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14.02.2007

BA-CA Konjunkturindikator: Konjunktur bleibt auch im 1. Quartal 2007 stark

  • Höhere Wachstumsprognose für 2007 - 2,8 Prozent
  • BA-CA Konjunkturindikator erreicht höchsten Wert seit 1991
  • Deutlicher Anstieg der Konsumentenstimmung im Jänner auf Rekordniveau

Der Konjunkturindikator der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) stieg im Jänner von 4,1 auf 4,5. „Unser Konjunkturindikator erreichte im Jänner den höchsten Wert seit sechzehn Jahren“, sagt Marianne Kager, Chefvolkswirtin der BA-CA.

Wesentlicher Auslöser für den deutlichen Anstieg des Indikators war im Jänner der starke Anstieg der Konsumentenstimmung. „Die Konsumentenstimmung erreichte im Jänner den höchsten Wert seit Umfragebeginn 1995“, so Stefan Bruckbauer von der  BA-CA. Die Teilindikatoren für die Industriekonjunktur zeigten sich – wie erwartet - im Jänner zwar etwas schwächer als noch im Dezember, jedoch befinden sie sich weiterhin auf sehr hohem Niveau.
 
Zusammen mit dem relativ starken Wachstum im vierten Quartal 2006 bietet diese Entwicklung eine gute Basis auch für das erste Quartal 2007. „Die Anzeichen für eine vor allem in Deutschland deutlich bessere Konjunktur zu Jahresbeginn gemeinsam mit der nun deutlich gestiegenen Konsumstimmung machen uns für das erste Quartal 2007 optimistischer als wir es bisher waren“, so Marianne Kager. Die Ökonomen der BA-CA gehen nun davon aus, dass das Wachstum im Quartalsvergleich im ersten Quartal etwas weniger zurückgeht und nach 3,2 Prozent im vierten Quartal (auf Jahresbasis hoch-gerechnet) 2,5 Prozent betragen wird. Im Vorjahresvergleich könnte das Wachstum damit im ersten Quartal 2007 sogar mit 3,4 Prozent über den 3,3 Prozent des vierten Quartals 2006 liegen. „Trotz leicht nachlassender Tendenz wird die Jahreswachstumsrate im ersten Quartal 2007 noch etwas höher als im vergangenen Quartal ausfallen“, meint Stefan Bruckbauer.

Wachstumsprognose für 2007 nach oben revidiert
Das etwas stärkere Wachstum im ersten Quartal und die positiven Signale aus dem Ausland werden Österreichs Wirtschaft damit insgesamt 2007 etwas mehr Wachstum bringen als bisher erwartet. „Wir haben unsere Prognose für 2007 daher von 2,4 Prozent auf 2,8 Prozent erhöht“, sagt Kager. Dabei gehen die Ökonomen der BA-CA davon aus, dass die Exporte und die Investitionen stark bleiben werden, wenn auch mit etwas weniger Wachstum wie 2006. Eine Wachstumsbeschleunigung wird vom privaten Konsum erwartet. „Nach den guten Arbeitsmarktdaten und dem starken Stimmungsanstieg der letzten Monate sollte die private Nachfrage 2007 endlich etwas mehr wachsen können“, ist Bruckbauer für den Konsum optimistisch. Auch wenn nach Meinung der BA-CA Ökonomen die Inflation in den nächsten Monaten etwas steigen dürfte, wird sie im Jahresdurchschnitt 2007 erneut unter 2 Prozent bleiben.

Trotz dieser optimistischen Konjunkturaussichten für 2007 wird sich das Wachstum im Jahresverlauf zurückbilden und zu Jahresende 2007 nur mehr knapp über 2 Prozent liegen. Dementsprechend rechnen die Ökonomen für 2008 mit „nur“ mehr 2,3 Prozent Wachstum, was allerdings noch immer knapp über dem Durchschnitt der letzen zehn Jahre liegt. Die wesentlichen Risken für ihr optimistisches Szenario sehen die Ökonomen der BA-CA in einer überraschenden Abkühlung der internationalen Konjunktur und in einer erneuten Enttäuschung des privaten Konsums. Sollte sich die internationale Konjunktur früher und stärker als jetzt angenommen abkühlen, würden die Wachstumsraten in Österreich schneller unter 2 Prozent fallen. Insgesamt könnte das Wachstum auch niedriger ausfallen, sollte der private Konsum 2007 erneut enttäuschen. Beides sehen die Ökonomen der BA-CA derzeit als unwahrscheinlichere Variante an.

 Charts zur Presseaussendung

Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt  Konzernvolkswirtschaft und Marktanalysen
Stefan Bruckbauer, Tel. 05 05 05 DW 41951
E-mail: stefan.bruckbauer@ba-ca.com