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17.12.2007

Bank Austria Creditanstalt verkauft ausgefallene Kredite

  • Transaktion umfasst ein nominelles Volumen von 850 Millionen Euro
  • Betroffene Kreditnehmer durch gesetzliches Verschlechterungsverbot geschützt
  • Käufer: Etablierte Investoren aus Frankreich bzw. Schweden und aus Deutschland

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) hat am Freitagabend, wie geplant, den Verkauf fällig gestellter Kredite abgeschlossen. Das Portfolio besteht aus ausgefallenen Krediten von Privat- und Geschäftskunden und hat ein nominelles Volumen von rund 850 Millionen Euro. Ein Konsortium aus Calyon S.A., eine Tochter des französischen Crédit Agricole, und der schwedischen Intrum Justitia Group übernimmt davon rund 640 Millionen Euro. Die deutsche EOS Gruppe, die in Österreich mit der EOS ÖID Inkasso-Dienst GmbH vertreten ist, kauft Forderungen in Höhe von rund 210 Millionen Euro. „Diese beiden Käufer sind professionelle Investoren, die die ausgefallenen Kredite banküblich verwerten werden“, sagt Thomas Gross, Chief Risk Officer der BA-CA, „wir verbessern dadurch unsere Risikoposition und bekommen nach Basel II haftendes Eigenkapital frei.“

Bei dem Kreditverkauf durch die BA-CA handelt es sich um eine „True Sale“-Transaktion, d. h. die ausgefallenen Kreditforderungen gehen zur Gänze in das Eigentum des Käufers über. Die betroffenen Kunden sind ausschließlich Kreditnehmer, die ihren Zahlungs-verpflichtungen über einen längeren Zeitraum nicht mehr nachgekommen sind. Die Fälligstellung der verkauften Kredite liegt dabei mindestens elf Monate zurück. In der Vergangenheit hat die BA-CA solche ausgefallenen Kredite in der Folge an Rechtsanwälte und Inkassodienste zum Inkasso weitergegeben. Die Kreditkäufer sind dazu verpflichtet, auch zukünftig alle Vertraulichkeitsverpflichtungen gegenüber ihren neuen Schuldnern einzuhalten und deren Schutzinteressen zu wahren. Die Kreditnehmer sind durch ein gesetzliches Verschlechterungsverbot geschützt.

„Der Gläubigerwechsel kann für die betroffenen Kreditnehmer durchaus auch eine Chance sein“, meint Thomas Gross, „so kann man etwa verfahrene Lösungsgespräche über die Zahlungsprobleme neu starten. Das eventuell belastete Klima zur Bank fällt weg.“ Die betroffenen Kreditnehmer werden per Brief über den Gläubigerwechsel und die neuen Ansprechpartner informiert. Die BA-CA wurde bei dieser Transaktion durch die HypoVereinsbank Real Estate M&A beraten, die rechtliche Expertise stammt von Dr. Markus Fellner (Fellner Wratzfeld & Partner Rechtsanwälte).

Der Verkauf von Kreditportfolios ist international ein gängiges Instrument der Risiko-steuerung geworden. In Europa gilt Deutschland mit einem geschätzten Portfoliovolumen von 20 Milliarden Euro 2006 als einer der am weitesten entwickelten Märkte für den Handel mit sogenannten „Non-performing Loans“, kurz NPL. Die größten Transaktionen wurden in den vergangenen Jahren zwischen der Hypo Real Estate und Lone Star (3,6 Mrd. Euro), Eurohypo und Citigroup (2,4 Mrd. Euro) sowie zwischen Delmora und Goldman Sachs (2,3 Mrd. Euro) durchgeführt. Die Oesterreichische Nationalbank gibt den Anteil notleidender Kredite am gesamten Kreditgeschäft heimischer Banken mit 2,6 Prozent 2005 an. Das entspricht zirka 13,9 Milliarden Euro.


Rückfragen: Bank Austria Creditanstalt Pressestelle Österreich
Martin Halama; Tel. +43 (0)50505 52371; E-mail: martin.halama@ba-ca.com
Tiemon Kiesenhofer, Tel. +43 (0)5 05 05 52819;
E-Mail: tiemon.kiesenhofer@ba-ca.com