06.07.2007

UrlaubsEuro Sommer 2007:
"UrlaubsEuro" im Ausland heuer auf Tiefstand

  • Beliebte Urlaubsländer haben 2007 gegenüber dem Euro aufgewertet
  • Nicht in allen Überseedestinationen profitiert der UrlaubsEuro vom schwachen Dollar
  • Trotz Aufwertung und Inflation ist der UrlaubsEuro in der Türkei am höchsten

"In einigen der wichtigsten Urlaubsländer der Österreicher haben hohe Inflation und Aufwertung den Wert des UrlaubsEuros gesenkt", sagt Stefan Bruckbauer von der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) Konzernvolkswirtschaft. Zwar ist der Wert des UrlaubsEuros heuer erstmals seit Jahren im  beliebtesten Urlaubsland, Italien, leicht gestiegen, in vielen anderen Top-Urlaubsländern der Österreicher habe aber hohe Inflation und Aufwertung den Wert des UrlaubsEuros reduziert. Dies trifft vor allem auf die Türkei, aber auch auf Ungarn zu, zwei wichtige Reiseziele. In der Türkei erhält man heuer rund 22 Prozent, in Ungarn rund 11 Prozent weniger als im Sommer 2006. Höhere Inflation als in Österreich hat den Wert des UrlaubsEuros aber auch in drei weiteren wichtigen Urlaubsländern, Spanien, Griechenland und Großbritannien, gesenkt, wenn auch deutlich weniger stark als in der Türkei und Ungarn.

"Trotz starkem Eurokurs wird der 'UrlaubsEuro' heuer im Sommer so wenig wert sein wie noch nie", meint Bruckbauer. Die Ökonomen der BA-CA haben dabei den Wert bis 1990 zurückgerechnet. Der starke Euro macht sich somit derzeit nur bei einigen Übersee-destinationen bemerkbar.

"Weiterhin am meisten ist der UrlaubsEuro heuer im Sommer, trotz Rückgangs, in der Türkei wert, gefolgt von Kroatien und Ungarn", so der BA-CA Ökonom. Nach der Türkei mit 146, Kroatien mit 138 und Ungarn mit 135 folgen Slowenien mit 123 und die USA mit 122. "Kaum mehr als in Österreich ist der UrlaubsEuro heuer in Portugal, Spanien, Kanada, Frankreich, Deutschland und Italien wert", so Bruckbauer weiter. Weniger als in Österreich erhält man für seinen UrlaubsEuro in Großbritannien (97) und weiterhin trotz Abwertung des Franken in der Schweiz (84).

Dass die USA unter den Top 5 hinsichtlich des Wertes des UrlaubsEuros liegt, verdankt es dem starken Eurokurs, der immerhin nochmals ein Plus gegenüber 2006 von 7 Prozent brachte. Allerdings trifft dieses Plus gegenüber 2006 nicht auf alle Überseedestinationen zu. Erstmals haben die Ökonomen der BA-CA die Veränderung des UrlaubsEuros für verschiedene wichtige Fernziele der Österreicherinnen und Österreicher errechnet (siehe dazu die neue Grafik) und dabei zeigt sich, dass neben den USA noch Japan, HongKong und Ziele in Afrika heuer günstiger als 2006 sind. Insgesamt ist der UrlaubsEuro aber etwa in Asien, aber auch in Süd- und Mittelamerika trotz starkem Eurokurs kaum mehr wert als 2006. "Auch in einigen wichtigen Ferndestinationen der Österreicher, wie Thailand oder Brasilien, kam es zu einer Aufwertung der Landeswährung gegenüber dem Euro, insgesamt ist der 'UrlaubsEuro' daher in Ferndestinationen trotz starkem Euro gegenüber dem Dollar heuer nur knapp 1 Prozent mehr wert als 2006", hält Bruckbauer fest. Besonders stark zurückgegangen ist sein Wert in Australien und Neuseeland.

Abschließend weisen die Ökonomen der BA-CA darauf hin, dass es sich um Durchschnittswerte handelt, einzelne Regionen (wie etwa London als Zentralregion) können davon abweichen. Auch bezieht sich das Preisniveau auf den Durchschnitt der Güter und Dienstleistungen in den einzelnen Ländern, einzelne Produkte (speziell für Touristen) können davon deutlich abweichen. Daher wurde auch für die Ferndestinationen kein Wert, sondern nur dessen Veränderung angegeben. Zudem ist die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern soviel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Läge Österreichs Preisniveau niedriger, wäre auch das Einkommensniveau geringer – wir könnten uns Urlaube oft gar nicht leisten.

Charts zur Presseaussendung

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Economics and Market Analysis
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-Mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com