruckbauer von der BA-CA.

Aufgrund der guten Auftragslage in den letzten Monaten blieb der Index der Industrieproduktion mit 53,4 im Mai noch relativ hoch. Allerdings bedeutet dies trotzdem, dass die Industrieproduktion nach einem Rückgang des Wachstums von 12,6 Prozent im Dezember auf 7,5 Prozent im März weiter an Dynamik einbüssen wird.

Das hohe Niveau der Aufträge in den letzten Monaten und der damit verbundene Optimismus der Industrie wirken hingegen noch immer positiv. Das zeigt sich insbesondere bei den Beschäftigten, die nach dem kurzen Einbruch des Wachstums im April im Mai wieder deutlich zulegen konnten.

Der entsprechende Teilindex stieg wieder auf 54,1 nach nur 51,8 im April. Auch bei der Einkaufsmenge kam es gegenüber dem April wieder zu einer leichten Beschleunigung. „Die starke Nachfrage der letzten Monate wirkt noch nach, Einkaufsmenge und vor allem Beschäftigungszuwachs belegen den noch vorhandenen Optimismus der Industrie“, hält Kager fest.

Dennoch sind die Anzeichen einer bevorstehenden Abkühlung sehr deutlich. Vor allem die Exportaufträge verloren an Dynamik. „Erstmals seit vier Jahren kam es zu keiner Steigerung der Auftragseingänge aus dem Ausland“, sagt BA-CA Ökonom Bruckbauer. Der entsprechende Wert liegt mit 50,2 bereits nahe dem Stagnationsniveau von 50. Allerdings konnten die Inlandsaufträge dies im Mai etwas kompensieren, so dass insgesamt der Index für alle Aufträge von 51,4 auf 51,8 stieg. Mit 51,8 liegt der Wert jedoch deutlich unter den Werten der Monate davor. Dementsprechend zeigt auch die nachlassende Steigerung von Einkaufs- und Verkaufspreisen die weiterhin zwar gute, in ihrem Tempo jedoch nachlassende Industriekonjunktur.

Trotz nachlassender Dynamik liegt das Niveau der Industrieproduktion in Österreich dank eines Anstieges um 30 Prozent seit 2002 heute deutlich höher als im Durchschnitt des Euroraumes, wo die Industrieproduktion lediglich 13 Prozent steigen konnte. Einzig Irland konnte beim Anstieg der Industrieproduktion ähnlich starke Zuwächse wie Österreich erreichen. Dies bedeutet jedoch auch, dass Österreich nun trotz relativ gutem Umfeld mit weniger Dynamik bei der Industrie rechnen muss. Ein Einbruch ist jedoch derzeit nicht erkennbar.

Charts zur Presseaussendung

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)5 05 05 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com