14.09.2006

Aktuelle Umfrage: Mehrzahl der heimischen Unternehmen arbeitet ohne Planungsprozess

  • 55% der Firmen ab 700.000 Euro Jahresumsatz agieren ohne schriftliche Planung
  • Deutliche Unterschiede nach Betriebsgrößen: Einer von drei Kleinbetrieben plant, zwei von drei Mittelbetrieben planen, aber praktisch alle Großbetriebe planen
  • BA-CA legt neue Planungssoftware speziell für Kleinbetriebe auf 
  • Planung gilt gegenüber den Vorjahren nicht mehr als das „heiße Thema“

Die Mehrzahl der Unternehmen aus Österreich mit einem Umsatz ab 700.000 Euro pro Jahr arbeitet ohne eine Planung. Dies zeigt eine Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Brainstudio im Juli 2006 im Auftrag der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) durchgeführt hat. Befragt wurden 705 Geschäftsführer, Inhaber und Finanzverantwortliche von Kleinbetrieben, Mittel- und Großbetrieben. Konkret gibt weniger als die Hälfte der Unternehmen (45%) an, mit einem regelmäßigen und schriftlichen Planungsprozess zu arbeiten. 55% der Firmen sagen, dass sie ohne Planungsprozess arbeiten.

Ein Blick auf die Unternehmensgrößen der befragten Betriebe zeigt den eklatanten Nachholbedarf der Kleinbetrieben: Einer von drei Kleinbetrieben mit Jahresumsätzen von 0,7 bis 3 Millionen Euro gibt an, zu planen (=34%). Bei den Mittel- und Großbetrieben ab 3 Millionen Euro Umsatz p.a. verfügen zwei von drei über eine Planung (=64%). Und unter den Großbetriebe ab 50 Millionen Euro Jahresumsatz setzen demnach 87% der befragten eine Planung ein. Um dieses starke Gefälle im Planungsverhalten auszugleichen, bietet die BA-CA seit diesem Monat eine Planungssoftware speziell für Kleinbetriebe an – den BusinessPlanner Basic. Den besten Zugang zum Thema Planung erhalten die Firmenkunden der BA-CA beim neuen PlanungsWorkshop Basic.       

Betriebswirtschaftlicher Blindflug.
„Die Unternehmen müssen sich fragen: Weiß ich, wohin mein Betrieb steuert? Wer auf diese Frage mit Intuition statt hard facts antwortet, sollte rasch in die Planung einsteigen“, so Martin Frank, Ressortleiter Firmenkunden und Öffentliche Hand der BA-CA. „Schließlich heißt Planen, dass man seine Ziele in Zahlen gießt. Wer nicht plant, bewegt sich im betriebswirtschaftlichen Blindflug vorwärts  - oder in Wahrheit vielleicht gerade rückwärts.“

Im Zeitvergleich 2004 –2006 verliert das Thema Planung tendenziell. Das Marktforschungsinstitut Brainstudio hat diese Umfrage auch 2004 und 2005 durchgeführt, damals unter Firmen mit einer Umsatzgröße ab 3 Millionen Euro. Der Anteil der befragten Unternehmen ab 3 Millionen Euro Umsatz, die mit einer Planung arbeiten, ist über alle drei Jahre konstant geblieben (2004: 65%; 2005: 65%; 2006; 64%). Signifikante Veränderungen in den Umfrageergebnissen zeigen, dass die Planung aber keineswegs mehr als das „heiße Thema“ gilt. Zwar halten auch heuer 94% das Thema Planung für wichtig, aber gleichzeitig sprechen ihm nur mehr 58% (2005: 64%) wachsende Bedeutung zu. Warum ihre Firma nicht plant, beantworten 45% mit dem Hinweis auf fehlende Ressourcen und darauf, dass das Unternehmen zu klein sei. 30% antworten, dass Planung nicht nötig sei – diese Antwort gaben 2005 nur 21%. 

Auf die Frage, welche Bereiche der Planung wichtig seien, wurden in erster Linie Kosten- und Umsatzplanung genannt. Weitere Ergebnisse: 64 Prozent der Unternehmen führt einen monatlichen Vergleich ihrer Budgetzahlen mit den Ist-Daten aus der Buchhaltung durch. Umgekehrt weiß also fast ein Drittel über Monate nicht, ob man im Plan liegt. Auf die Frage, welcher Bank man die höchste Kompetenz bei Unternehmensplanung zuschreibt, fällt das Ergebnis eindeutig aus. 24 Prozent sehen sie bei der BA-CA, die deutlich vor der zweitplatzierten Bank liegt.

Neu: „BusinessPlanner Basic“ und „PlanungsWorkshop Basic“
„Eine gute Planung wird immer wichtiger – im schneller werdenden Wirtschaftsleben genauso wie in der Unternehmensfinanzierung“, so Frank. „Wer plant, verbessert sein Rating und senkt die Kreditkosten.“ Ab sofort können auch kleine und mittlere Unternehmen (ab 700.000 Euro Umsatz) leicht in die Unternehmensplanung einsteigen. Der BusinessPlanner Basic der BA-CA bietet eine einfache Erfassung der Daten aus der Erfolgsrechnung und erstellt selbst Bilanz und Finanzplan. Die Lizenz kostet einmalig 990 Euro, der Servicevertrag 120 Euro p.a. So günstig können Firmen ihre Selbstfinanzierungskraft stärken, was die beste Alternative zu  weiteren oder teureren Krediten ist. Den besten Zugang hierzu bietet der PlanungsWorkshop Basic, ein eintägiges Einführungsseminar für jeweils 20 Firmenkunden der BA-CA.   

Seit Mitte der 1990er Jahre bietet  die BA-CA als einzige Bank im deutschsprachigen Raum eine Planungssoftware an. Der BusinessPlanner verknüpft dabei Ergebnis-, Bilanz- und Finanzplanung für ein professionelles Finanzcontrolling des Unternehmens. Seit 2004 bietet die BA-CA den eintägigen PlanungsWorkshop an, der auf den BusinessPlanner aufsetzt und den Firmenkunden rasch in die Lage versetzt, seine integrierte Planung für die Steuerung des Unternehmens einsetzen. Frank: „Eine optimale Planung schaut nicht nur auf die Gewinn- und Verlustrechnung, sondern verknüpft sie mit der Bilanz und dem Liquiditätsbedarf“.
 

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