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14.05.2007

BA-CA Konjunkturindikator:
Starkes 1. Quartal bringt Wachstum 2007 auf über 3 Prozent

  • Konjunkturindikator erreicht den höchsten Wert seit 1990
  • Konsum erstmals erkennbar stärker, Exporte und Industrie noch gut
  • Abschwächung im weiteren Jahresverlauf zu erwarten

Der Konjunkturindikator der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) stieg im April auf 4,7 - den höchsten Wert seit 1990. „Das Vertrauen im Ausland und die nochmals verbesserte Konsumentenstimmung sind für diesen historischen Wert verantwortlich“, sagt Marianne Kager, Chefvolkswirtin der BA-CA.

Nachdem die Stimmung der Konsumenten in Österreich bereits im Verlauf des zweiten Halbjahres 2006 deutlich anstieg, setzte sich die Verbesserung auch im heurigen Jahr fort. Im April kam es dann nochmals zu einer Erhöhung und die Konsumentenstimmung erreichte den höchsten Wert seit Umfragebeginn. „Der erneute starke Anstieg der Konsumentenstimmung im April lässt erwarten, dass sich das gute Ergebnis des Einzelhandels im ersten Quartal auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzt“, so Stefan Bruckbauer von der BA-CA. 

Der Anstieg der Konsumentenstimmung in Österreich war auch stark genug, gemeinsam mit der nochmals leicht gestiegenen Stimmung im Ausland dem erkennbar zurückgegangenen Optimismus der Industrie entgegenzuwirken und den gesamten BA-CA Konjunkturindikator nochmals steigen zu lassen.

Wachstum beschleunigte sich im ersten Quartal nochmals
Entsprechend der positiven Entwicklung der vorlaufenden Konjunkturindikatoren erwartet die BA-CA, dass das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2007 in Österreich sogar leicht über dem vierten Quartal 2006 liegt und damit erneut über 3 Prozent. „Im Jahresabstand könnte das Wachstum im ersten Quartal das höchste in diesem Konjunkturzyklus gewesen sein“, meint Stefan Bruckbauer. Zwar hat die Industrieproduktion gegenüber den letzten drei Quartalen erkennbar an Schwung verloren, gleichzeitig haben aber der Handel, Dienstleistungen und nicht zuletzt der durch die Witterung zusätzlich begünstigte Bau für ein starkes Wachstum gesorgt.

Dementsprechend war die Investitionstätigkeit erneut stark und der private Konsum hat sich erkennbar beschleunigt. Dagegen haben die Exporte an Dynamik verloren und die Importe aufgrund der guten Inlandskonjunktur zugelegt; trotzdem gehen die Ökonomen der BA-CA davon aus, dass der Außenbeitrag im ersten Quartal positiv ist, wenn auch deutlich geringer als im Vorquartal.

Für den weiteren Jahresverlauf erwarten die Ökonomen der BA-CA jedoch eine erkennbare Abschwächung der konjunkturellen Dynamik. Zwar wird die Konsumnachfrage aufgrund des hohen Beschäftigungsniveaus weiter lebhaft bleiben, die Industrie hat jedoch ihren Zenit überschritten und die abflachende Auslandsnachfrage lässt sie erkennbar an Dynamik verlieren. Die Bauwirtschaft wird das besonders hohe Tempo des ersten Quartals ebenfalls nicht halten können. Dementsprechend wird sich die gesamtwirtschaftliche Dynamik im zweiten Quartal abschwächen und die Jahreswachstumsraten werden von über 3,5 Prozent in Richtung 2,5 Prozent im vierten Quartal zurückgehen. „Trotz der von uns erwarteten Abschwächung im weiteren Jahresverlauf führt das gute erste Quartal dazu, dass Österreichs Wirtschaft 2007 erneut über 3 Prozent Wirtschaftswachstum haben wird“, so Kager.

Für 2008 erwarten die Ökonomen der BA-CA eine Fortsetzung des Wachstumstempos des zweiten Halbjahres 2007, dies wird jedoch dann zu einem Wachstum von erkennbar unter 3 Prozent im Jahresdurchschnitt führen. „Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum von 3,1 Prozent heuer auf 2,3 Prozent 2008 abschwächen wird“, sagt Stefan Bruckbauer von der BA-CA zu den Aussichten für nächstes Jahr.

Tabellen zur Presseaussendung

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Economics and Market Analysis
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com