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27.09.2007

BA-CA EinkaufsManagerIndex im September: Österreich als Insel der Seligen? Industriedynamik nimmt wieder zu

Konjunktur der heimischen Industrie stemmt sich gegen weltweiten Abwärtstrend
Nach Rückgang der Industriedynamik im ersten Halbjahr nun wieder Korrektur
2008 wird aber trotzdem schwächeres Wachstum bringen

Mit einem Anstieg von 54,5 auf 55,4 ist der BA-CA EinkaufsManagerIndex (EMI) im September nochmals überraschend gestiegen. Werte über 50 zeigen Wachstum an. Marianne Kager, Chefvolkswirtin der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA): „Entgegen dem weltweiten Trend beschleunigt sich Österreichs Industrieproduktion zu Herbstbeginn wieder.“

Der BA-CA EMI verzeichnet seit Beginn des Sommers jetzt den dritten Anstieg in Folge – und dies auf breiter Basis: „Produktion, Auftragseingänge und Beschäftigung sind im September stärker gestiegen als im August“, fasst BA-CA Ökonom Stefan Bruckbauer die Ergebnisse der Befragung von Einkaufsmanagern zusammen. Konkret stieg der Index für die Produktion von 54,1 auf 55,9, dem höchsten Wert seit März 2007. Auch die Auftragseingänge zeigten sich im September dynamischer als noch im August:

Der entsprechende Index stieg von 52,7 auf 53,8, wobei die Aufträge aus dem Inland stärker zulegen konnten als die Exportaufträge. Allerdings verzeichnete auch der Auftragseingang aus dem Ausland im September eine Beschleunigung - dieser Index stieg von 52,1 auf 52,7. Parallel zu den Auftragseingängen haben die Befragten auch den Auftragsbestand positiver beurteilt. Hier stieg der Wert von 54,1 auf 55,1, dem höchsten Wert seit Dezember 2006. Zur Beschäftigungslage in der Industrie: Die Beschäftigtenzahlen haben sich im September stärker erhöht als in den Monaten davor, der Index stieg von 53,3 auf 54,9.

„Eine verbesserte Nachfrage und die wieder stärker steigenden Einkaufspreise haben im September auch die Verkaufspreise stärker anziehen lassen“, so Kager. Der Index für die Einkaufspreise stieg von 61,1 auf 62,3; jener für die Verkaufspreise von 53,2 auf 54,0.

Die Ökonomen der BA-CA sehen ein Erklärungsmodell für die - gegen den europaweiten Trend - gestiegene Dynamik der österreichischen Industrie in der Tatsache, dass Österreich seit Ende der Rezession 2003 beim Konjunkturzyklus dem Euroraum voraus läuft: „Zwar konnte Österreichs Industrie ab dem Jahr 2003 deutlich schneller aus der Rezession heraussteuern als es der Industrie im Euroraum sonst gelang. Aber dafür gingen das Tempo und die Stimmung im Verlauf des Jahres 2007 auch schneller zurück“, analysiert Bruckbauer. So fiel der BA-CA EMI im Zeitraum von Februar bis Juli 2007 von 57,8 auf 53,8, und das Wachstum der Industrieproduktion ging von 9,4% auf 4,6% zurück. „Der erneute Anstieg des BA-CA EMI im September weist darauf hin, dass die Industriekonjunktur im Herbst wieder etwas zunehmen wird“, sagt Kager. Ob diese zunehmende Dynamik in Österreich anzeigt, dass auch die Konjunktur im Euroraum wieder zulegen wird, gilt es den BA-CA Ökonomen zufolge noch abzuwarten. 

„Sicher ist: Die erneut bessere Stimmung der Industrie in Österreich zeigt, dass ein stärkerer Konjunktureinbruch derzeit nicht zu erwarten ist.“ so Bruckbauer. Mittelfristig bleiben die Ökonomen der BA-CA jedoch vorsichtig und erwarten weiterhin eine sinkende Dynamik für 2008, die sich aus der nachlassenden europäischen Konjunktur erklärt. Nach zwei Jahren mit starkem Industriewachstum in den meisten Länden des Euroraumes, allen voran Deutschland, ist eine konjunkturelle Trendwende nicht überraschend. Die Folgen der Hypothekenkrise in den USA und des starken Verfalls des US-Dollars bieten dabei zusätzliche Risken, spielen aber sicher keine tragende Rolle bei der Trendumkehr. 

Anmerkung: Werte des EMI über 50,0 weisen auf ein Wachstum gegenüber dem Vormonat hin, Notierungen unter 50,0 signalisieren einen Rückgang. Je weiter die Werte von 50,0 entfernt sind, desto größer sind die Wachstums- bzw. Schrumpfungstendenzen. Diese Aussendung enthält die Originaldaten aus der Monatsumfrage unter Einkaufsleitern der Industrie Österreichs, die von der Bank Austria Creditanstalt gesponsert und unter der Schirmherrschaft des ÖPWZ seit Oktober 1998 von NTC Research durchgeführt wird.

Tabellen zur Presseausendung

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. +43 (0)50505 DW 41951
E-Mail: economic.research@ba-ca.com