06.04.2007

Bank Austria Creditanstalt Asset Allocation für das 2. Quartal 2007: Korrektur der Börsen gut überstanden – Aktienausblick positiv

  • Europa weiterhin Outperformer, Quote erhöht
  • Fusionen geben Impuls

Wenn man Ende März 2007 auf die letzten zwölf Monate zurückblickt, so kann man an den internationalen Aktienmärkten zwei Korrekturen beobachten, die erste im Frühsommer 2006 und die zweite – weniger ausgeprägt – Ende Februar / Anfang März 2007. In beiden Fällen ging es den Anlegern darum, nach starken Anstiegen bei den risikoreicheren Positionen Kasse zu machen, weshalb die Schwellenbörsen stärkerem Verkaufsdruck ausgesetzt waren. In beiden Fällen hat der Markt aber wieder Tritt gefasst und ist auf einen Pfad der positiven Kursentwicklung zurück-gekehrt. Für den Moment sehen wir diesen Trend durchaus anhalten und bleiben bei unserer leichten Übergewichtung in Aktien, die eben unseren vorsichtigen Optimismus gut widerspiegelt. Dementsprechend sind Renten unter- und Cash neutral gewichtet.

Auf den Rentenmärkten sehen wir derzeit nur begrenzte Phantasie gegeben, außer es käme wieder zu einer Phase der Verunsicherung, die (wie Ende Februar erlebt) zu einer Flucht in den Hafen der Staatsanleihen führt. Fundamental betrachtet ist das Thema „Inflation“ aber nach wie vor nicht vom Tisch. In Europa liefern die robusten Wirtschaftsdaten und das starke Geldmengenwachstum der EZB Gründe für weitere Zinsanhebungen. Und in den USA bezeichnete Bernanke in seiner Stellungnahme vor dem Kongress die Inflation als “seine Hauptsorge”.

Innerhalb der Rentenquote bleibt unsere Aufteilung unverändert, auch hier ist Euroland weiterhin stark betont, während sich die Anteile in US Dollar und Yen als strategische Beimischung verstehen. Sie sollen im Rentenportfolio für eine größere Währungsdiversifikation sorgen, die vor allem im Falle einer Euro-Schwäche (die nie ganz ausgeschlossen werden kann) eine breitere Performancebasis schafft. In diesem Zusammenhang sei auch auf die besondere Bedeutung der „Yen Carry Trades“ verwiesen, deren Auflösung in der jüngsten Korrektur eine nicht unbedeutende Rolle gespielt hat. Unser Engagement im Yen ist auch eine Absicherung für den Fall, dass es zu einer weiteren Rückabwicklung der Carry Trades und damit zu einer neuerlichen Stärke im Yen kommt.

An den Aktienmärkten konnte Europa, anknüpfend an die Entwicklung der letzten Jahre, auch heuer seinen Performancevorsprung gegenüber den USA verteidigen. Wir tragen dieser Tatsache Rechnung, indem wir die Gewichtung in Europa weiter anheben und in den USA etwas reduzieren. Hinter dieser Entscheidung steht auch unsere Überzeugung, dass sich der Euro weiterhin gegenüber anderen Welt-währungen gut behaupten kann. Wir sehen gerade in Europa eine sehr erfreuliche konjunkturelle Entwicklung, die unserer Meinung nach auch auf die Kursentwicklung an den Börsen durchschlagen wird.

Gut unterstützt wird die Kursentwicklung auch heuer von einer anhaltenden Dynamik bei Fusionen und Übernahmen. Die nach wie vor reichliche Liquidität und der Boom bei Private Equity sorgen für anhaltendes Interesse und damit einhergehend immer wieder für Kursphantasie.

Bei den Empfehlungen haben wir mit Pinault Printemps und Tesco zwei Einzel-händler gewählt, die unser Vertrauen in den europäischen Konsum widerspiegeln. Der Pharmawert Novartis, der Tabakwert Altria und der Markenartikelriese Procter & Gamble stellen die defensive Komponente auf der Liste dar. Last, but not least setzen wir noch auf SBM Offshore, einen Ölwert mit sehr guten Zahlen und positiver Auftragslage.


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