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30.10.2007

BA-CA EinkaufsManagerIndex im Oktober:
Österreichs Industrie kann sich globaler Abkühlung nicht entziehen

  • Gesamtauftragslage stagniert aufgrund sinkender Auslandsaufträge
  • Produktionsdynamik lässt deutlich nach
  • Beschäftigung bleibt vorläufig dynamisch

Der BA-CA EinkaufsManagerIndex (EMI) fiel im Oktober von 55,4 auf 52,8 und damit auf den niedrigsten Wert seit zwei Jahren. Marianne Kager, Chefvolkswirtin der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA): "Nachdem der BA-CA EMI im August bzw. September nochmals nach oben geklettert war, stürzte er nun im Oktober deutlich ab. Die Industriedynamik wird nun erkennbar schwächer." Auslöser für den Rückgang des BA-CA EMI war vor allem die verringerte Dynamik der Auftragseingänge. "Erstmals seit über zwei Jahren stagnierten die Auftragseingänge, aus dem Ausland waren sie sogar rückläufig", so BA-CA Ökonom Stefan Bruckbauer.

Der Index für den Auftragseingang sank im Oktober von 53,8 auf 50,1. Der Wert der Auftragseingänge aus dem Ausland fiel auf  48,2 und erreichte somit den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren.

Entsprechend der schwächeren Nachfrage meldeten die befragten Industriebetriebe auch eine geringere Ausweitung der Produktion, der Index fiel von 55,9 auf 52,1. "Der Rückgang des Industriewachstums im Oktober war der stärkste seit der Rezession 2001," fasst BA-CA Chefvolkswirtin Kager zusammen. Trotz des schwächeren Outputwachstums kam es  aufgrund der stagnierenden Nachfrage zu einem weiteren leichten Anstieg der Fertigwarenlager; der entsprechende Index stieg von 51,9 auf 52,0. Der Wert für den Auftragsbestand fiel auf 50,3 und ist damit nahe dem Stagnationsniveau von 50.

"Trotz der Stagnation bei den Auftragseingängen blieb das Beschäftigungswachstum der Industrie auch im Oktober weiterhin hoch", stellt BA-CA Ökonom Bruckbauer fest. Der entsprechende Wert sank lediglich marginal von 54,9 auf 54,8. Dies deutet darauf hin, dass die Unternehmer vorläufig noch optimistisch sind.

Ein weiterer Hinweis auf die nachlassende Industriekonjunktur ist die Preisentwicklung. So kam es im Oktober zu einem deutlichen Rückgang der Einkaufspreissteigerung, der Wert sank von 62,3 auf 58,1. Der sich abschwächende Anstieg der Inputpreise und die nachlassende Nachfrage dämpften auch den Verkaufspreisanstieg deutlich, der Wert fiel von 54,0 auf 51,6. Das Bild einer sich abschwächenden Industriekonjunktur wird durch sinkende Zuwachsraten bei der Einkaufsmenge komplettiert.

Damit zeigte sich nach Meinung der Ökonomen der BA-CA, dass sich auch die österreichische Industrie trotz leichter Belebung im August und September nicht der globalen Abschwächung entziehen kann, und sie sehen damit ihre Erwartung einer Konjunkturabkühlung im Jahr 2008 bestätigt. Trotz dieser nachlassenden Dynamik zum Jahresende dürfte 2007 insgesamt wieder ein sehr starkes Jahr für Österreichs Industrie werden.

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

 Tabellen zur Presseaussendung

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)50505 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com